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Bis zuletzt dem Schauspiel treu geblieben: Michael Mendl stribt im Alter von 82 Jahren
Zu den Todesumständen des Stars ist noch kaum etwas bekannt. Seine Agentin teilte der "Süddeutschen Zeitung" mit, er sei im Alter von 82 Jahren "friedlich eingeschlafen".
Auf der Bühne und vor der Kamera zeigte Michael Mendl bis zuletzt großen Einsatz - auch wenn sein Körper ihm immer wieder Grenzen setzte. So hat er unter anderem noch vor kurzer Zeit bei den "Ein starkes Team"-Dreharbeiten zu der Folge "Abgeschleppt" mitgewirkt. Dort ist er in der Rolle des Gerhard Trojektzkis zu sehen.
Mehrere Krebserkrankungen machten ihm seit 2007 zu schaffen. Mit seinem Schicksal ging der Schauspieler jedoch erstaunlich offen um. Schon 2016 sprach er von einem Abschied von den ganz großen Rollen und sagte: "Ich glaube, meine Abstinenz ist die Strafe dafür, dass ich früher zu viel gemacht habe."
Sein Privatleben hielt Mendl weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Über 20 Jahre teilte er sein Leben mit Carolin Fink, mit der er zwei Kinder hat. Ein weiterer Sohn stammt aus seiner Ehe.
Durchbruch durch "Tatort": Michael Mendls Karriere
Vom Ruhrgebiet über Wien bis nach Berlin: Michael Mendls Lebensweg war von vielen Stationen geprägt. 1944 als unehelicher Sohn eines katholischen Priesters in Lünen geboren, wuchs er zunächst im Ruhrgebiet auf. Den Namen Mendl hat ihm sein Stiefvater gegeben.
Seine Schauspielausbildung führte ihn zunächst nach Wien und anschließend an die Folkwangschule in Essen. Seine erste TV-Rolle war eine Schießbuden-Figur in der "Kommissar"-Folge "Die Kusine" (1975). Den entscheidenden Karriereschub brachte 1989 der "Tatort", bevor Mendl ab 1992 in "Leise Schatten" auch auf der Kinoleinwand zu sehen war. Damit startete seine Filmkarriere im Alter von 49 Jahren vergleichsweise spät - doch der Schauspieler sollte sich schnell als feste Größe in der deutschen TV-Landschaft etablieren. Bis zu seinem Tod spielte er in über 180 Produktionen mit - darunter Serien wie "Der Alte", "Ein starkes Team", "Tierärztin Dr. Mertens", usw..
Eine seiner eindrucksvollsten Leistungen zeigte Michael Mendl 2003 als † Willy Brandt im ARD-Zweiteiler "Im Schatten der Macht". Die Darstellung des ehemaligen Bundeskanzlers brachte ihm 2004 die Goldene Kamera in der Kategorie "Bester deutscher Schauspieler" ein - für Mendl selbst war es die "Rolle meines Lebens". Auch Jahre später blieb seine Leistung unvergessen: 2024 wurde der Schauspieler mit dem Götz-George-Preis für sein Lebenswerk geehrt.