Silbereisen und Raab bei Brings: Überraschung vor dem Kölner Dom
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Köln (Nordrhein-Westfalen) – Mehr heiliges Heimspiel geht für eine Band mit diesen Wurzeln in der Domstadt einfach nicht. Die Rocker vom Rhein feiern Geburtstag vor Deutschlands wohl bekanntestem Gotteshaus. Plötzlich steht Florian Silbereisen (45) auf der Bühne. Mit einem Rock-Akkordeon. Köln hatte an diesem Abend nur einen Namen: Brings. Und die brachten Hits aus 35 Jahren Bandgeschichte: 35 Jahre kölsches Lebensgefühl in kleinen Kneipen oder ganzen Stadien. Und zum großen Jubiläum gab es für die Musiker die wohl spektakulärste Kulisse überhaupt: DAS Kölner Wahrzeichen schlechthin – immerhin auch bald schon fast 780 Jahre alt. Und noch ein Super-Promi kam vorbei. Sogar mal wieder mit Ukulele – Stefan Raab (59).
Schunkeln statt Beten vor dem Dom
Vor dem Wahrzeichen der Stadt wurde gesungen, geschunkelt und gefeiert. Tausende Fans machten die Nacht zum gigantischen kölschen Wohnzimmer. Die Tickets waren gratis vorab zu haben. Ein Dankeschön. Weitere Einnahmen werden gespendet. Und mittendrin: Peter (wird am 8. September 62) und Stephan (61) – die Brings-Brüder mit ihrer Band, die längst weit über die Grenzen Kölns hinaus Kultstatus erreicht hat.
Supergeile Zeiten mit Brings seit 35 Jahren
35 Jahre Brings – das bedeutet auch 35 Jahre „Superjeilezick“ . Auch wenn der Song „erst“ vor gut 26 Jahren herauskam. Und genau bei diesem Klassiker muss selbst Peter Brings manchmal schmunzeln.
ZU BILD sagt er: „Das habe ich jedes Mal, wenn ich ‚Superjeilezick‘ auf der Bühne singe, und dann den Zuhörern erzähle, wie damals Partys abgelaufen sind – das war schon wild. Das ist heute bei Weitem nicht mehr so, das liegt wahrscheinlich an unserem Alter, aber feiern können wir immer noch.“ Und wie sie feiern können!
Ihre Hits rocken nicht nur den Karneval
Ob „Kölsche Jung“, „Polka, Polka“ oder eben „Superjeilezick“. Die Hits der Band sind längst mehr als Karnevalslieder. Sie gehören zum Soundtrack des Rheinlands und inzwischen zum musikalischen Kulturgut ganz Deutschlands, das auch jenseits von Köln verstanden und geliebt wird.
Einen ganz besonderen Anteil daran hat ein Mann, der inzwischen fast schon zur Brings-Familie gehört: Florian Silbereisen . Der Entertainer ist seit Jahren ein großer Fan der Kölner Musiker, Brings sind Stammgäste in seinen Shows. Immer wieder brachte Silbereisen die kölschen Töne einem Millionenpublikum näher. Mal mit Akkordeon oder auch beim Auftritt im schottischen Kilt.
Stephan Brings erinnert sich: „Ja, das haben wir natürlich gemerkt, nachdem Songs wie ‚Kölsche Jung‘ oder ‚Polka, Polka‘ auch überregional bekannt geworden sind, auch dank der Shows von Florian Silbereisen. Das war schon ein wichtiger Sprung für uns. Heute spielen wir ja auch in Berlin, München oder Hamburg.“
Überraschung von Florian Silbereisen
In dieser Kölner Nacht am Roncalliplatz kam es schließlich zur großen Überraschung: Silbereisen tauchte plötzlich auf der Bühne auf und gratulierte seinen musikalischen Freunden persönlich zum 35. Geburtstag.
Der „Fan“ revanchierte sich damit für viele gemeinsame Fernsehmomente – doch diesmal drehten die Brings den Spieß um. Peter und Stephan Brings machten aus ihrem Jubiläum kurzerhand auch eine musikalische Liebeserklärung an ihren langjährigen Weggefährten. Niederbayern trifft Rheinland und es passt einfach.
„Ritterschlag für eine kölsche Band“
Und dann war da natürlich die Kulisse und echte Kölner Unterstützung. Auch Entertainer Stefan Raab (59) kam mit seiner Ukulele, stieg beim Hit „Superjeilezick“ mit ein und spielte auch noch den AC/DC-Klassiker „Highway to Hell“ in der kölschen Version.
„Vor dem Dom zu spielen, ist natürlich für jede kölsche Band so etwas wie ein kleiner Ritterschlag“, sagt Peter Brings. Bereits zweimal standen die Musiker gemeinsam mit dem Beethoven-Orchester vor der berühmten Kulisse. „Das war schon ein tolles Erlebnis. Wir freuen uns allerdings jetzt auch auf den Moment, dort nur als Band zu spielen. Das ist schon ein magischer Ort.“