Sieben weitere Gesundheitszonen in der DR Kongo von Ebola betroffen
Die Ebola-Epidemie im Ostkongo weitet sich aus. Nach Angaben des afrikanischen Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) greift das Virus auch auf neue Gebiete über. Wie die WHO meldet, sind mit Gombari in Haut-Uélé, Lubero in Nord-Kivu, Bafwasende, Kabondo, Tshopo sowie Wanie-Rukula in Tshopo, und Buta in Bas-Uélé in sieben Gesundheitszonen erstmals Infektionen diagnostiziert worden. Die Lage im Kongo verschärft sich Der Ausbruch entwickele sich zu einer geografisch stärker gestreuten Infektionswelle. Hinzu käme eine Verschärfung der Lage in anderen Gebieten und die Ausbreitung auf jene neuen Orte, heißt es in dem Situationsbericht. Laut WHO ist die Provinz Ituri mit mehr als 80 Prozent der bestätigten Infektionen und fast 80 Prozent der Toten weiterhin am stärksten betroffen. Mehr als 5.000 Infektionen und 2.000 Tote Insgesamt gibt es in der DR Kongo mittlerweile mehr als 5.000 bestätigte Infektionen mit dem Virus. 2.378 Menschen starben bislang infolge einer Ansteckung. Allein binnen einer Woche starben den Daten der WHO zufolge fast 400 Menschen an der Infektionskrankheit. Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist vom Bundibugyo-Virus verursacht. Gegen diese Variante gibt es - auch wenn die WHO Fortschritte sieht - weder zugelassene Medikamente noch einen Impfstoff. Ebola-Fälle werden zu spät erkannt Rund 60 Prozent der Toten werden laut den WHO-Daten von außerhalb der Ebola-Behandlungszentren gemeldet. Das unterstreiche die großen Schwierigkeiten, Fälle rechtzeitig aufzuspüren und Kranke entsprechend zu isolieren und zu behandeln. Die DR Kongo leidet unter schwacher Gesundheitsinfrastruktur, schlechten Verkehrswegen und großer Armut. Erschwert wird die Eindämmung des Ausbruchs auch durch die seit Jahrzehnten anhaltende Gewalt im Ostkongo, wo zahlreiche Gruppen und Milizen um Macht und die Kontrolle über Rohstoffe kämpfen. Tödlichste Epidemie jemals für die DR Kongo Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende Infektion, die über Körperflüssigkeiten von Erkrankten übertragen wird, etwa bei der Pflege von Kranken oder auch bei der Aufbahrung der Verstorbenen, die über den Tod hinaus infektiös sind. Die Ebola-Epidemie in der DR Kongo ist die bisher zweitgrößte. Der weltweit größte Ausbruch ereignete sich zwischen 2014 und 2016 in Westafrika, als mehr als 28.000 Fälle registriert wurden. Für die DR Kongo ist es die 17. Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus 1976.