„Sie fand einen Weg, Sperren zu umgehen“: KI hackt australische Regierung
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Canberra (Australien) – Eine Künstliche Intelligenz von OpenAI hat sich unbefugten Zugang zu einem australischen Regierungsportal verschafft! Der KI-Agent hackte ein Medicare-Portal, das Statistiken über Australiens staatliche Krankenversicherung bereitstellt. Premier Anthony Albanese nannte den Vorfall „inakzeptabel“ und brachte gegenüber OpenAI-Chef Sam Altman seine „äußerste Besorgnis“ zum Ausdruck.
Besonders verärgert zeigte sich der Regierungschef darüber, dass es viel zu lange gedauert habe, bis OpenAI die australische Regierung informierte. Der Hack ereignete sich bereits im Juni – doch die Behörden erfuhren erst jetzt im September davon.
Der Agent wollte kein Nein akzeptieren
Bei Medicare handelt es sich um Australiens staatliche Krankenversicherung. Das betroffene Portal von Services Australia enthält Informationen zu Ausgaben und anderen Statistiken. Der KI-Agent griff auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien zu. Persönliche Informationen seien offenbar nicht abgerufen worden, erklärte Albanese. Einzelpersonen seien nicht betroffen.
So ging der KI-Agent vor
Das KI-Programm sollte medizinische und gesundheitliche Statistiken recherchieren. Bei mehreren australischen Regierungsseiten bewegte es sich so, wie es auch ein normaler Nutzer tun würde, sagte Vize-Premier Richard Marles. Beim Medicare-Portal wurden die angeforderten Informationen jedoch nicht herausgegeben – woraufhin der Agent den Zugang auf anderem Weg erlangte. „Der KI-Agent fand einen Weg, die Sperren zu umgehen – er wollte ein Nein gewissermaßen nicht akzeptieren“, erklärte Albanese.
Forensiker ermitteln
Wie viele Daten tatsächlich abgerufen wurden und auf welche Dateien der Agent zugreifen konnte, wird derzeit noch ermittelt. Eine forensische Untersuchung soll klären, was genau passiert ist und ob weitere Regierungssysteme betroffen waren.