SEK jagt Teenager durch Nordrhein-Westfalen: Mutter des 17-Jährigen glaubt im RTL-Gespräch an seine Unschuld
Eltern gewähren RTL private EinblickeSEK jagt 17-Jährigen durch NRW – Mutter glaubt an Unschuld ihres Sohnes „Er hätte so was nicht machen können“ Kinderbilder, Urlaubserinnerungen, Lego und Aufnahmen vom Boxtraining: Izabela N. und Stiefvater Georg wollen RTL zeigen, wie sie ihren Sohn kennen. Als einen Jugendlichen, der seinen Realschulabschluss geschafft hat, Sport liebt und eine Ausbildung zum Maurer beginnen wollte. „Er ist in der Schule sehr gut gewesen. Gute Zeugnisse“, sagt seine Mutter. Was ihrem Sohn heute vorgeworfen wird, bezeichnet Izabela als „total absurd“. Für sie steht fest: „Das ist bestimmt nicht er gewesen. Er hätte so was nicht machen können.“ Auch ihr Familienleben beschreibt die 40-Jährige als eng. Gemeinsam würden sie Karten spielen, kochen und Ausflüge unternehmen. Wenn Zeit sei, versuche die Familie, möglichst viel daraus zu machen und auch offen über Probleme oder schöne Erlebnisse zu sprechen. Izabelas Fazit: „Wir sind eine ganz normale Familie.“ Lese-Tipp: Polizei fahndet mit Großaufgebot nach Terror-Teenie (17) Der Jugendliche steht im Verdacht, innerhalb von zwölf Tagen sieben bewaffnete Raubüberfälle begangen zu haben. Nach RTL-Recherchen soll sein Handy an den Tatorten eingewählt gewesen sein. Bei den Taten wurde eine Waffe eingesetzt, in einem Fall soll der Täter damit auf einen Tankstellenmitarbeiter eingeschlagen haben. Für die Eltern passt diese Brutalität nicht zu ihrem Sohn. Auch Geldprobleme habe er ihres Wissens nicht gehabt. RTL darf auch einen Blick in das Kinderzimmer des Tatverdächtigen werfen: Hochbett, Computer, Lego und Hanteln. Der 17-Jährige sei leidenschaftlicher Boxer gewesen, die Familie habe ihn zu seinen Kämpfen begleitet. Bei der Durchsuchung hätten die Beamten nach Aussage von Stiefvater Georg lediglich Schuhe des Jugendlichen aus dem Zimmer mitgenommen. SEK sprengt morgens die Haustür auf Als das SEK am Freitag (7. August) gegen 6 Uhr anrückt, sind Mutter Izabela und ihre Tochter nicht zu Hause. Sie befinden sich zu diesem Zeitpunkt in Polen. Georg ist nach eigener Aussage mit dem 17-Jährigen zu Hause. Dann sprengen die Spezialkräfte die Haustür auf. „Ganz laut, ganz laut geschrien: Polizei, auf den Boden“, schildert Georg den Moment. „Ich war fassungslos. Ich wusste gar nicht, was geht hier ab.“ Er habe gezittert und zunächst überhaupt nicht gewusst, weshalb das SEK das Haus stürmte. Erst später habe er erfahren, dass die Beamten seinen Stiefsohn suchten. Video-Tipp: Teenager (14) kassiert Radfahrer ab – sonst droht ihnen DIESE Strafe! Während des Einsatzes bemerkt Georg nach seiner Schilderung schließlich, dass der Jugendliche nicht mehr da ist. In dessen Zimmer steht das Fenster offen. Wie genau der 17-Jährige das Haus verlassen hat, weiß der Stiefvater nicht. Warum er vor der Polizei geflohen sein könnte, erklärt sich Georg mit einer früheren Erfahrung seines Stiefsohns mit der Polizei. Nach einer Festnahme im Zusammenhang mit einer Schlägerei habe der Jugendliche Angst vor der Polizei entwickelt und laufe weg, sobald Beamte auftauchten. Izabela erfährt während ihres Aufenthalts in Polen von dem Einsatz. Noch am selben Tag kehrt sie zurück. „Umarmen. Nur umarmen“ Inzwischen befindet sich der 17-Jährige in Gewahrsam. Seine Familie wartet darauf, ihn besuchen zu dürfen. Einen Brief haben Mutter und Stiefvater bereits geschrieben. Darin wollen sie ihm vor allem vermitteln, „dass wir mit ganzem Herzen mit ihm dabei sind“, erzählt Georg. Lese-Tipp: Blutige Attacke auf Schausteller! Polizei schnappt drei Jugendliche Der Familie gehe es seit dem Einsatz sehr schlecht. Izabela habe viel geweint, sagt Georg. Noch immer kann die Mutter nicht glauben, dass ihr Sohn für die Taten verantwortlich sein soll. Was beim ersten Besuch passieren soll, weiß Georg dagegen schon ganz genau: „Erst mal umarmen. Umarmen. Nur umarmen.“ Ali Mojab, der Anwalt des Jugendlichen, sagt zu RTL: „Stand jetzt werden ihm sieben Raubüberfälle auf Tankstellen vorgeworfen.“ Es sei zu prüfen, ob ihm tatsächlich auch alle sieben Raubüberfälle nachgewiesen werden können. Der Anwalt beschreibt, dass die Tatvorwürfe nicht spurlos an ihm vorbeigingen. „Er ist noch sehr jung und es wird auch Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen.“ Der Sühnegedanke sei zweitranging, denn „in erster Linie zählt der Erziehungsgedanke.“ Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche