DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 64.336,91 USD 09:20:17 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Siemens Energy stürzt plötzlich ab - deshalb rauscht die Aktie in die Tiefe!

Wirtschaft

Die fielen zwar grundsätzlich stark aus, doch beim Gewinn pro Aktie leistete sich das Unternehmen einen Schnitzer. Auch die Prognose wurde erneut angehoben, allerdings nicht in dem Umfang, der nötig gewesen wäre, die hohe Unternehmensbewertung nach dem steilen Kursanstieg der Aktie in den vergangenen Monaten zu rechtfertigen. Hohes Umsatzwachstum dank starkem Energie- und Kraftwerksgeschäft Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 22,0 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar zu. Damit konnten die Erwartungen um 300 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Am stärksten legten die Erlöse im Elektrifizierungsgeschäft zu, wo ein Anstieg um 29 Prozent (auf organischer Basis) auf 3,6 Milliarden US-Dollar verzeichnet wurde. In der Kraftwerkssparte steigerte sich GE Vernova dank einer hohen Nachfrage nach Gasturbinen um 14 Prozent auf 5,5 Milliarden US-Dollar. Nicht überzeugen konnte hingegen das Windturbinengeschäft, wo sowohl die Auftragseingänge als auch die Erlöse zurückgingen – das beschleunigte auch den Abverkauf der Nordex-Aktie. Margen verbessert, Gewinn gesteigert – Erwartungen trotzdem verfehlt Auf der Ertragsseite legte GE Vernova einen Gewinn in Höhe von 2,47 US-Dollar je Aktie vor. Das lag um 0,71 US-Dollar unter den Erwartungen der Analystinnen und Analysten. Gegenüber dem Vorjahresergebnis von 1,86 US-Dollar je Anteil gelang aber eine deutliche Steigerung. Insgesamt erzielte der Konzern einen Nettogewinn in Höhe von 649 Millionen US-Dollar nach 492 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Neben dem Umsatzanstieg führte eine von 5,4 auf 5,8 Prozent verbesserte Nettomarge zum deutlichen Gewinnanstieg. Erneute Prognoseanhebung lässt Investoren unbeeindruckt Angesichts der ungebrochen hohen Nachfrage, die Auftragseingänge legten um 88 Prozent auf 24,2 Milliarden US-Dollar zu, erhöhte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erneut. Die Umsatzspanne wurde um eine Milliarde US-Dollar auf 45,5 bis 46,5 Milliarden US-Dollar angehoben. Die freien Cashflows sollen sich auf 11,5 bis 12,5 Milliarden US-Dollar belaufen. Bislang hatte GE Vernova mit Mittelzuflüssen "nur" von 6,5 bis 7,5 Milliarden US-Dollar gerechnet, allerdings steigerte sich das Unternehmen hier zuletzt deutlich von 194 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal auf jetzt 5,1 Milliarden US-Dollar. Das machte eine Anpassung der Prognosen notwendig. Seine bereinigte EBITDA-Marge veranschlagt GE Vernova mit 12 bis 14 Prozent. Nach dem ersten Halbjahr stehen 10,5 Prozent zu Buche, das Management rechnet also mit weiteren substanziellen Verbesserungen in der zweiten Jahreshälfte. Sell the News: Zahlen werden massiv abverkauft Zunächst zeigten sich Anlegerinnen und Anleger noch erfreut über das satte Umsatzplus und den starken Auftragseingang. Dann setzten jedoch rasch Gewinnmitnahmen ein und die Aktie stürzte zeitweise um über 9 Prozent ab – GE Vernova hat in diesem Jahr bereits 65 Prozent an Wert gewonnen. Gegenüber dem Stand vor einem Jahr steht sogar ein Plus von 96,5 Prozent zu Buche. Damit ist die Aktienkurs- der Geschäftsentwicklung weit vorausgeeilt. Um die satten Bewertungsaufschläge wenigstens zu verteidigen, wäre ein noch stärkerer Ausblick nötig gewesen. Den blieb das Unternehmen aber trotz der Prognoseanhebung insbesondere bei den Mittelzuflüssen schuldig – gut war hier schlicht nicht gut genug. Fazit: Bewertungen wie diese rechtfertigen keinen noch so kleinen Fehler Beim Blick auf die genauen Kennzahlen wird schnell klar warum. Für 2026 ist das Unternehmen bereits mit dem 71-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet, selbst für 2027 steht bereits ein KGVe von fast 44 zu Buche – beides liegt meilenweit über dem Branchendurchschnitt von 21. Selbst das hohe Gewinnwachstum ist bei GE Vernova nicht mehr günstig, das PEG liegt mit 2,25 um mehr als das Doppelte über dem Wert von 1, der in der Fundamentalanalyse als attraktiv gilt. Auch bei vielen anderen Kennziffern handelt die Aktie mit unvernünftig hohen Aufschlägen. Gegenüber dem Branchendurchschnitt liegen zum Teil Abweichungen von mehreren Hundert Prozent vor. Das bringt dem Papier für seine Bewertung im Urteil der Börseninformationsplattform SeekingAlpha die Schulnote 6 ein. Die Quartalszahlen waren für Investoren also ein willkommener Anlass, Kasse zu machen – ein klassisches Sell-the-News-Event. Anlegerinnen und Anleger von Siemens Energy sollten sich also vorsehen! Die Zahlen werden hier am 05. August erwartet. Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren