Sein letzter Ehrentitel wackelt: Londoner Behörde leitet Verfahren gegen Ex-Prinz Andrew ein
Die britische Hauptstadt bereitet den Entzug einer historischen Ehrung für Andrew Mountbatten-Windsor (66) vor. Wie das britische Nachrichtenportal „Mirror“ berichtet, hat die City of London Corporation ein neues Verfahren beschlossen. Dieses ermöglicht es fortan, Personen die Ehrenbürgerschaft wieder abzuerkennen. Bislang fehlte dafür die rechtliche Grundlage.
Neues Verfahren gegen Andrew soll Entscheidung bringen
Der in Verruf geratene Bruder von König Charles III. (77), der allein 2026 schon zehn Personen die Ehrentitel entzogen hat, hatte die Auszeichnung im Jahr 2012 geerbt. Die Aufforderung der Behörden, den Titel freiwillig abzugeben, ignorierte er. Laut dem Bericht von „Mirror“ soll die Neuregelung nun zügig angewendet werden.
Chris Hayward, Vorsitzender der Corporation, erklärte, man habe ein rechtmäßiges und wirksames Verfahren verabschiedet, um künftig prüfen zu können, ob einer Person die Ehrenbürgerschaft der City of London entzogen werden sollte. „Dies stellt sicher, dass künftige Entscheidungen fair, transparent und im Einklang mit dem Gesetz getroffen werden“, betonte Hayward. Dabei solle es angemessene Schutzmaßnahmen für alle Beteiligten geben.
Das Verfahren werde nun „als Angelegenheit von äußerster Dringlichkeit“ weiterverfolgt, so Hayward. Ziel sei es, zeitnah eine Entscheidung über die Ehrenbürgerschaft von Andrew Mountbatten-Windsor zu treffen. Ein entsprechender Beschluss wird im Dezember erwartet.
Schwere Vorwürfe belasten Andrew Mountbatten-Windsor
Zuvor hatte das Gremium Missbilligung geäußert, da Andrews Verbindungen zu Jeffrey Epstein unvereinbar mit der Ehrung seien. Nach dem Verlust der Ehrenbürgerschaft von York im Jahr 2022 droht nun der nächste Entzug.
Zudem steht Andrew, der angeblich eine neue Partnerin hat, im Fokus polizeilicher Ermittlungen wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Dienst. Ex-Prinz Andrew war im Februar vorübergehend festgenommen worden und bestreitet alle Vorwürfe.