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Series 12 und Ultra 4: Neue Gesundheitsfunktionen der Apple Watch im Überblick

Allgemein

Auf den ersten Blick sehen Apple Watch Series 12 und Ultra 4 nicht viel anders aus als ihre Vorgängermodelle. Allerdings hat der Hersteller dieses Mal nicht nur mit dem S11 einen schnelleren und mit mehr RAM ausgestatteten Chip verbaut, sondern auch das rückwärtige Sensormodul überholt. Apple nennt es „komplett neues Health-Sensing-System“, auf Deutsch auch „neues System zur Gesundheitserkennung“ genannt. Es hat im Zusammenspiel mit dem S11 gegenüber der alten Generation einige Vorteile, insbesondere in Sachen Messgenauigkeit.

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„Health-Sensing-System“ misst häufiger

Wie schon zuvor erfasst der Messblock Herzfrequenz und Blutsauerstoff sowie – wenn man einen Finger an die digitale Krone hält – ein 1-Kanal-EKG, das Vorhofflimmern detektieren kann. Neue Sensoren hat Apple nicht verbaut. Aus den vorhandenen Daten werden dann algorithmisch weitere Informationen abgeleitet, etwa maximale Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenzvariabilität, mögliche Anzeichen von Bluthochdruck oder bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen. Dabei ist es stets hilfreich, wenn es mehr und genauere Daten gibt – und das Health-Sensing-System soll hier helfen.

Laut Apple soll es nun die „präziseste Herzfrequenzmessung in einem Wearable“ ermöglichen – im Vergleich zu den meistverkauften Konkurrenzprodukten darunter Whoop 5, verschiedene Pixel-Watch-Modelle oder Oura-Ring 5, wie es in einem Whitepaper heißt. Die Herzfrequenzmessung im Hintergrund soll bis zu 60 Mal häufiger erfolgen (alle fünf Sekunden) als bei der Series 11, die der Herzfrequenzvariabilität (HFV) bis zu 24 Mal häufiger (alle fünf Minuten). Zuvor hatte Apple bei Start eines Workouts häufiger gemessen, jetzt sollen deutlich mehr Hintergrundaten anfallen, wie man es von Whoop & Co. kennt. Möglich soll dies durch die Kombination aus dem neuen Health-Sensing-System und dem S11 werden.

Neue Komplikation und höherer HFV-Einfluss

Passend zu den häufigeren Messungen hat Apple auch an der Herzfrequenz-App geschraubt, die übersichtlicher sein soll. Zudem gibt es auf den neuen Computeruhren eine neue Komplikation, die die Daten aktuell hält. Dazu waren bislang Third-Party-Werkzeuge wie etwa HeartWatch notwendig. Die Daten werden auch zur Ermittelung der Tagesform verwendet, die Tipps geben soll, wann man, etwa nach Sport, besser ausruht. Die Vitalwerte-App zeigt zudem nun auch die Herzfrequenzvariabilität.

Die neuen Funktionen sollen künftig – vermutlich noch im Herbst – mithilfe einer neuen Version der Gesundheits-App Health auch mit KI-Hilfe weiterverarbeitet werden können. Apple plant unter anderem einen neuen Langlebigkeitsbericht sowie ein sogenanntes Health Age als Messwert, wie „alt“ der Körper in Sachen Leistungsfähigkeit im Vergleich zu seinem biologischen Alter eigentlich ist.

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