Shein droht Debakel an der Börse: 75 Prozent Wertverlust in nur 4 Jahren
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Hongkong – Für Shein wird es ernst. Schon am Mittwoch beginnt die heiße Phase vor dem Börsengang, am 28. August sollen die Aktien erstmals in Hongkong gehandelt werden. Doch ausgerechnet kurz vor dem Start sackt die Bewertung des Mode-Riesen immer weiter ab. Nur noch rund 25 Milliarden Dollar soll Shein wert sein. Anfang August waren noch 30 bis 40 Milliarden Dollar im Gespräch. Noch krasser ist der Blick zurück: 2022 wurde der Konzern mit fast 100 Milliarden Dollar bewertet. Heißt: Innerhalb von 4 Jahren sind rund 75 Prozent der damaligen Bewertung weg. Für Shein steht deshalb viel auf dem Spiel. Eine schwache Nachfrage nach den Aktien oder ein Kursrutsch direkt zum Start wären ein herber Rückschlag für den Konzern. Shein wurde in China gegründet, sitzt heute aber in Singapur. Produziert wird weiterhin größtenteils in China, verkauft wird die Mode weltweit. Warum sind Anleger so skeptisch? Sheins Erfolgsmodell bekommt immer mehr Risse. Jahrelang lockte der Konzern Kunden mit extrem günstigen Klamotten, die direkt aus China verschickt wurden. Doch genau das wird teurer. Die USA haben wichtige Zollvorteile für Billigsendungen gestrichen, auch die EU geht schärfer gegen günstige Direktimporte vor. Gleichzeitig wächst Shein längst nicht mehr so schnell wie früher. Im 1. Quartal 2026 legte der Umsatz nur noch um 1,1 Prozent zu. Unter dem Strich stand sogar ein Verlust von 99 Millionen Dollar. Ein großer Teil des Verlusts entstand allerdings nur auf dem Papier: Bestimmte Anteile von Investoren mussten vor dem Börsengang neu bewertet werden. Und auch die Behörden sitzen Shein im Nacken. Die EU untersucht unter anderem mögliche illegale Produkte auf der Plattform. Sheins jahrelange Börsen-Odyssee