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Sexuelle Gewalt: Mann aus Berlin soll zahlreiche Frauen sediert und vergewaltigt haben

Nation

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der zahlreiche Frauen betäubt und vergewaltigt haben soll. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll er seine Taten gefilmt haben. In der Anklage werden dem 68-Jährigen 22 Vergewaltigungen im besonders schweren Fall von insgesamt 14 Frauen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Der Verdächtige befinde sich seit März in Untersuchungshaft. Insgesamt seien mutmaßliche Taten an 58 Frauen festgestellt worden. In den anderen Fällen dauern die Ermittlungen noch an. Der Elektriker soll die Frauen mit einem Mix verschiedener Schlafmittel in Kombination mit Alkohol bewusstlos gemacht und dann vergewaltigt haben. Kennengelernt haben soll er sie über Online-Datingplattformen. Laut Staatsanwaltschaft wussten die Frauen nichts von den Taten und erfuhren erst im Rahmen der Ermittlungen aufgrund von Videos, was ihnen widerfahren ist. Auf den Mann aufmerksam wurden die Behörden eigenen Angaben zufolge durch einen Hinweis der Polizei in Verden an der Aller. Diese habe Anfang 2025 wegen ähnlicher Vorwürfe ein Verfahren gegen einen anderen Mann geführt, welcher mittlerweile verstorben sei. Die beiden Männer sollen miteinander gechattet haben, woraufhin auch ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann in Berlin eingeleitet wurde. Polizei findet Videos der mutmaßlichen Taten auf beschlagnahmtem Datenträger Im März 2025 sei die Wohnung des Berliner Beschuldigten durchsucht worden. Gesucht worden sei nach pornografischem Material, einen Hinweis auf schwere Taten habe es damals noch nicht gegeben. Erst im Februar 2026 habe ein forensischer Sachverständiger auf einem beschlagnahmten Datenträger dann zahlreiche Videos von Sexualstraftaten gefunden. Daraufhin sei der Beschuldigte am 3. März festgenommen worden. Der 68-Jährige äußerte sich laut Staatsanwaltschaft bisher nicht zu den Vorwürfen. Von den insgesamt 58 vermuteten Opfern seien zehn bislang noch nicht identifiziert. In den Fällen von 30 Frauen dauerten die Ermittlungen noch an, in drei Fällen habe sich bisher kein hinreichender Tatverdacht ergeben. Im Fall einer Frau, die 36-mal in den Jahren 2010 bis 2014 von dem 68-Jährigen vergewaltigt worden sein soll, musste das Verfahren laut Staatsanwaltschaft wegen Verjährung eingestellt werden. Auf den Videos dieser Taten habe im Gegensatz zu anderen nicht eindeutig festgestellt werden können, ob dem Opfer Betäubungsmittel eingeflößt wurden. In der Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt es, dass die Sedierung eine Gewaltanwendung darstellen würde, die die Verjährungsfrist auf 20 Jahre verlängern würde. Ohne diese Gewaltanwendung liege die Verjährungsfrist bei fünf Jahren. Das Landgericht Berlin I muss jetzt entscheiden, ob die Anklage zugelassen und wann das Verfahren eröffnet wird.

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