DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Seltene Erden: „Die Amerikaner und Japaner kaufen gerade den Markt leer“

Wirtschaft

Düsseldorf. Andreas Kroll gründete vor zwölf Jahren das Handelsunternehmen für Schwer- und Edelmetalle sowie seltene Erden, Noble Elements. Seitdem sind diese Rohstoffe geopolitisch hochrelevant geworden. Denn seltene Erden und leistungsstarke Magnete werden etwa in der Industrie sowie der Hightech- und Rüstungsbranche benötigt, sie stecken in Smartphones, Fernsehern, Antrieben und Halbleitern. Kroll kauft weltweit ein, hauptsächlich jedoch noch in China. Die Volksrepublik hat aktuell eine marktbeherrschende Stellung beim Abbau und bei der Verarbeitung vieler seltener Erden. Die EU will bis 2030 diese Abhängigkeit auf unter 60 Prozent reduzieren, auch die Industriestaatengruppe G7 hat eine solche Grenze beschlossen. „Die Chinesen werden uns nicht helfen, die Nato aufzurüsten“, sagt Kroll mit Blick auf die aktuellen Ausfuhrverbote für seltene Erden, die in der Rüstungsindustrie verwendet werden. Deshalb „wollen wir uns von China unabhängig machen“. Noble Elements wolle nun sogar vom Händler zum Produzenten werden, um die Abhängigkeit für seine Kunden zu verringern. Kroll hat etwa Projekte in Australien, Brasilien und Südafrika angestoßen, von denen er im Gespräch mit dem Handelsblatt berichtet. Als Kleinstfirma gestartet, steuert das Berliner Unternehmen 2026 auf 100 Millionen Euro Umsatz zu. Voraussetzung dafür, dass die Marktmacht von China durchbrochen werden kann, sei jedoch, dass die Finanzindustrie in den Markt eintrete, sagt Kroll. Nur sie könne die „gigantischen Milliardenbeträge“, die für die Projekte nötig seien, „schnell mobilisieren“.

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