Sicherheitswarnung aus den USA: FBI warnt vor russischen Messenger-Spionen
Vorsicht vor einer neuen Betrugsmasche: Cyberkriminelle haben es derzeit auf die Wiederherstellungsschlüssel von Messenger-Back-ups abgesehen. Nach Angaben von FBI und CISA können sie damit dauerhaft auf Konten und gespeicherte Nachrichten zugreifen. Die Behörden raten deshalb zu besonderer Vorsicht und empfehlen, kompromittierte Schlüssel sofort zu ersetzen. Das FBI und die US-Behörde CISA haben ihre Warnung vor laufenden Phishing-Angriffen auf Nutzer kommerzieller Messenger aktualisiert. Besonders betroffen ist nach Angaben der Behörden derzeit Signal. Die Messenger selbst und ihre Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wurden dabei nicht kompromittiert. Gezielt Politiker, Journalisten und Militärs im Visier Die Kampagnen werden laut FBI und CISA mehreren Gruppen mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten zugeschrieben. Ziel sind unter anderem Regierungsvertreter, Militärangehörige, Politiker, Journalisten und wichtige Funktionsträger in der Ukraine. Die Täter geben sich in Nachrichten als Kundendienst der Messenger-Anbieter aus. Neben Bestätigungscodes und Sicherheits-PINs fordern sie inzwischen auch Wiederherstellungsschlüssel von Datensicherungen an. Preisgegebene Schlüssel ermöglichen dauerhaften Zugriff Erhalten Angreifer den Wiederherstellungsschlüssel, können sie auf gespeicherte Chats zugreifen und anschließend das betroffene Konto übernehmen. Laut FBI und CISA bleibt ein einmal weitergegebener Schlüssel sogar dann nutzbar, wenn unter derselben Telefonnummer ein neues Konto eingerichtet wird. Betroffene sollten deshalb in den Kontoeinstellungen einen neuen Wiederherstellungsschlüssel erstellen. Bei Signal ist dies über „Einstellungen“, „Back-ups“ und anschließend „Neuen Wiederherstellungsschlüssel erstellen“ möglich. Bereits heruntergeladene Datensicherungen lassen sich dadurch jedoch nicht nachträglich absichern.