Seit 35 Jahren im Fernsehen: So sah Florian Silbereisen bei seinem ersten TV-Auftritt aus
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Florian Silbereisen ist auch 35 Jahre nach seinem ersten TV-Auftritt regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Damals war er noch ein Kind.
Florian Silbereisen zählt heute zu den erfolgreichsten Moderatoren Deutschlands. Auch als Schauspieler steht er nicht zuletzt als Kapitän für das „Traumschiff“ regelmäßig vor den Kameras und feiert ebenso als Sänger Erfolge. Bei den Öffentlich-Rechtlichen führt er durch die größten Shows. Schon als Kind stand Silbereisen erstmals vor der Kamera und zeigte sein musikalisches Talent. Hier seht ihr, wie er bei seinem ersten TV-Auftritt aussah und wie er sich über die Jahre beruflich sowie äußerlich verändert hat.
Am 10. August 1991 hatte Florian Silbereisen bei Karl Moik seinen ersten TV-Auftritt. Die Sendung hieß „Wie die Alten sungen“. Zu diesem Zeitpunkt war Silbereisen gerade mal 10 Jahre alt. Damals spielte er auf der Steirischen Harmonika. In der Sendung sagte der inzwischen verstorbene Moderator zu ihm: „Das ist also unser Florian Silbereisen. Ich knie mich nieder, so gut spielt er. Herr Silbereisen, darf ich ‚du‘ sagen zu dir?“ Dies bejahte er.
Im Anschluss sagte Karl Moik zu ihm: „Normalerweise ist es ja so, dass man so ein Instrument von der Mama, dem Papa oder der Oma geschenkt bekommt. Bei dir war es ein bisschen anders, oder?“ Silbereisen entgegnete: „Ja, ich habe mir das selbst gekauft.“ Das Geld seien Ersparnisse gewesen. Der Moderator hakte an der Stelle noch mal nach: „Gehst du Geld sammeln, wenn du irgendwo zu Besuch kommst?“ Silbereisen stellte klar: „Nein, vom Vorspielen.“
Im Jahr 1992 erhielt Florian Silbereisen bereits die „Krone der Volksmusik“. Damals wurde er für seine Leistung als Ziehharmonika- beziehungsweise Akkordeonspieler geehrt. Die Sendung wurde bei RTL plus ausgestrahlt. Es handelte sich um eine einmalige Fernsehgala, die von Erika Bruhn moderiert wurde. Neben Silbereisen traten Stefanie Hertel oder die Kastelruther Spatzen auf.
Im Übrigen gewann der Musiker mit 11 Jahren den Herbert-Roth-Preis für Instrumental-Solisten. Roth war ein Thüringer Komponist. Unter seinem Namen wurden Nachwuchsstars im Bereich der Volksmusik geehrt.
Florian Silbereisen galt als musikalisches Wunderkind. Hier war er inzwischen 17 Jahre alt. Damals wurde die „Musikantenscheune“ von Petra Kusch-Lück moderiert. Sie führte von 1995 bis 2003 durch die Show, die auf dem Gutshof Schloss Diedersdorf für die ARD aufgezeichnet wurde.
Auch hier stand die Volksmusik im Mittelpunkt. Silbereisen befand sich zu der Zeit kurz vor seinem endgültigen Durchbruch. Bereits ein Jahr zuvor qualifizierte er sich für die deutsche Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik. Sein Titel lautete „Der Bär ist los“.
Bei Carmen Nebel hatte Florian Silbereisen seinen großen Durchbruch. Dabei gilt Michael Jürgens als sein großer Entdecker, der auch sein Manager wurde. Er betreute damals die MDR-Reihe „Feste der Volksmusik“, die von Nebel moderiert wurde. Ihr Nachfolger wurde ab 2004 schließlich Silbereisen. Die beiden waren auf der Aufnahme beim „Sommerfest der Volksmusik“ zu sehen.
In einem früheren Interview (via seenluft24) aus dem Jahr 2000 äußerte sich Silbereisen am Rande eines Auftritts in Lindenau über seinen Erfolg. Zuvor verteilte er Autogramme. Dazu sagte er: „Es sind einige Leute gekommen, obwohl es sehr spät war und die meisten schon heimgegangen sind.“ Als er danach gefragt wurde, wie seine musikalische Laufbahn begann, erzählte er: „Das ist schon Ewigkeiten her. Mit viereinhalb Jahren habe ich schon angefangen, Musik zu spielen.“
Weiter offenbarte er: „Mit sieben Jahren habe ich dann das große Glück gehabt, dass bei uns in Passau in der Musikschule das Bayerische Fernsehens da war. Die haben junge Talente gesucht und haben mich dann von ganz Bayern ausgesucht. Dann bin ich zu einer Sendung gekommen, die heißt: ‚Wie die Alten sungen‘. Die hat der Karl Moik moderiert.“ Im Zuge dessen sei er beim „Musikantenstadl“ eingeladen worden. So sei seine Karriere „ins Rollen gekommen“.
Florian Silbereisen führte ab Februar 2004 durch die „Feste der Volksmusik“. Später wurden daraus seine berühmten „Feste-Shows“, in denen es statt Volksmusik inzwischen vor allem um Schlager geht.
Carmen Nebel beendete Ende 2003 die Reihe, ehe Silbereisen in ihre Fußstapfen trat. Die Ausgaben waren an die jeweiligen Jahreszeiten angepasst. Das Foto entstand 2004 während des Frühlingsfests.
Er war damals gerade mal Anfang 20. In einem Interview mit der Superillu (via Berliner Kurier) sagte er 2024 über seine Anfänge als Moderator, dass er einen schweren Start gehabt habe. Nur wenige hätten an ihn geglaubt: „Im Nachhinein ist das völlig logisch, weil Menschen oft Angst vor Veränderung haben. Es war nichts Persönliches.“
Zudem merkte er an: „Plötzlich war ich einfach nicht mehr der kleine, liebe Florian, den alle mögen, weil er niemandem wehtut, sondern der Showmaster einer Samstagabendshow, die damals nahezu alle großen, etablierten Stars sehr gerne selbst übernommen hätten. Eine ganze Branche hatte schlicht Angst, dass ich etwas kaputt machen könnte. Erfreulicherweise kam es anders, und wir konnten Schlagershows ganz neu erfinden und ganz neu beleben.“
Im Rahmen der Sendung „Das Hochzeitsfest der Volksmusik“ hatte Helene Fischer ihren ersten großen TV-Aufritt bei Florian Silbereisen. Die beiden sangen eine Chanson-Nummer über eine Stadt im Norden Kroatiens: „Komm' mit nach Varaždin, solange noch die Rosen blühen“. Silbereisen kündigte sie folgendermaßen an: „Zum ersten Mal heute Abend im Fernsehprogramm für Sie.“ Der spätere Megastar nannte sich zu dem Zeitpunkt noch Helen Fisher.
Die beiden kamen 2008 offiziell zusammen und galten lange als Traumpaar im Schlagerolymp. 2020 erinnerte er sich in „Florian Silbereisen gratuliert: Herzlichen Glückwunsch Helene!“ für den MDR an den Auftritt von 2005: „Vor 15 Jahren hat alles angefangen. Sie war damals noch völlig unbekannt, hatte keinen Plattenvertrag. Danach bekam sie gleich mehrere Angebote. Nach dem ersten Auftritt hat sie ein bisschen was Nettes über mich gesagt.“ Das klang dann so: „Der Florian ist sowieso toll.“
2006 zeigte sich Florian Silbereisen erstmals auch als Schauspieler. Der ARD-Film hieß „König der Herzen“. Silbereisen übernahm die Hauptrolle als Florian König und mimte einen Journalisten. Hinter der Produktion steckte Karl Spiehs, der bereits mit Roy Black zusammenarbeitete und den Sänger ebenso im Filmgeschäft etablierte.
Im Interview mit dem Tagesspiegel sprach Silbereisen damals über sein Filmdebüt. Er wurde damit konfrontiert, dass „König der Herzen“ in einem Dorf in den Bergen spiele. Beim Titel klinge es danach, als ob er sich selbst spiele. Dazu sagte er schlagfertig: „Nein, einen Journalisten. Wenn alle Journalisten so wären wie ich in dem Film, wäre die Welt noch in Ordnung.“
Florian Silbereisen gründete 2015 die Schlagergruppe Klubbb3. Anfang 2016 erschien mit „Vorsicht unzensiert!“ die erste gemeinsame Platte. Das Trio bestand neben Silbereisen aus Jan Smit und Christoff De Bolle. Die Band pausiert seit 2019. Eine offizielle Trennung gab es nie. Smit kämpfte mit gesundheitlichen Problemen und zog sich damals krankheitsbedingt zurück.
Silbereisen erklärte 2020 der Bild: „Das Wichtigste ist, dass sich Jan jetzt die Zeit nimmt, die er braucht. Alles andere ist nun erst mal völlig unwichtig. Christoff und ich werden immer für ihn da sein, wenn er uns braucht. Wir drei stehen in unserer Klubbb3-WhatsApp-Gruppe in ständigem Kontakt miteinander.“
In der ARD-Show „Heimlich! Die große Schlager-Überraschung“ küssten sich Helene Fischer und Florian Silbereisen noch im März 2018. Die Sendung ging über drei Stunden. Das Branchenmagazin Dwdl zitierte den Moderator vorab zur Sendung: „Ich darf wirklich nichts verraten. Wir müssen alles ganz heimlich vorbereiten, damit ‚Die große Schlager-Überraschung‘ gelingt. Darum haben wir vor dieser Show alle ein bisschen mehr Lampenfieber als sonst.“
Neben der Überraschungsshow ahnte zu diesem Zeitpunkt wohl noch niemand, dass Ende des Jahres die Trennung von Helene Fischer und Silbereisen bekannt werden würde. Der Entertainer erklärte damals auf Facebook (via Spiegel): „Während in den letzten Wochen mal wieder über eine bevorstehende Hochzeit spekuliert wurde, waren wir längst getrennt.“
Helene Fischer betonte auf ihrem eigenen Account: „Wir haben uns 10 Jahre Respekt, bedingungslosen Zusammenhalt, Harmonie, Treue, Freundschaft und Liebe geschenkt und das spiegelt sich jetzt auch in unserer Trennung wider. Wir gehen hier als Freunde gestärkt raus.“ Heute ist sie zweifache Mutter. Nach dem Liebes-Aus mit Silbereisen kam sie mit dem Artisten Thomas Seitel zusammen und gründete mit ihm eine Familie.
Nachdem Florian Silbereisen erstmals 2017 beim „Traumschiff“ als Schiffsoffizier mitwirkte, übernahm er ab 2019 in der berühmten ZDF-Reihe die Rolle des Kapitäns Max Parger. Bis heute spielt er die Figur.
Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (via Rheinische Post) erklärte er im Vorfeld seines Debüts als „Traumschiff“-Kapitän hinsichtlich der kritischen Stimmen: „Ich bin es ja schon gewohnt, ohne Vorschusslorbeeren an den Start zu gehen. Vor meiner ersten Samstagabendshow war das damals genauso. Einige Kollegen haben laut gezweifelt und ihre Auftritte abgesagt. Aber das hat sich erfreulicherweise nach und nach geändert.“
Er betonte mit Blick auf die Trennung von Helene Fischer: „2019 war ein sehr turbulentes, aber auch ein sehr schönes, erfolgreiches und emotionales Jahr. Mit dem ‚Traumschiff‘ hat für mich auch ein neuer Lebensabschnitt begonnen.“
Florian Silbereisen, Ilse DeLange und Toby Gad bildeten 2022 gemeinsam die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“, ehe Dieter Bohlen ein Jahr später zurückkehrte. Silbereisen war bereits 2020 Ersatz-Juror für Xavier Naidoo gewesen. Damals lautete der RTL-Plan, familienfreundlicher zu werden. Dieser Schritt wurde allerdings nicht mit zufriedenstellenden Einschaltquoten belohnt.
Vor dem Start der 19. Staffel sagte Silbereisen im Übrigen der Bild am Sonntag (via Bunte): „Der Shitstorm ist einkalkuliert. ‚DSDS‘ war fast 20 Jahre lang Dieter Bohlen. Seine Fans saßen jeden Samstag vor den Bildschirmen. Jetzt muss die Sendung neu erfunden werden und sie muss neue Fans gewinnen.“ Bei der RTL-Show wollte er „die nächste Helene“ finden. Es gewann allerdings der Sänger Harry Laffontien.