Selbst der Bürgermeister ging leer aus: Tickets für besonderen Weihnachtsmarkt in drei Stunden ausverkauft
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Selbst der Bürgermeister ging leer aus: Tickets für besonderen Weihnachtsmarkt in drei Stunden ausverkauft
Von: Martina Lippl
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Alle 8500 Karten waren ruckzuck weg. Und das im Vorverkauf. Das Buchungssystem machte nach drei Stunden dicht.
Wasseralfingen – Von Weihnachten und der festlichen Vorfreude ist an manchen Orten eigentlich noch wenig zu spüren. Wer denkt bei Sonnenschein und über 25 Grad schon an den Besuch eines Weihnachtsmarktes? Offenbar haben Tausende einen Weihnachtsmarkt in Wasseralfingen bei Aalen aber schon längst auf dem Schirm. Tief unter der Erde, in den festlich geschmückten Sandsteinhallen eines alten Bergwerks, findet der Weihnachtsmarkt im „Tiefen Stollen“ statt. Das klingt nach einem Märchen, doch hier hört die Romantik dann auf, jedenfalls beim Vorverkauf. Um ein Ticket zu ergattern, zählte Schnelligkeit. Der Bürgermeister scheiterte.
Der unterirdische Weihnachtsmarkt findet dieses Jahr vom Donnerstag (3. Dezember) bis Sonntag (6. Dezember) statt. Die 8500 Karten für die Einfahrt mit der Grubenbahn unter Tage waren jedoch schon in kürzester Zeit vergriffen.
Der Ticketvorverkauf startete am Donnerstag (1. Oktober) um 10 Uhr. Gegen 13 Uhr wollte auch Bürgermeister Bernd Schwarzendorfer zuschlagen und scheiterte. Auf der Internetseite des Online-Buchungssystems sei er nicht weitergekommen, erzählt er am Donnerstagabend im Gemeinderat, wie die Schwäbische Zeitung berichtet.
In diesem Jahr führte die Stadt Aalen ein neues Online-Buchungssystem ein, das Besuchern feste Zeitfenster für die Einfahrt in das Bergwerk garantiert, heißt es auf der Webseite. „Kein Frieren mehr beim Anstehen!“, hatte Schwarzendorfer bei der Ankündigung des Systems versprochen. Nun sind alle 8500 Tickets für die Einfahrt zum Weihnachtsmarkt im Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ ausverkauft. Der Hype um einen anderen Weihnachtsmarkt in Süddeutschland, wirft unterdessen jetzt schon seine Schatten voraus.
„Das ist ein toller Erfolg“, kommentierte Schwarzendorfer den Ansturm, auch wenn er selbst leer ausgeht. Im Gemeinderat verwies Bürgermeister Schwarzendorfer zudem darauf, dass Busunternehmen Karten zurückgeben könnten. An den Veranstaltungstagen sind möglicherweise vor Ort noch Restkarten erhältlich (Stand 1. Oktober 2026), teilt die Stadt Aalen mit. Je nach Auslastung könnten zudem weitere Kontingente freigegeben werden. Es gäbe jedoch keine Garantie.
Es lohnt sich auch, ohne Ticket zu kommen. Das „Gelände über Tage“ verwandelt sich, laut der Stadt Aalen, in einen Weihnachtsmarkt mit dekorierten Holzhütten, Speisen und warmen Getränken. Dieser Weihnachtsmarkt sei ohne Eintrittskarte frei zugänglich (Donnerstag bis Samstag von 11 bis 21 Uhr, Sonntag von 11 bis 19 Uhr).