DAX +0,29 % 25.538,54 Pkt 13:58:26 MDAX -0,40 % 32.266,77 Pkt 13:58:26 Euro Stoxx 50 +1,02 % 6.312,80 Pkt 13:58:15 Dow Jones -1,18 % 51.594,14 Pkt 23:12:38 S&P 500 -1,31 % 7.316,15 Pkt 23:12:40 Nasdaq -1,96 % 24.442,94 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +2,48 % 4.134,60 USD 14:03:24 Silber +0,86 % 58,36 USD 14:03:17 Brent -0,71 % 90,10 USD 14:01:54 WTI -0,94 % 83,67 USD 14:03:14 Bitcoin +1,53 % 64.888,86 USD 14:13:16 EUR/USD +0,85 % 1,14840 USD 14:13:25 EUR/GBP +0,01 % 0,85700 GBP 14:13:25 EUR/CHF -0,12 % 0,93190 CHF 14:13:26 EUR/JPY +0,21 % 186,966 JPY 14:13:25

Shelly: Ein Werkzeug für Pacman, AUR, AppImages und Flatpak

Allgemein

Inhaltsverzeichnis close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Das Paketwerkzeug Shelly ist in Version 3.0.0 erschienen. Die Entwickler haben Paketverwaltung, Kommandozeile, Schlüsselverwaltung und GTK4-Oberfläche weitgehend neu in Zig implementiert. Dadurch entfällt für die Hauptanwendung die verwaltete .NET-Laufzeit; zugleich kann Shelly native Bibliotheken direkter nutzen. Messwerte zu Startzeit und Ressourcenbedarf stehen allerdings noch aus. Weiterlesen nach der Anzeige Shelly ist ein grafisches und kommandozeilenbasiertes Werkzeug zur Verwaltung von Arch-Paketen. Es bindet neben den regulären Pacman-Repositories auch das Arch User Repository (AUR), AppImages und optional Flatpaks ein. Damit richtet sich das Projekt an Nutzer, die Software aus mehreren Quellen mit einer Oberfläche und einer Kommandozeile verwalten wollen. Neue Codebasis ohne .NET-Laufzeit Mit Version 3 ersetzt Shelly seine bisherige C#-/.NET-Codebasis weitgehend durch Zig. Die bekannten Programme shelly und shelly-ui bleiben erhalten. Hinter ihnen steht jedoch eine weitgehend neue Codebasis. Auch das Werkzeug für die Schlüsselverwaltung wurde umgestellt: Das eigenständige Programm heißt nun shelly-key statt shelly-keys. Zig passt zu Shelly vor allem, weil die Software native Schnittstellen wie libalpm, GTK4 und libarchive ohne eine zusätzliche .NET-Interop-Schicht direkt ansprechen kann. libalpm ist die Bibliothek, auf der Pacman, der Paketmanager von Arch Linux, aufsetzt. Die neue Implementierung spart damit die bisherige Vermittlung zwischen verwaltetem .NET-Code und nativen Bibliotheken weitgehend ein. Zig verwaltet zudem Speicher und Ressourcen explizit: Die Release Notes heben klarere Besitzverhältnisse und besser vorhersehbare Lebenszyklen für Ressourcen hervor. Das soll die technische Grundlage robuster und leichter wartbar machen. GTK4-Oberfläche mit mehr Funktionen Auch die grafische Anwendung haben die Entwickler in Zig neu geschrieben. Sie bietet weiterhin Paketansichten als Liste oder Raster. Hinzu kommen sortierbare Spalten, Filter für installierte Pakete sowie ausführlichere Angaben zu Paketquellen und Abhängigkeiten. Weiterlesen nach der Anzeige Für das AUR überarbeitet Shelly unter anderem die Auswahl optionaler Abhängigkeiten, Vorschauen für PKGBUILD-Dateien und die Anzeige der makepkg-Ausgabe. Vor AUR-Updates kann Shelly nun alle geänderten PKGBUILDs gesammelt zur Prüfung anzeigen, bevor die Transaktion beginnt. Ein PKGBUILD legt fest, wie ein AUR-Paket aus seinen Quellen gebaut wird. Die Vorschau hilft Nutzern daher, Änderungen vor dem Paketbau nachzuvollziehen. Die Fortschrittsanzeige für Aktualisierungen und Transaktionen soll auch längere Vorgänge darstellen, ohne die Oberfläche zu blockieren. Wartungsfunktionen bündelt Shelly auf einer neuen Seite für Dienstprogramme. Dazu zählen die Synchronisierung der Paketdatenbanken, das Beheben veralteter Sperrdateien, die Cache-Bereinigung und das Entfernen verwaister Pakete. Einheitliche Kommandozeile Die CLI wurde ebenfalls von Grund auf neu geschrieben. Sie behält sowohl ausgeschriebene Befehle als auch Pacman-ähnliche Kurzoptionen. Ein gemeinsamer Befehlskatalog dient als Grundlage für Hilfe, Dokumentation und Shell-Vervollständigungen. Neben Fish und Zsh kann Shelly nun auch Vervollständigungen für Bash erzeugen. Mit shelly kann das Werkzeug die offiziellen Paketquellen und das AUR durchsuchen. Ausgewählte Treffer lassen sich anschließend direkt in den Installationsablauf übernehmen. Aktualisierungsprüfungen und Upgrades koordinieren reguläre Arch-Pakete, AUR-Pakete, AppImages und Flatpaks. Fehlt ein optionales Backend, sollen Aktualisierungen aus den übrigen unabhängigen Quellen dennoch weiterlaufen. Weitere Updates gibt es beim Export und Import von Paketlisten im TOML-Format, Paketmarkierungen, Downgrades, Arch-News, Schlüsselringe, pacnew- und pacsave-Dateien sowie die Bereinigung des Paket-Caches. Für unterstützte Befehle bleibt eine strukturierte JSON-Ausgabe verfügbar. Das ist für Skripte verlässlicher als die menschenlesbare Standardausgabe, deren genaue Form sich durch den umfassenden Umbau geändert haben kann. Flatpak-Unterstützung ausgelagert Flatpak-Unterstützung liefert Shelly 3 als separates Paket namens shelly-flatpak-backend aus. Wer ausschließlich Pacman, das AUR oder AppImages verwendet, benötigt damit keine Flatpak-Bibliotheken wie libflatpak, GLib/GIO und OSTree. Shelly kommuniziert mit dem Zusatzmodul über eine ABI (Application Binary Interface). Das Hauptprogramm prüft die Version vor der Nutzung und soll inkompatible Backends sauber ablehnen. Ohne das Zusatzmodul bleiben die Funktionen für ALPM, AUR und AppImages ebenso verfügbar wie Hilfe, Versionsabfrage und Shell-Vervollständigungen. Bei Flatpak-Befehlen weist Shelly auf fehlende Voraussetzungen hin. Wer Flatpaks weiterhin mit Shelly verwalten will, benötigt neben Flatpak selbst das genannte Paket shelly-flatpak-backend. Vorhandene Konfigurationsdateien haben Vorrang vor den neuen Standardwerten; unbekannte alte Felder ignoriert das Programm. Automatisierungen sollten die neue CLI-Hilfe prüfen und, wo verfügbar, auf JSON-Ausgaben umstellen. AUR-Builds in einem sauberen Chroot bleiben über die Kommandozeile verfügbar, die entsprechende Option fehlt jedoch vorerst in der grafischen AUR-Ansicht.

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