Sieg in XXL-Test gegen Hull City: Eintracht weiterhin mit makelloser Testspiel-Bilanz
Viertes Spiel, vierter Sieg. Eintracht Frankfurt setzte sich am Samstag in einem XXL-Testspiel gegen den englischen Erstligisten Hull City mit 2:0 (1:0) durch. Die Partie vor 2.500 Zuschauern im Dreieicher Sportpark wurde über zweimal 60 Minuten ausgetragen und fand in den Frankfurtern die verdienten Sieger. Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte in den ersten 60 Minuten seine derzeit beste Elf aufgeboten – mit einzelnen Ausnahmen. So fehlte Nnamdi Collins weiterhin angeschlagen, während die Neuzugänge Noel Aseko und Otavio lediglich am Vormittag eine individuelle Trainingseinheit absolvierten. Aseko war zuletzt ebenfalls angeschlagen, Otavio kam mit etwas Trainingsrückstand aus Portugal nach Frankfurt. Immerhin: Die zuletzt noch fehlende Spielgenehmigung des brasilianischen Innenverteidigers liegt nun vor. Otavio soll am Mittwoch im Testspiel beim FSV Frankfurt erstmals spielen. Onyedika-Debüt, Burkardt-Tor Gegen die Engländer feierte derweil Raphael Onyedika auf der Sechs sein Debüt im Eintracht-Trikot. Vorweg: Er machte es weitgehend ordentlich, zeigte drei, vier kernige Zweikämpfe, leistete sich aber auch einen haarsträubenden Abspielfehler. Insgesamt fingen die Frankfurter gut an, waren gegen den Premier-League-Aufsteiger das fußballerisch bessere Team, vergaben jedoch mehrere Chancen. Jonathan Burkardt (17.), Ritsu Doan (24.) und Younes Ebnoutalib (47.) scheiterten. Die Gäste hätten ihrerseits einen Elfmeter erhalten müssen, ein Foul des Frankfurter Nachwuchsverteidigers Julian Etse blieb jedoch unerkannt (29.). Etse hatte gemeinsam mit Linksverteidiger Keita Kosugi überhaupt Probleme auf der linken Defensivseite. Als die Gäste gerade etwas besser wurden, schlug die Eintracht zu. Einen langen Ball von Torwart Kaua Santos erlief Stürmer Burkardt und verwandelte zur Führung (56.). Theate und Wahi dürfen ran Zum zweiten Abschnitt brachte Trainer Hütter eine komplett neue Elf, unter anderem mit Arthur Theate. Der Innenverteidiger war kürzlich erst zurückgekehrt aus seinem WM-Urlaub und soll in den nächsten drei Wochen noch verkauft werden. Am Samstag lieferte er einen überzeugenden Auftritt. Sonst noch auffällig: Ansgar Knauff, zuletzt noch Stürmer, verteidigte diesmal rechts hinten. Das 2:0 fiel dann aber über die andere Seite. Fares Chaibi und Jean-Matteo Bahoya hatten im Vorfeld auf links ihre Füße im Spiel, Youngster Love Arrhov schlenzte den Ball schließlich sehenswert ins lange Eck (71.). Das Spiel war nun zerfahrener als zuvor, die Eintracht aber weiterhin die bessere Mannschaft. In der Schlussviertelstunde durfte unter anderem auch Angreifer Elye Wahi ran - auch er soll dringend noch abgegeben werden.