Seit Jahren ohne Ertrag: Wo Windräder in der Eifel abgebaut werden
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Im März 2019 hatte Uli Diederichs, Dezernent der Kreisverwaltung Vulkaneifel, gegenüber dem Volksfreund gesagt: „Wir werden Herrn Temme zeitnah anschreiben und anordnen, dass die Anlagen noch in diesem Jahr rückgebaut werden müssen.“ Kurz zuvor hatte er gesagt: „Die Dinger müssen weg. Sobald wir Rechtssicherheit haben, werden wir die Anlagen wegnehmen. Man kann nicht die Backen aufblasen und dann nicht pfeifen.“ Monate und Jahre später stehen die Brachen noch immer: ein Turm mit abmontiertem und am Boden liegendem Rotor sowie zwei Anlagen, die aber seit Jahren nicht mehr genutzt werden und auch nicht mehr funktionstüchtig sind. Um im Bild zu bleiben: Der Pfiff ist doch ausgeblieben.
Im März 2020 nachgehakt bei Diederichs, weshalb das so ist. Seine Antwort: „Wir haben bewusst von einem Bescheid über einen Rückbau der Anlagen abgesehen, da wir befürchten, auf den Kosten sitzenzubleiben. Und das können und wollen wir dem Steuerbürger nicht zumuten.“ Auf die Frage, wie er darauf komme, sagte Diederichs: „Er (Temme, Anm. d. Red.) hat sich bei anderen Verfahren vor Gericht von Zahlungspflichten befreit.“
Im September 2020, also vor sechs Jahren, keimte nochmals Hoffung auf: Der damalige Landrat Heinz-Peter Thiel, Walsdorf-Zilsdors Ortsbürgermeister Horst Well, Mitarbeiter der Kreisverwaltung und ein potenzieller Interessent für das Areal hatten sich vor Ort getroffen. Dabei war über mögliche Lösungen gesprochen worden. Aber nicht über Repowering, also die Ersetzung der Brachen durch neue, leistungsstärkere Anlagen. Denn dafür hätte eine komplett neue und aufwendige Genehmigung beantragt werden müsste. Es ging um die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen. Aber daraus wurde auch nichts. Nun der Vorstoß des Kreises zum endgültigen Rückbau der Anlagen.