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Sie fielen einer nach dem anderen: Ukrainer lösen die Probleme der Abrams mit Käfigen

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Ukrainische Soldaten haben einen Abrams-Panzer gegen russische Drohnenangriffe aufgerüstet. Neue Fotos auf Facebook zeigen das Fahrzeug namens „Lucifer“ mit auffälligen Schutzgittern. Veröffentlicht wurden die Bilder von einer Brigade, die im Juni 2024 neu gegründet wurde. Der gezeigte Panzer stammt aus australischen Beständen. Die Ukraine erhielt die amerikanischen Kampfpanzer in zwei Schritten: 2023 lieferten die USA 31 Fahrzeuge, 2025 kamen 49 weitere Abrams aus Australien an die Front. 25 Abrams-Verluste zwangen die Ukraine zum Umbau Der Umbau erfolgte nicht ohne Grund. Nach Daten des Projekts Oryx wurden bislang 25 Abrams von Russland ausgeschaltet – also zerstört, beschädigt oder erbeutet. Besonders in der Anfangsphase des Einsatzes verzeichnete die Ukraine hohe Verluste. Die Panzer galten als anfällig für Angriffe durch russische Drohnen und wurden zeitweise sogar von der Front abgezogen. Auf den neuen Bildern sind nun Schutzaufbauten am Turm, an den Seiten der Wanne und im Heckbereich zu sehen. Anders als bei frühen improvisierten Konstruktionen bleibt der Turm dabei beweglich. Ein fest verbauter Käfig über dem Dach würde die Drehung des Turms behindern und den Einsatz der Hauptkanone erschweren. Laut dem Militärportal „Defence Blog“ ist der Aufbau ein „umfangreicher Satz modularer Anti-Drohnen-Käfige“, der an Turm und Wanne montiert wurde. Die Bauteile sollen Drohnen vor dem Einschlag ablenken oder früh zur Explosion bringen. Ukrainische Besatzungen hätten „einen der modernsten Kampfpanzer Amerikas“ an ein Gefechtsfeld angepasst, das von „billigen, tödlichen Drohnen“ geprägt sei, so das Portal. ANZEIGE ANZEIGE Neues System soll kleine Drohnen abfangen Die frühen Notlösungen bestanden oft aus hastig aufgeschweißten Gittern. Aus provisorischen Aufbauten ist inzwischen ein Schutzsystem geworden, das die Gefahr durch kleine FPV-Drohnen abmildern soll. FPV steht für „First Person View“: Der Pilot steuert die Drohne über Kamera und Videobrille, als säße er selbst im Fluggerät. So kann er auf Motordeck, Luken oder dünner gepanzerte Zonen im Heck zielen. Dort hat der ursprüngliche Abrams Schwachstellen. Seine Panzerung wurde in den 1970er Jahren für andere Bedrohungen entwickelt, vor allem für Panzerabwehrraketen und kinetische Geschosse aus der Zeit des Kalten Krieges. Australische Version mit Vorteil beim Treibstoff Die australischen Abrams fahren weiterhin mit der typischen Gasturbine. Berichten zufolge wurden die Triebwerke aber so angepasst, dass sie mit Diesel statt mit dem in der US-Armee üblichen kerosinbasierten Treibstoff JP-8 laufen. Das bringt Vorteile an der Front, weil die ukrainischen Streitkräfte überwiegend Diesel-Fahrzeuge nutzen. Trotz der bisherigen Verluste seien ukrainische Soldaten mit den Abrams zufrieden, berichtet das polnische Fachportal „WP Tech“. Sie loben vor allem die Feuerkraft, die Präzision und die Beweglichkeit im Gelände. Die eingesetzten M1A1 verfügen über eine 120-Millimeter-Kanone sowie Maschinengewehre im Kaliber 12,7 und 7,62 Millimeter.

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