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Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an

Allgemein

Ukraine-News

Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an

von MDR AKTUELL

Stand: 15.10.2026 19:09 Uhr

Selenskyj: Angriffe auf russische Raffinerien werden wieder aufgenommen

Explosion auf Tanker: Rumänien prüft möglichen Drohnenangriff

Kiew: Starlink-Verbindung wieder bei bis zu 160 km/h möglich

Ukraine-Krieg: Rückblick +++ Hintergründe und Podcast

Ukraine fehlen 40 Milliarden Dollar für Militärbedarf

Der Ukraine fehlen nach Angaben von Finanzminister Serhij Martschenko für das Jahr 2027 rund 40 Milliarden Dollar für Militärbedarf, der nicht im Haushalt ausgewiesen ist. Zudem müsse die Regierung Mittel zur Deckung eines Haushaltsdefizits von 32,6 Milliarden Dollar finden, erklärte er nach einer Konferenz von IWF und Weltbank. Die internationalen Partner seien jedoch bereit, an Lösungen für die Finanzierungsbedarfe der Ukraine zu arbeiten. (Quelle: Reuters)

Merz fordert zusätzliche Ukraine-Unterstützung

Beim EU-Gipfel in Brüssel hat Bundeskanzler Friedrich Merz zusätzliche Mittel zur Unterstützung der Ukraine gefordert. Der CDU-Politiker habe bei Treffen am Rande des Gipfels dafür plädiert, "dass wir alles tun, um der Ukraine auch über den Winter zu helfen, und auch im nächsten Jahr zu helfen", sagte der Kanzler in Brüssel. "Wir sehen eine immer rücksichtsloser werdende Angriffswelle aus Russland gegen die Ukraine", betonte Merz. (Quelle: AFP)

Angriffe auf Energieanlagen: Nahender Winter macht Ukrainern zu schaffen

Russland greift fast täglich Energieanlagen in der Ukraine an, eine Energie-Waffenruhe ist nicht in Sicht. Die Strom- und Wasserausfälle machen den Menschen zu schaffen. Sie versuchen, sich für den Winter zu wappnen. Hören Sie dazu eine Reportage aus Kiew.

Drei Tote nach Drohnenangriffen in der Zentralukraine

Im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad sind infolge russischer Drohnenangriffe mindestens drei Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz bei Telegram mit.

Demnach dauerten die Angriffe über zehn Stunden. Einschläge habe es in der Gebietshauptstadt Kropywnyzkyj in Logistikzentren, Lagerhallen und Wohnhäusern gegeben. Auch die Transportinfrastruktur in der Region sei angegriffen worden. (Quelle: dpa)

Update: Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an

Die Ukraine will ihre Angriffe auf russische Öl-Raffinerien wieder aufnehmen. Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj in der "Financial Times" an. "Die Blockade ist aufgehoben. Wir sind damit durch", erklärte er.

Die Ukraine hatte die Angriffe Selenskyj zufolge Anfang der Woche für zwei Tage ausgesetzt, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe beider Kriegsparteien bei Angriffen auf Energieanlagen angekündigt hatte. Russland griff Berichten zufolge aber dennoch weiter ukrainische Energieanlagen an.

Russland hatte bereits am Mittwoch neue ukrainische Angriffe auf Ölverarbeitungsanlagen in den Gebieten Rjasan und Saratow gemeldet. Aus Rjasan wurde heute eine weitere Drohnenattacke gemeldet. (Quellen: Reuters, dpa)

Großbritannien gibt 17 Millionen Pfund für Reparaturen in Tschernobyl

Die britische Regierung stellt 17 Millionen Pfund für Reparaturen am ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl bereit. Das Geld soll nach Angaben aus London für die Instandsetzung der Schutzhülle und des Belüftungssystems verwendet werden. Ein russischer Drohnenangriff hatte die Schutzhülle des stillgelegten Kraftwerks im vergangenen Jahr beschädigt. In Tschernobyl hatte sich 1986 der schwerste Atomunfall der Geschichte ereignet. (Quelle: Reuters)

Bericht: USA wollen eingefrorenes russisches Staatsvermögen für Friedensgespräche nutzen

Die USA haben europäischen Staaten einem Medienbericht zufolge vorgeschlagen, einen Teil des eingefrorenen russischen Staatsvermögens freizugeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Finanzinstrument zu übertragen. Damit sollten die festgefahrenen Friedensgespräche über die Ukraine wiederbelebt werden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Europäische Vertreter hätten den Vorschlag der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zurückgewiesen. (Quelle: Reuters)

Rumänien untersucht möglichen Drohnenangriff auf Tanker im Schwarzen Meer

Nach einer Explosion auf einem Tanker vor der rumänischen Schwarzmeerküste untersuchen die Behörden die Ursache. Ob das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff "Yara J" von einer Drohne getroffen wurde, ist nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruta unklar. Die rumänische Luftabwehr habe keine Drohne auf dem Weg zu dem Schiff registriert.

Die 17 Besatzungsmitglieder konnten den anschließenden Brand selbst löschen. Niemand wurde verletzt. Der unbeladene Tanker war nahe der ukrainischen Grenze vor Anker gelegen und ist nun auf dem Weg zum Hafen Constanta. Dort soll die Brandursache untersucht werden. (Quellen: Reuters, AFP, dpa)

Ukraine meldet Verbesserung der Starlink-Verbindungen nach Einschränkungen

Nach erheblichen Einschränkungen bei der Satellitenkommunikation hat das ukrainische Verteidigungsministerium eine Verbesserung der Starlink-Verbindungen gemeldet. Empfangsgeräte könnten nun auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde wieder eine Verbindung halten. Zuvor hatten die Störungen nach ukrainischen Angaben Drohneneinsätze scheitern lassen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den US-Unternehmer Elon Musk aufgefordert, die Verbindungen wiederherzustellen. Musk verwies darauf, dass das militärische Satellitensystem Starshield von der US-Regierung kontrolliert werde. Beschränkungen bei Geschwindigkeit und Nutzung würden vom US-Militär und letztlich vom Präsidenten festgelegt. (Quellen: Reuters, AFP)

Ukraine-News am Mittwoch, 14. Oktober 2026

ARD-Korrespondent: Entwicklung in Sachsen-Anhalt bereitet Ukrainern Sorge

US-Senatoren fordern Ende von Trumps Diesel-Deal mit Russland

Ukraine-Botschafter kritisiert AfD-BSW-Antrag zum Ende der Ukraine-Hilfe

Selenskyj fühlt sich durch Trumps Russland-Politik betrogen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fühlt sich durch den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Russland und dessen jüngste Entscheidungen im Ukraine-Krieg betrogen. Auf eine entsprechende Frage des britischen Moderators Piers Morgan antwortete Selenskyj mit Ja. Es sei schmerzhaft, wenn Trump nicht die Seite der Ukraine wähle. Das sei "nicht die richtige Seite der Geschichte".

Selenskyj kritisierte auch Trumps Ankündigung einer Energie-Waffenruhe, auf die weitere russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gefolgt seien. Die Ukraine könne sich keine Schwäche erlauben, betonte er. Es gehe nicht um Geschäfte, sondern um das Überleben seines Landes. (Quelle: dpa)

Le Pen fordert Ende der französischen Finanzhilfen für die Ukraine

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hält eine weitere finanzielle Unterstützung der Ukraine durch Frankreich für nicht tragbar. "Wir können die Ukraine nicht mehr finanzieren", sagte sie vor Journalisten in Brüssel. Zur Begründung verwies Le Pen auf die angespannte Wirtschaftslage Frankreichs. Das Land habe ein hohes Haushaltsdefizit und ein schwaches Wirtschaftswachstum. (Quelle: Reuters)

Brand in weiterer Starlink-Anlage in Bulgarien: Sabotage vermutet

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine Starlink-Anlage in Polen ist auch in Bulgarien eine Bodenstation des Satelliteninternetdienstes in Brand geraten. Regierungschef Rumen Radew bestätigte den Vorfall nahe Sofia. Nach Angaben der Opposition sollen am 9. Oktober elf von 17 Antennen vorsätzlich angezündet worden sein. Der bulgarische Geheimdienst geht von Sabotage aus.

Bulgarischen Medien zufolge wurden zwei Verdächtige mit deutschen Pässen festgenommen. Eine mögliche Verbindung zum Anschlag auf eine Starlink-Anlage in Polen wird geprüft. Dort waren am Dienstag zwei mutmaßliche Täter in Deutschland festgenommen worden. Die polnische Regierung vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat. Starlink ist für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte von großer Bedeutung. (Quelle: dpa)

Ukrainische Behörden haben in der Region Charkiw einen russischen Soldaten festgenommen, der fünf ukrainische Soldaten hinter der Front erschossen haben soll. Nach Angaben des ukrainischen Innenministers Iwan Wyhowskyj wird geprüft, ob der Verdächtige einem russischen Aufklärungs- und Sabotagetrupp angehörte. Zur Tarnung soll er Zivilkleidung getragen haben.

Die fünf Soldaten waren am Dienstag in einem Wohnhaus im frontnahen Ort Momotowe erschossen worden. Der Festgenommene steht zudem im Verdacht, zuvor einen Angler getötet zu haben, weil er offenbar befürchtete, entdeckt zu werden. (Quelle: dpa)

Russland wirft der Ukraine Angriffe auf zwei Raffinerien vor – Ukraine widerspricht

Russlands Energieminister Alexander Nowak wirft der ukrainischen Armee Angriffe auf zwei Raffinerien vor. Nowak sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge, Ölverarbeitungsanlagen in den Gebieten Rjasan und Saratow seien attackiert worden. Unabhängige Bestätigungen für seine Aussagen gab es nicht.

In der Ukraine wurde Nowaks Äußerung als Falschinformation bezeichnet. Der Kommunikationsberater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Dmytro Lytwyn, sagte dem Nachrichtenportal "Ukrajinska Prawda", Raffinerien seien nicht angegriffen worden. Einen erfolgreichen Angriff habe es hingegen auf ein Datenverarbeitungszentrum gegeben. (Quelle: dpa)

EU überweist Ukraine Milliardensumme für Drohnen und Raketen

Die EU hat der Ukraine fast 2,9 Milliarden Euro für den Kauf von Rüstungsgütern überwiesen. Das teilte die Kommission in Brüssel mit. Mit dem Geld sollen unter anderem Drohnen und Luftabwehrraketen beschafft werden.

"Diese Mittel werden der Ukraine helfen, ihren dringenden Bedarf auf dem Schlachtfeld zu decken und ihre Verteidigungsfähigkeit gegen den russischen Angriffskrieg zu stärken", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. (Quelle: dpa)

Fünf ukrainische Soldaten sind nach Behördenangaben hinter der Front bei Charkiw von einem Unbekannten erschossen worden. Nach dem Täter werde gefahndet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine mit. Ermittelt werde in mehrere Richtungen.

Insbesondere werde geprüft, ob der Schütze zu einem Aufklärungs- und Sabotagetrupp der russischen Armee gehören könnte. Die Tat ereignete sich demnach am Dienstag in einem Wohnhaus im Landkreis Charkiw im Osten des Landes. (Quelle: dpa)

ARD-Korrespondent: Entwicklung in Sachsen-Anhalt bereitet Ukrainern Sorge

Die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt beschäftigt nach Informationen von ARD-Korrespondent Niels Bula in Kiew auch die Menschen in der Ukraine. Bula sagte MDR AKTUELL, es gebe die Sorge vor negativen Auswirkungen auf die finanzielle und militärische Unterstützung. Die AfD gelte in der Ukraine als pro-russische Partei, die Kreml-Propaganda verbreite.

Der Landtag in Sachsen-Anhalt hatte heute in einer Sondersitzung einen gemeinsamen Antrag von AfD und BSW beschlossen. Darin wird ein sofortiges Ende sämtlicher Ukraine-Hilfen verlangt. Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich gewonnen. Im Dezember will AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten antreten. (Quelle: MDR)

Polizei: 20 Bangladescher an der Front im Ukraine-Krieg gestorben

Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben der Polizei in Bangladesch mindestens 20 Staatsangehörige des südasiatischen Land getötet worden. Ermittelt wird demnach wegen Menschenhandel. Die Getöteten sollen vorher unter falschen Arbeitsversprechen nach Russland gelockt worden sein. Vorläufige Untersuchungen hätten ergeben, dass sie eigentlich kriegsuntauglich gewesen und als "Köder" an die Front geschickt worden seien.

Mitglieder eines international operierenden Schleusernetzwerks hätten die Betroffenen mit Hilfe lokaler "Agenten" als Bauarbeiter angeworben. Nach ihrer Ankunft seien sie jedoch gedrängt worden, ein dreiwöchiges Training zu absolvieren, das sie für den Kriegseinsatz vorbereiten sollte. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Nach Polizeiangaben wurden zwei mutmaßliche Mitglieder der Schleuserbande inzwischen festgenommen. (Quelle: dpa)

Tote im westukrainischen Luzk

Durch russische Drohnenangriffe sind in der westukrainischen Großstadt Luzk mindestens sechs Menschen getötet worden. Etwa ein Dutzend weitere Menschen sei verletzt worden, teilte die Militärverwaltung des Gebiets Wolhynien in sozialen Netzwerken mit. Demnach gerieten ein Wohnheim und ein Lebensmittelgeschäft in Brand, zudem wurde ein Wohngebäude im Stadtzentrum beschädigt. Luzk ist etwas mehr als 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. (Quelle: dpa)

Ukraine meldet Rückeroberung von 16 Dörfern in Donezk

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei ihrer Gegenoffensive in der ostukrainischen Region Donezk inzwischen 16 Dörfer von russischen Truppen zurückerobert. Zuletzt seien drei weitere Ortschaften befreit worden, sagte Brigadegeneral Andrij Bilezkyj. Das zurückeroberte Gebiet umfasse nun 277 Quadratkilometer. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt bislang nicht vor.

Die Offensive richtet sich gegen russische Stellungen nördlich der strategisch wichtigen Stadt Slowjansk. Bilezkyj erklärte, Russlands Ziel einer vollständigen Eroberung der Regionen Donezk und Luhansk werde auf absehbare Zeit nicht erreicht. Die Gegenoffensive ist Teil eines Einsatzes des Dritten Armeekorps der Ukraine, das die russischen Truppen in dem Gebiet zurückdrängen soll. (Quelle: Reuters)

Prozess um Nord-Stream-Anschlag hat begonnen

Rund vier Jahre nach dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat in Hamburg der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter begonnen. Der 50 Jahre alte Ukrainer Serhij K. muss sich vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts unter anderem wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens verantworten. (Quelle: dpa)

Selenskyj beklagt fehlende Vorwarnung bei Raketenangriff auf Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert, dass es bei dem russischen Raketenangriff auf Kiew keine Warnungen von Verbündeten gegeben habe. Selenskyj erklärte, wie schon am Vortag hätten die internationalen Partner auch diesmal keine Hinweise auf einfliegende Raketen gegeben.

Das ukrainische Nachrichtenportal "The Kyiv Independent" berichtete, unmittelbar nach Auslösung des Luftalarms seien schon die ersten Explosionen in der Millionenmetropole zu hören gewesen.

Selenskyj betonte, es sei "überhaupt nicht gerecht", wenn Russland Energieanlagen zerstöre "und die Ukraine nicht einmal Warnungen vor dem Start von ballistischen Raketen erhält". Es sei wichtig, dass die USA sehen würden, was vor sich gehe und wer Schuld daran habe, dass der Krieg weitergehe. (Quelle: dpa)

Bei einem erneuten russischem Angriff mit ballistischen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. Ein neunstöckiges Wohnhaus wurde getroffen und geriet in Brand.

Zuvor hatte eine russische Rakete nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Heizkraftwerk in Kiew getroffen. (Quellen: dpa, AFP, Reuters)

Russland meldet ein Todesopfer nach Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Oblast Saratow ist nach russischen Angaben ein Mensch getötet worden. In der Stadt Balakowo an der Wolga seien außerdem Häuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Roman Busargin auf Telegram mit, ohne weitere Details zu nennen.

In Balakowo gibt es ein Kernkraftwerk und ein Wasserkraftwerk, dessen Staudamm die Wolga überspannt. (Quelle: Reuters)

Zwölf US-Senatoren fordern Ende von Trumps Diesel-Deal mit Russland

Zwölf US-Senatoren von Republikanern und Demokraten haben Präsident Donald Trump aufgefordert, seine Vereinbarung über russische Diesellieferungen rückgängig zu machen. In einem gemeinsamen Brief bezeichneten sie den Deal als "Verrat" an der Ukraine und den Verbündeten der USA. Zu den Unterzeichnern gehören sechs Republikaner, darunter der frühere Senatsvorsitzende Mitch McConnell.

Die Senatoren warnen, dass Russland durch die Lieferungen zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung seines Angriffskriegs gegen die Ukraine erhalten könnte. Zugleich bezweifeln sie, dass der Deal die hohen Kraftstoffpreise in den USA spürbar senken wird. Trump hatte die Vereinbarung mit Kreml-Chef Wladimir Putin am Freitag bekannt gegeben. (Quelle: AFP)

Ukraine-Botschafter empört über AfD-BSW-Antrag von Magdeburg

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makeiev, hat den geplanten Beschluss im Magdeburger Landtag zu den Ukraine-Hilfen kritisiert. In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach Makeiev von einem "Gipfel der Absurdität". Zur Forderung nach einem Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine sagte der Diplomat, damit würden denjenigen die Waffen weggenommen, die sich verteidigten. Damit helfe man dem Mörder.

Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt befasst sich heute in einer außerplanmäßigen Sitzung mit einem gemeinsamen Antrag von AfD und BSW zum Ende der Ukraine-Hilfe. (Quelle: epd)

EU startet weitere Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau

Die Europäische Union hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau ausgeweitet. Bei Konferenzen in Luxemburg wurden Gespräche über zwei weitere Themenbereiche eröffnet. Dabei geht es um den europäischen Binnenmarkt sowie um Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum. Die irische EU-Ratspräsidentschaft sprach mit Blick auf die Ukraine von einem weiteren Meilenstein.

Beide Länder müssen für einen EU-Beitritt noch umfangreiche Reformen umsetzen. Vor allem bei der Korruptionsbekämpfung sehen Experten in der Ukraine weiterhin erheblichen Nachholbedarf. Mit einem Abschluss der Beitrittsverhandlungen wird dort frühestens im kommenden Jahrzehnt gerechnet. (Quellen: AFP, dpa)

Ukraine-News am Dienstag, 13. Oktober 2026

Offener Streit zwischen Selenskyj und Klitschko

Mutmaßliche Saboteure nach Starlink-Anschlag festgenommen

Bulgarien: Zwei Schiffe von Drohnen getroffen

Mindestens 25 Verletzte nach Angriff auf Universität

Aus mehreren ukrainischen Städten wurden russische Luftangriffe gemeldet. An einer Universität in Riwne wurden mindestens 25 Studenten verletzt. Nach Angaben der Nationalpolizei wurden auch mehrere Mitarbeiter der Universität verletzt. Auch weitere umliegende Gebäude und Autos seien beschädigt worden.

Offener Streit zwischen Selenskyj und Klitschko

Angesichts anhaltender russischer Angriffe auf Kiew ist offener Streit zwischen Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Vorbereitungen auf den Winter ausgebrochen. Der Staatschef warf der Verwaltung der Hauptstadt vor, bei der Vorsorge gegen weitere Angriffe auf die Energieversorgung hinter anderen Regionen zurückzubleiben.

Die Umsetzung der Notfallpläne sei "praktisch im ganzen Land weiter fortgeschritten als in Kiew", so Selenskyj. Die Bewohner der Hauptstadt bekämen dies zu spüren, "wenn schon einzelne Treffer von Schahed-Drohnen in weiten Teilen Kiews Strom- und Wasserausfälle verursachen", fügte Selenskyj mit Blick auf die von Russland verwendeten Drohnen iranischer Bauart an. Klitschko wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Kritik als "unbegründet". Er warf dem Präsidenten vor, die kommunale Selbstverwaltung zu "zerstören" und ihn als Bürgermeister absetzen zu wollen.

Russische Behörden nehmen japanischen Journalisten fest

Der russische Geheimdienst FSB hat einen japanischen Journalisten der Zeitung "Hokkaido Shimbun" unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen. Die Festnahme sei im Gebiet um die Insel Sachalin im Fernen Osten des Landes erfolgt, meldeten russische Staatsmedien unter Berufung auf den Geheimdienst. Der Mann sei nach Moskau gebracht worden, wo ein Gericht zunächst zwei Monate Untersuchungshaft anordnete.

Der Reporter soll den Angaben nach Material über die Teilnahme von Einwohnern der Kurilen-Inseln am russischen Krieg gegen die Ukraine gesammelt haben. Auf der zur Provinz Sachalin gehörenden Inselgruppe leben nur etwas mehr als 20.000 Menschen. Die Kurilen sind eine fischreiche Inselgruppe im Pazifik, die die Sowjetunion am Ende des Zweiten Weltkriegs von Japan erobert hat.

Zwei weitere Festnahmen nach Starlink-Brand

Im Zusammenhang mit dem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen sind einem Bericht zufolge zwei weitere Verdächtige in Deutschland festgenommen worden. In Berlin sei eine Frau festgenommen worden, berichtete der polnische Radiosender RMF FM. Ein weiterer Verdächtiger sei an einem nicht näher genannten Ort in Deutschland gefasst worden. Die Frau stehe im Verdacht, als Fahrerin für zwei bereits zuvor festgenommene Beschuldigte agiert zu haben. Die Staatsanwaltschaft werde nun das Ausmaß ihrer Beteiligung prüfen. Die Rolle des festgenommenen Mannes sei ebenfalls Gegenstand von Ermittlungen. Angaben zur Nationalität der Verdächtigen machte der Radiosender nicht.

Mutmaßliche Saboteure nach Starlink-Anschlag festgenommen

Die zwei festgenommenen Männer, die in Polen einen Brandanschlag auf die Bodenstation des Satellitennetzes Starlink verübt haben sollen, sitzen in Untersuchungshaft. Gegen die mutmaßlichen Täter habe das Amtsgericht Nürtingen die bestehenden Europäischen Haftbefehle eröffnet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das baden-württembergische Landeskriminalamt mit. Dem Duo wird von Polen laut Mitteilung vorgeworfen, am 23. September 2026 für einen ausländischen Geheimdienst in Polen einen Brandanschlag auf ein Terminal eines Satelliteninternetdienstes verübt zu haben. Die Regierung in Warschau vermutet nach eigenen Angaben, dass russische Geheimdienste hinter dem Feuer stehen.

