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Selenskyj macht Druck auf Trump: „Wenn er so ein großes Bedürfnis nach Wahlen hat, muss er eine Waffenruhe sichern“

Welt

Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert die USA und deren Präsidenten Donald Trump auf, konkrete Schritte zu benennen, um die von Trump verkündete, angebliche Energie-Waffenruhe durchzusetzen.

Eine Energie-Waffenruhe könne aus seiner Sicht sehr gut funktionieren und wäre ein großer Schritt in Richtung Frieden, betonte Selenskyj. „Aber nur, wenn die Amerikaner sicherstellen, dass auch Russland sich daran hält.“

Trump hatte am Sonntag bei Truth Social verkündet, Russland und Ukraine seien angeblich bereit, Angriffe auf die Energie-Infrastruktur einzustellen. Selenskyj erklärte kurz darauf, er wisse von nichts. Russland reagierte mit erneuten Angriffen.

Trump forderte auch die Absetzung Selenskyjs

In seiner zugeschalteten Rede in Warschau nahm Selenskyj auch noch einmal Stellung zur Forderung Trumps, ihn abzulösen – und damit Neuwahlen anzusetzen. „Wenn der US-Präsident so ein großes Bedürfnis danach hat, muss er den Machthaber im Kreml beeinflussen, um eine 60-tägige Waffenruhe zu sichern“, sagte Selenskyj.

Im Falle einer 60-tägigen Waffenruhe sei er bereit, Wahlen in der Ukraine auszurichten, sagte Selenskyj. Andernfalls sei dies in der aktuellen Sicherheitslage aber nicht möglich – zumal eine Million Soldaten sich im Kriegseinsatz befinden. „Wie sollen sie an der Front wählen?“, fragte der ukrainische Präsident.

Polens Ministerpräsident Tusk zieht Parallelen zwischen NS-Propaganda und Russland heute

Vor Selenskyj hatte in Warschau der polnische Ministerpräsident Donald Tusk gesprochen und einen Appell an den Westen gerichtet, nicht auf russische Propaganda hereinzufallen. Die russischen Versuche, die Ukraine als Schuldigen für den Krieg darzustellen, seien aus seiner Sicht vergleichbar mit der NS-Propaganda vor dem Zweiten Weltkrieg.

Auch die Nazis hatten 1939 versucht, Polen als Aggressor darzustellen, und dies als Vorwand für den Angriff auf das Nachbarland am 1. September genutzt. Dies markierte letztlich den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa.

„Heute hören wir genau dasselbe aus Moskau – und leider auch immer häufiger aus manchen unserer Hauptstädte“, sagte Tusk. Diese schiefe Sicht komme auch aus den USA und aus bestimmten politischen Parteien.

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