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Selenskyj: Erwarten bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten in Russland

Allgemein

Putins Armee baut bei ihrem Angriffskrieg auf Militärhilfe aus Nordkorea. Schickt Pjöngjang nun noch mehr Soldaten als bisher angenommen? Kiew befürchtet das – und richtet einen Appell an Südkorea. Die ukrainische Staatsführung rechnet nach eigenen Angaben damit, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. "Nun wurde die Entscheidung getroffen, 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf russischem Territorium einzusetzen", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag auf der Online-Plattform X. Im Juli hatte er unter Berufung auf Geheimdienstberichte noch von 30.000 weiteren nordkoreanischen Soldaten gesprochen, nun nannte er statt dieser Zahl die deutlich größere Spanne. Selenskyjs Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen, die Quelle für seine Darstellung ließ er offen. Laut dem Präsidenten stellt Nordkoreas Engagement im Ukraine-Krieg auch eine Gefahr für asiatische Staaten dar. "Es ist völlig klar, dass Nordkorea seine Erfahrungen in der modernen Kriegsführung weiter ausbauen, von Russland Lizenzen und alle möglichen militärischen Mittel bekommen wird", schrieb der ukrainische Präsident weiter. Selenskyj hofft auf engere Zusammenarbeit mit Südkorea Die Ukraine hoffe insbesondere auf eine engere Zusammenarbeit mit Südkorea. Konkret wünscht sich Selenskyj von der Regierung in Seoul Unterstützung bei Luftverteidigungssystemen. Im Gegenzug sei man dazu bereit, im Bereich Drohnen zusammenzuarbeiten, wo die Ukraine im Zuge des viereinhalbjährigen Kampfes gegen die russischen Invasoren viele Erfahrungen gesammelt hat. Zwar hat Südkorea die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 politisch unterstützt und sich auch den internationalen Sanktionen gegen Russland weitgehend angeschlossen. Doch während das Land Waffensysteme an Polen und andere Nato-Mitglieder exportiert, verkauft es diese nicht direkt an die Ukraine. Südkoreas amtierender Präsident Lee Jae Myung befindet sich in einem Dilemma: Er sucht einerseits eine nähere Anbindung an die Europäische Union sowie die Nato. Gleichzeitig möchte er die Beziehungen seines Landes mit Nordkorea verbessern. Empfehlungen der Redaktion Vučić und Selenskyj wollen enger zusammenarbeiten Oreschnik: Was über Moskaus Rakete bekannt ist Ukrainische Drohne dringt im Nato-Staat Bulgarien ein Vorjahr: Rund 15.000 Soldaten aus Nordkorea unterstützten Russland Nordkorea hatte sich bereits im Vorjahr mit schätzungsweise bis zu 15.000 Soldaten am Krieg Russlands gegen die Ukraine beteiligt. Die Soldaten unterstützten die russische Armee dabei, von der Ukraine in einer Überraschungsoffensive bei Kursk kontrollierte Gebiete zurückzuerobern. Dabei wurden nach offiziell unbestätigten Schätzungen mindestens 2.000 Nordkoreaner getötet. Moskau und Pjöngjang verbindet ein Vertrag über strategische Partnerschaft. Die Außenminister beider Länder bekräftigten die enge Kooperation ihrer Länder erst vor wenigen Wochen. (dpa/bearbeitet von ali)

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