Elf Vermisste nach Angriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer

Nach neuen Angriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste werden elf Besatzungsmitglieder vermisst. Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew sagte, er vermute Russland hinter dem Vorfall. Die EU und die Ukraine verurteilten die Angriffe. Die Nato kündigte eine mögliche Anpassung ihrer Verteidigungsmaßnahmen an.

Bühler: Russland lässt sich nicht auf Energie-Waffenruhe ein

Die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine wird nach Einschätzung von General a.D. Erhard Bühler durch Moskau nicht eingehalten. Bühler sagte im MDR AKTUELL-Podcast "Was tun, Herr General?", es könne "überhaupt nicht die Rede davon sein, dass die Russen sich darauf einlassen". (Quelle: MDR AKTUELL)

Drei Tote in Charkiw nach russischem Angriff

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Großstadt Charkiw am Montagabend sind drei Menschen getötet worden. Behörden zufolge setzte Russland Marschflugkörper ein. (Quelle: Reuters)

Bulgarien: Zwei Schiffe vor Schwarzmeerküste von Drohnen getroffen

Vor der bulgarischen Schwarzmeerküste sind nach Regierungsangaben in der Nacht zwei Schiffe von Drohnen getroffen worden. Eines der Schiffe sei gesunken, teilte Ministerpräsident Rumen Radew mit. Dies sei bereits der zweite derartige Vorfall innerhalb einer Woche.

Die unter maltesischer Flagge fahrende "Chelsea 3" in ukrainischem Besitz sei etwa 33 Kilometer vor der Küste von drei Drohnen getroffen worden. Die Besatzung aus sieben Ukrainern und acht Aserbaidschanern sei gerettet worden. Fünf Seeleute seien medizinische versorgt worden, es sei aber niemand schwer verletzt worden. Ein Besatzungsmitglied des gesunkenen Schiffes sei ebenfalls gerettet worden.

Radew erklärte, das sei "absolut inakzeptabel – ein weiterer Angriff in unmittelbarer Nähe der bulgarischen Hoheitsgewässer". Er wolle mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorfall sprechen. Es gebe keine eindeutigen Beweise, wer für den Angriff verantwortlich sei. Der Vorfall nütze allerdings Russland, teilte Radew mit. Deshalb werde er den russischen Botschafter einbestellen.

Bulgarien grenzt weder an die Ukraine noch an Russland, nimmt aber als Nato-Mitglied eine strategische Position am Schwarzen Meer ein. (Quelle: Reuters)

Russland: Drohnenangriff auf Industriestadt Newinnomyssk abgewehrt

Russland hat nach Angaben des regionalen Gouverneurs einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in der Stadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol abgewehrt. Das teilte Gouverneur Wladimir Wladimirow bei Telegram mit. Newinnomyssk ist unter anderem ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie. (Quelle: Reuters)

Bericht: Trump will Putin mit Diesel-Deal zu Friedensgesprächen bewegen

US-Präsident Donald Trump will Russland mit der Lockerung von Energiesanktionen offenbar zu neuen Verhandlungen über den Ukraine-Krieg bewegen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters erklärten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner ukrainischen Vertretern, das Diesel-Abkommen solle Russlands Präsident Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zurückbringen. Zugleich hätten sie eingeräumt, dass Putin derzeit nicht zu Gesprächen bereit sei. (Quelle: Reuters)

Trump sieht bei Energie-Waffenruhe vor allem Ukraine in der Pflicht

US-Präsident Donald Trump sieht trotz Berichten über neue russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen vor allem die Ukraine bei den Friedensbemühungen in der Pflicht. Auf Vorwürfe, Russland habe die von ihm verkündete Energie-Waffenruhe verletzt, erklärte Trump, es habe Verstöße auf beiden Seiten gegeben. Russlands Präsident Wladimir Putin sei seiner Einschätzung nach stärker an einer Einigung interessiert als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Selenskyj forderte die USA unterdessen auf, Russland zur Einhaltung der Waffenruhe zu bewegen. Nach seinen Angaben griff Russland unmittelbar nach Trumps Ankündigung ein Kraftwerk in Charkiw an. Die Ukraine habe dagegen in der vergangenen Nacht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien verzichtet. (Quelle: dpa)

Ukraine-News am Montag, 12. Oktober 2026

Russland lehnt Energie-Waffenruhe ab

Kallas warnt vor Ölkatastrophe durch russische Tanker

US-Senatoren halten Trumps Diesel-Deal für rechtswidrig

Auch Kanada kritisiert Trumps Diesel-Vereinbarung mit Putin

Zwei Festnahmen in Deutschland nach Brandanschlag auf Starlink-Anlage in Polen

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Starlink-Anlage in Polen sind in Deutschland zwei Verdächtige festgenommen worden. Nach Angaben des polnischen Regierungschefs Donald Tusk handelt es sich um zwei türkische Staatsbürger. Sie sollen die Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems im September in Brand gesetzt haben. Dadurch wurde auch der Internetzugang der ukrainischen Armee gestört.

Polens Sicherheitskoordinator Tomasz Siemoniak erklärte, er habe keine Zweifel daran, dass der Anschlag im Auftrag Russlands verübt worden sei. Belege für diesen Vorwurf wurden zunächst nicht genannt. (Quelle: Reuters)

Zwei Tote und Verletzte in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. "Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass auf Russland mehr Druck ausgeübt werden muss", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Moskau verlängere den Krieg und schicke als Antwort auf den US-Vorschlag einer Energiewaffenruhe weitere Drohnen. "Wir zählen darauf, dass die Vereinigten Staaten diese Signale Russlands sehen und entschlossen handeln werden", sagte Selenskyj.

Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko über knapp ein Dutzend weitere Verletzte bei Telegram informiert. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. (Quelle: dpa)

Merz und Selenskyj fordern Waffenruhe für Energieanlagen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sehen Russland in der Pflicht, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, nach einem Telefonat der beiden Regierungschefs mit.

Selenskyj habe den Bundeskanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert. Merz habe die Solidarität Deutschlands bekräftigt, erklärte Kornelius. (Quelle: dpa)

Tote im Gebiet Donezk nach russischem Raketenwerferbeschuss

Bei russischem Raketenwerferbeschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden. Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft auf sozialen Netzwerken mit. Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem "Smertsch" mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. (Quelle: dpa)

Verfassungsschutz sieht "langfristig angelegten" Angriff Russlands gegen Deutschland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rechnet mit einer Fortsetzung verdeckter Angriffe und Destabilisierungsaktionen Russlands gegen Deutschland und andere europäische Staaten. Diese nähmen "an Intensität, Tempo und Reichweite zu", erklärte Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen. "Treibende Kraft dahinter ist maßgeblich Russland." Selen betonte, dies sei "keine vorübergehende Entwicklung, sondern ein langfristig angelegter hybrider Angriff."

Deutschland müsse sich "dem Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts jetzt mit geballter Kraft" entgegenstellen, sagte Innenminister Alexander Dobrindt. Der CSU-Politiker forderte den Bundestag auf, dazu die von der Regierung beschlossene Reform der Nachrichtendienste umzusetzen. (

Quelle: AFP)

Russland bestätigt angekündigte Energie-Waffenruhe nicht

Der Kreml hat das Inkrafttreten einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine nicht bestätigt. "Die Gespräche dauern an. Sobald wir etwas dazu zu sagen haben, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten auf Nachfrage. Auf Kiews Forderung nach einer 60-tägigen vollständigen Waffenruhe für das Abhalten von Wahlen in dem Land angesprochen, sagte Peskow: "Wir wollen keine Waffenruhe, wir wollen dauerhaften Frieden." (Quelle: AFP)

Selenskyj wirft Russland Bruch von Energiewaffenruhe vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Energiesektor gebrochen zu haben. Er dränge Washington zum Eingreifen und dazu, die Einhaltung der Vereinbarung durch Moskau zu gewährleisten, sagt Selenskyj in einer Videoschalte bei einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Selenskyj fügt hinzu, er habe von dem Abkommen selbst erst aus den Medien erfahren. Die Waffenruhe könne jedoch Bestand haben und ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Krieges sein, wenn die USA nun handelten. (Quelle: Reuters)

EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer

Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen Unterstützer der russischen Kriegsmaschinerie verhängt. Wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte, werden knapp 1.600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen belegt. Das sind so viele wie nie zuvor. Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem beispiellosen Schlag gegen die Kriegswirtschaft von Präsident Wladimir Putin. Damit reagiere die EU auch auf hybride Angriffe wie den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle. (Quelle: dpa)

ARD-Korrespondent in Kiew bei Energie-Waffenruhe skeptisch

Der ARD-Korrespondent in Kiew, Niels Bula, hat sich skeptisch zu der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine geäußert. Bula sagte bei MDR AKTUELL, gestern Abend habe es wieder Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gegeben. "Deswegen glaubt man hier, dass da nicht so viel dran ist." Russland habe in der Vergangenheit schon oft solche Waffenruhen abgelehnt.

Bula betonte, der Alltag der Menschen in Kiew sei zuletzt nochmals schwieriger geworden. "Früher konnte man sich immerhin meistens darauf verlassen, dass Russland nachts angreift." Das gelte nun nicht mehr, es gebe kaum mal ein Zeitfenster ohne Luftalarm. "Drohnen und Raketen fliegen hier fast dauerhaft auch tagsüber über die Stadt." Das mache es sehr gefährlich.

Zur Forderung nach einer Neuwahl des ukrainischen Präsidenten sagte Bula, dafür sehe er gerade überhaupt keine Mehrheit im Land. Einer Umfrage zufolge würden sich mehr als 70 Prozent der Menschen gegen eine Wahl in Kriegszeiten aussprechen. Außerdem sei unklar, wie etwa Menschen in frontnahen Gebieten sicher zur Wahl gehen könnten. Fraglich sei auch, ob Menschen in russisch besetzten Gebieten – die völkerrechtlich ebenfalls zur Ukraine gehörten – wählen gehen dürften. (Quelle: MDR AKTUELL)

Drei Tote nach russischem Luftangriff auf Charkiw

In der ukrainischen Großstadt Charkiw sind nach einem Luftangriff Russlands drei Menschen ums Leben gekommen. Das erklärten die örtlichen Behörden. (Quelle: Reuters)

Kretschmer: Müssen zu Waffenruhe in der Ukraine beitragen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat von der Bundesregierung mehr diplomatischen Einsatz für eine Friedenslösung in der Ukraine gefordert. Der CDU-Politiker kritisierte im ZDF die anhaltenden Waffenlieferungen. Man sehe nach vier Jahren, dass sie "in eine Katastrophe" geführt hätten. Deutschland müsse stattdessen zu einem Waffenstillstand beitragen. (Quelle: Reuters)

Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen in Belgorod und Donezk

Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Angaben zwei Menschen getötet worden. In der russischen Grenzregion Belgorod traf eine Drohne nach Angaben der örtlichen Behörden ein Auto auf einer Straße nahe der ukrainischen Grenze. Dabei kam ein Mensch ums Leben.

Ein weiterer Mensch wurde nach Angaben der prorussischen Verwaltung bei einem ukrainischen Angriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk getötet. (Quelle: Reuters)

Kallas warnt vor Ölkatastrophe durch russische Schattenflotte

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor einer drohenden Ölkatastrophe an Europas Küsten durch die sogenannte russische Schattenflotte gewarnt. Die Tanker seien häufig alt, schlecht gewartet und unzureichend versichert, sagte Kallas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie bezeichnete die Schiffe als "ökologische Zeitbomben". Zugleich dienten sie der Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. (Quelle: Reuters)

US-Senatoren kritisieren Trumps Diesel-Deal mit Russland als rechtswidrig

Sieben US-Senatoren von Demokraten und Republikanern haben die Vereinbarung von Präsident Donald Trump über Diesel-Importe aus Russland als rechtswidrig kritisiert. Sie verstoße gegen ein Gesetz aus dem Jahr 2022, das russische Energieimporte in die USA verbietet, erklärten die Senatoren. Sie forderten die Regierung auf, die Entscheidung sofort rückgängig zu machen. (Quelle: AFP)

Kanada kritisiert Trumps Diesel-Deal mit Russland

Kanadas Regierungschef Mark Carney hat die Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump über russische Diesel-Lieferungen scharf kritisiert. Der Deal verschaffe Moskau zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine, sagte Carney nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. (Quelle: AFP)

Trump hatte die Vereinbarung mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag bekannt gegeben, um die gestiegenen Kraftstoffpreise in den USA zu senken.

Großbritannien unterstützt Trumps Forderung nach Energie-Waffenruhe

Die britische Regierung unterstützt die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer sofortigen und dauerhaften Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen in Russland und der Ukraine. Premierminister Andy Burnham erklärte, die jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung träfen vor allem die Zivilbevölkerung.

Trump hatte zuvor erklärt, beide Kriegsparteien hätten einer Energie-Waffenruhe zugestimmt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich davon jedoch überrascht. Eine Bestätigung aus Moskau lag zunächst nicht vor. (Quelle: AFP)

Ukraine-News 42. Woche, Montag, 12. Oktober 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen oder der ukrainischen Seite oder von Dritten können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt Medienvertreter vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR.

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