DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

„Sehr futuristisch“: Hoher Besuch im Forschungszentrum - Experten geben Einblicke

Wissenschaft

Startseite Lokales Garmisch-Partenkirchen „Sehr futuristisch“: Hoher Besuch im Forschungszentrum – Experten geben Einblicke Von: Tobias Schwaninger Uns auf Google folgen Am TUM-Campus für Geriatronik wird an der Pflege der Zukunft geforscht. Ein Bild davon hat sich jetzt die Bevollmächtigte der Bundesregierung gemacht. Garmisch-Partenkirchen – Der Terminkalender von Katrin Staffler ist gut gefüllt. Als Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung reist die 44-Jährige durchs ganze Land. Da dürfen es die Verantwortlichen am Campus Garmisch-Partenkirchen als großes Kompliment nehmen, dass Staffler ihren Besuch als „Highlight der Woche“ bezeichnete. Im Forschungszentrum für Geriatronik erhielt die CSU-Politikerin interessante Einblicke. „Ist mir eine riesengroße Freude“: Hoher Besuch für Forschungszentrum Dass sich Staffler mit dem Campus verbunden fühlt, daraus machte sie bei ihrem Besuch kein Geheimnis. „Es ist mir eine riesengroße Freude, hier zu sein.“ Die Bundestagsabgeordnete hat als Biochemikerin selbst eine wissenschaftliche Karriere hinter sich – und einen Abschluss der TU München. Im Vordergrund stand der Fortschritt, den die Forschungen an der Breitenauer Straße machen. Intensiv wird an Lösungen gearbeitet, wie Senioren und pflegebedürftige Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können – mithilfe von Robotersystemen. In dieser Hinsicht nimmt der Standort eine Vorreiterrolle ein. Ein Baustein sind Exosuits. Weiche Roboteranzüge, die am Körper angelegt werden und wie eine äußere Muskelschicht wirken. Damit sich Staffler ein Bild machen konnte, waren zwei Mitarbeiter in die Anzüge geschlüpft. „Sieht schon cool aus“, sagte die Politikerin. Beeindruckt zeigte sich auch Vize-Landrat Christian Hornsteiner (CSU): „Sehr futuristisch.“ Professor Lorenzo Masia – er leitet das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence – erklärte die Idee hinter den Exosuits. Menschen mit Rückenmarksverletzungen können sie das Leben erleichtern. Mit ihrer Unterstützung ist es möglich, Arme zu bewegen, aufzustehen oder sich hinzusetzen. Auch ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, können von der Erfindung profitieren. Mehrere Tests haben gezeigt, dass die Träger deutlich weniger Energie verbrauchen. „Die Exosuits sind sprachgesteuert“, sagte Masia. Wer sie trägt, kann der Maschine bestimmte Befehle erteilen. Alle Augen richten sich auf Garmi – Professor berichtet über Zukunftsvisionen Kurz später richteten sich alle Augen auf Garmi. Der Roboterassistent ist eines der Vorzeigeprojekte des hiesigen Geriatronik-Zentrums. In seiner Testwohnung zeigt Garmi bereits seit geraumer Zeit, wie er hilfsbedürftigen Menschen den Alltag erleichtern könnte. Er unterstützt beim Aufstehen, kann Geschirr abräumen, bei therapeutischen Übungen helfen und vieles mehr. Staffler, die selbst einen Roboterarm steuern durfte, sieht in solchen Erfindungen einen wichtigen Baustein für die Zukunft der Pflege. Für sie ist klar: „Wir müssen den Pflegekräften mehr Raum und Zeit geben.“ Es gehe nicht darum, Menschen langfristig komplett durch Roboter zu ersetzen. Sondern einzig darum, die Pflegenden zu unterstützen. Unermüdlich tüfteln die Experten vor Ort daran, Garmi noch mehr beizubringen. Anhand der Art, wie ein Mensch spricht, soll er frühzeitig mögliche Demenzerkrankungen erkennen. „Das ist eine unserer Visionen“, sagt Professor Alexander König. Seit 2025 betreut er den Lehrstuhl für Robotik und Systemintelligenz. Hohe Hürden für Forschende: Professor hat Bitte an CSU-Politikerin An Visionen mangelt es König und seinem Team nicht. Damit sie diese aber eines Tages in der Praxis umsetzen können, platzierte der Professor mehrmals eine Bitte bei Staffler. „Wir haben zwischen der Forschung und der kommerziellen Verwendung eine große Lücke.“ Konkret zielte König auf die hohen Hürden ab, die es in Deutschland und Europa gibt, bevor man Erfindungen wie Garmi auch mit Menschen testen kann. „Diese Hürden gibt es aus gutem Grund“, betonte der Wissenschaftler. Die Sicherheit der Patienten müsse immer gegeben sein. Trotzdem ist er überzeugt, dass man den Weg aus der Forschung in die Praxis „massiv beschleunigen könnte“. Dafür brauche es aber Anpassungen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Seine konkreten Ideen lässt König der Pflegebevollmächtigten in Kürze zukommen. „Ich werde das prüfen“, versprach Staffler. Auch mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will sie sprechen. Für die Verantwortlichen hatte Stafflers Besuch Signalwirkung. Von der Bayerischen Staatsregierung habe man bereits die Rückendeckung, sagte Bürgermeister Daniel Schimmer (Freie Wähler). Doch „es ist wichtig, dass die Arbeit hier auch auf Bundesebene gesehen wird“. Die Unterstützung aus der Politik ist für das Team des Forschungszentrums von größter Bedeutung. Auch in finanzieller Hinsicht. Damit sich Projekte wie Garmi oder die Exosuits weiterentwickeln und eines Tages den Sprung aus dem Labor in das „echte“ Leben schaffen. (tsch)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren