Seriöses 3:0 in Vreden: Preußen lässt nichts anbrennen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen In neun Tagen fordert Drittligist Münster den Karlsruher SC in der ersten Runde des DFB-Pokals (21.8./19 Uhr) heraus. Im „kleinen“ Westfalenpokal hat er dagegen schon am Mittwochabend die zweite Runde erreicht… Seriöses 3:0 in Vreden. Preußen lässt nichts anbrennen . Volksfeststimmung im Hamaland-Stadion. Gut 3000 Zuschauer waren gekommen, um den Auftritt der „Schwarz-Weiß-Grünen“ bei der gastgebenden Spielvereinigung zu verfolgen. Wobei zumindest die Fans des Oberligisten auf einen Favoritensturz gehofft hatten. Doch vergeblich! Die Preußen fuhren einen ungefährdeten 3:0-Erfolg ein und hatten die Partie, bis auf eine kurze Phase vorm Halbzeitpfiff, weitestgehend unter Kontrolle. Und das, obwohl Chefcoach Thomas Wörle (44) zu großen Teilen auf seine B-Elf setzte. „Wir waren top vorbereitet und haben eine sehr seriöse Partie abgeliefert. Mit zunehmender Dauer wurden wir immer dominanter und haben in der zweiten Hälfte nur noch eine Chance der Vredener zugelassen,“ freute sich Wörle nach dem Abpfiff. Grund zum Strahlen hatte auch Stürmer Mikail Demirhan (20). Erst vor dieser Saison von der U23 zu den Profis aufgerückt, durfte er von Beginn ran. Und nutzte seine Chance - sogar doppelt. Mit zwei schönen Toren (58./90.) hatte der quirlige Angreifer großen Anteil am Erfolg. Sehenswert aber auch die Führung durch Marvin Schulz Junior (22), wie Demirhan einer der jungen Wilden im Adlertrikot. Nachdem er schon am vergangenen Samstag beim Liga-Sieg in Wehen Wiesbaden (3:1) mit seiner Bude in der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf gemacht hatte, war er diesmal der „Dosenöffner“. Nach einem langen Abschlag von Torhüter Mathis Harsmann (26), der für Stammkeeper Morten Behrens (28) zwischen den Pfosten stand, spekulierte der „kleine Schulle“ genau richtig. Schnappte sich die Kugel und vollendete eiskalt zum 1:0. Später legte er noch das 2:0 von Demirhan auf. Interessant: Neuzugang Samuel Althaus (20), erst vor einer Woche von 1860 München an die Hammer Straße gewechselt, lief ebenfalls in der Startelf auf. Und durfte gleich 80 Minuten ran, in denen die „Löwen-Latte“ (1,96 m) im Mittelfeld durchaus Können aufblitzen ließ. Trotzdem war er danach nicht mit sich zufrieden. Nachvollziehbar! Denn zwischen der 69. und 71. Minute vergab er gleich zwei Hundertprozentige. Zunächst wollte er den Ball – völlig allein vor Schlussmann Tom Breuers – den Ball mit der Sohle an ihm vorbei streicheln. Blieb jedoch hängen. Kurz darauf verzog er dann aus spitzem Winkel und übersah dabei, durchaus ein wenig eigensinnig, den freistehenden Team-Kollegen Schulz am Elferpunkt. Wörle nahm ihn später dennoch in Schutz: „Samuel ist noch jung, es war sein erstes Spiel für uns. Da wollte er es offenbar besonders gut machen.“ Leider ging’s in die Hose. Althaus selbstkritisch: „Das ätte ich besser machen müssen. Aber zum Glück haben wir auch so gewonnen. Vielleicht mache ich es ja am Samstag in der Liga gegen Ingolstadt besser - falls ich wieder eine Chance bekomme .“ Was definitiv wichtiger wäre… Übrigens: In der 2. Runde des Verbandspokals reisen die Preußen nun zum Westfalenligisten SSV Buer nach Gelsenkirchen. Der genaue Termin ist noch nicht festgelegt. Fakt nur – das Spiel muss bis zum 15. September ausgetragen worden sein