DAX -0,73 % 26.246,99 Pkt 11:53:03 MDAX -1,02 % 32.131,75 Pkt 11:53:08 Euro Stoxx 50 -0,56 % 6.493,94 Pkt 11:53:00 Dow Jones -0,71 % 53.459,78 Pkt 22:42:57 S&P 500 -0,69 % 7.745,06 Pkt 22:42:27 Nasdaq -0,59 % 26.644,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,72 % 4.449,80 USD 11:58:01 Silber -1,41 % 65,19 USD 11:58:01 Brent -0,12 % 90,76 USD 11:58:06 WTI -0,64 % 83,96 USD 11:58:00 Bitcoin -0,63 % 64.099,63 USD 12:08:00 EUR/USD +0,06 % 1,15810 USD 12:07:58 EUR/GBP +0,15 % 0,85570 GBP 12:08:08 EUR/CHF -0,06 % 0,93990 CHF 12:08:08 EUR/JPY +0,27 % 184,783 JPY 12:08:08

Sicherheitsexperte entwickelt T-Shirt, das Überwachungskameras austricksen soll

Technologie

Ein US-Sicherheitsexperte hat Kleidung entwickelt, die KI-Überwachungskameras verwirren soll. Das Muster schützt vor automatischer Gesichtserkennung – doch die Technik hat Grenzen. Intelligente Kameras auf Straßen, an Plätzen oder in Geschäften erkennen längst automatisch, wer an ihnen vorbeiläuft. Ein neues Projekt will Bürgern ihre Anonymität im öffentlichen Raum zurückgeben: Der US-Sicherheitsforscher Bill Swearingen hat Kleidung entwickelt, die KI-Erkennungssysteme gezielt verwirren soll. „Datenschutz ist ein Grundrecht“, sagte Swearingen in einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenportal „TechCrunch“. Seine Muster sollen Menschen erlauben, „sich gegen die Nachverfolgung zu entscheiden“. Wie die Austrickser-Muster funktionieren Das System macht den Träger nicht für das menschliche Auge unsichtbar, sondern zielt auf die Software hinter der Linse ab: Täuschung der Software: Das T-Shirt ist mit auffälligen, mathematisch generierten Mustern bedruckt. Die Bilderkennung kann das Motiv nicht einordnen und erkennt nicht mehr, dass sich dort ein Mensch befindet. 31 Millionen Testläufe: Über ein Jahr lang ließ der Forscher nach eigenen Aussagen Algorithmen gegeneinander antreten, um die wirksamsten Muster zu finden. Erfolgreiche Tests: Laut Swearingen schlug die Täuschung bei elf bekannten Erkennungssystemen an – darunter weit verbreitete Polizeisysteme wie Flock (Kennzeichen), Axon (Bodycams) und Clearview AI (Gesichtserkennung). Demonstriert wurde die Methode auf der Hacker-Konferenz Def Con in Las Vegas. Ein mit dem Muster foliertes Auto fuhr an einer Überwachungskamera vorbei – die KI schlug keinen Alarm, da sie das Fahrzeug nicht als solches identifizieren konnte. Schwierigkeiten gab es lediglich noch mit den Rädern. ANZEIGE ANZEIGE Gegen Meta-Brillen? Das kann die Anti-Überwachungs-Kleidung Über eine Crowdfunding-Kampagne verkauft Swearingen die Motive bereits auf T-Shirts und Hoodies. Langfristig plant er auch Folien für Autos. Auch vor dem Hintergrund von Smart Glasses wächst das Interesse an Schutzmaßnahmen. Meta geriet zuletzt in die Kritik, weil der Konzern Gesichtserkennung für seine Kamerabrillen erprobt haben soll, wie Chip.de berichtet. Die Kleidung bietet jedoch keinen Universalschutz. Swearingen hat seine Muster nur gegen spezifische Erkennungs-Tools getestet. Sobald Anbieter ihre KI-Modelle aktualisieren oder andere Algorithmen nutzen, kann die Schutzwirkung der Shirts wirkungslos werden. Dennoch zeigt das Projekt, wie sich Bürger künftig gegen die schleichende Dauerüberwachung wehren könnten.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren