Siemens Energy bereitet möglichen Verkauf von Dampfturbinen-Geschäft vor
München. Siemens Energy bereitet die Abspaltung der Sparte „Transformation of Industry“ (ToI) mit dem Dampfturbinen- und Wasserstoffgeschäft jetzt konkret vor. Der Energietechnikkonzern lote dabei auch gemeinsam mit der US-Großbank Goldman Sachs einen möglichen Verkauf aus, hieß es in Industriekreisen. Der Aufsichtsrat könnte noch am Dienstag einen Milliarden-Carveout beschließen.
Zu der Sparte mit zuletzt 5,7 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 15.000 Mitarbeitern gehören neben Dampfturbinen und Wasserstoff-Elektrolyseuren auch Generatoren und Kompressoren. Nach einer Verselbstständigung kämen unter anderem ein Verkauf oder ein Börsengang in Frage. In Industriekreisen gilt eine Veräußerung als wahrscheinlichste Variante. Das Handelsblatt hatte Anfang August über entsprechende Pläne berichtet.
Mehrere Finanzinvestoren prüfen nun nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg mögliche Gebote. Dazu gehören dem Bericht zufolge CVC Capital Partners, EQT und Bain Capital. Auch Brookfield und KKR erwägten Angebote. Der Geschäftsbereich könnte bei einem Verkauf mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden.
Ob die Investoren tatsächlich Angebote abgeben werden, ist noch offen. Die Gespräche laufen weiter. Vertreter der genannten Finanzinvestoren und von Goldman Sachs sowie ein Sprecher von Siemens Energy lehnten eine Stellungnahme ab.