Shamonda-Virus: Veterinäramt warnt vor Infektionen bei Rindern
Stand: 23.08.2026 10:16 Uhr
Das Shamonda-Virus ist auf dem Vormarsch. In Niedersachsen ist bisher kein Fall bekannt - das Veterinäramt des Landkreises Holzminden warnt dennoch vor der Infektionsgefahr bei Rindern.
Die europäische Variante des Shamonda-Virus wird - wie etwa bei der Blauzungenkrankheit - durch Mücken übertragen. Es führe bei angesteckten Rindern zu Fieber, Fressunlust und Durchfall, so das Veterinäramt. Es ähnelt den Angaben nach dem sogenannten Schmallenberg-Virus. Betroffene Kälber seien nur selten überlebensfähig. Bei tragenden Kühen kann es bei einer Infektion auch zu Fehlgeburten kommen. Neben Rindern, seien vermutlich auch andere Wiederkäuer wie Schafe oder Ziegen betroffen, heißt es vom Veterinäramt.
Friedrich-Löffler-Institut erwartet Ausbreitung
Einen Impfstoff gegen das Virus gibt es laut Veterinäramt nicht, daher rät es zur regelmäßigen Behandlung mit Insektenabwehrmitteln um ein Infektionsrisiko zu mindern. In Niedersachsen ist, nach Kenntnis des Amtes, bis jetzt noch kein Tier infiziert. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) berichtet mittlerweile über Infektionen bei Rindern in Hessen und Rheinland-Pfalz - zuvor waren Fälle in Süddeutschland, Frankreich und der Schweiz bekannt geworden. Das FLI erwartet nun weitere Fälle auch in anderen Bundesländern. Das Shamonda-Virus ist seit den 1960-er Jahren bekannt und ist in Asien und Afrika verbreitet.