Silberpreis: Anleger zittern vor neuer Handelswoche - Silber auf 50 oder 80 USD?
Nach dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht für Juni wähnte man bereits die Zinsangst überwunden. Doch die im Zuge der Eskalation im Nahen Osten wieder höheren Ölpreise haben die Inflationssorgen mit Macht wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Die jüngsten Entwicklungen lassen zudem erwarten, dass eine schnelle diplomatische Lösung wohl vom Tisch ist. Das größte Risiko geht unvermindert von der zunehmenden Dauer des Konflikts aus. In der gestrigen Gold-Kommentierung hatten wir die aktuellen Entwicklungen der Renditen der 2-jährigen und 10-jährigen US-Staatsanleihen sowie das Erstarken des US-Dollars bereits ausführlich thematisiert. Silberpreis: Anleger zittern vor der neuen Handelswoche Der Entwicklung der Anleiherenditen kommt auch in der neuen Handelswoche eine große Bedeutung zu. Anleger und Investoren blicken mit großer Anspannung auf die anstehenden Termine. Bereits am Dienstag (14. Juli) werden die wichtigen US-Verbraucherpreisdaten veröffentlicht. Am Mittwoch folgen die US-Erzeugerpreise und das Beige Book der Fed. Angesichts der prekären Gemengelage sollten die Daten tunlichst nicht negativ überraschen. Rund um die Veröffentlichungstermine kann es zu Turbulenzen bei Gold, Silber & Co. kommen. Fazit - Silber jetzt auf 50 oder 80 US-Dollar? Silber ist stark überverkauft. Daran hat auch der jüngste Erholungsversuch nichts geändert. Das Potenzial, eine knackige Erholung auf die Beine zu stellen und Preisziele bei 70 US-Dollar und 80 US-Dollar anzugehen, wäre vorhanden. Es bedarf jedoch fundamentaler Impulse. Nachgebende Anleiherenditen oder ein schwächerer US-Dollar könnten den Silberpreis entsprechend antreiben. Allerdings gilt es auch ein Szenario zu diskutieren, in dem die anstehenden Inflationsdaten die Zinssorgen befeuern. In diesem Fall könnte der Druck auf Silber zunehmen und das Edelmetall womöglich noch einmal auf 50 US-Dollar drücken. Ein Rücksetzer unter die 50 US-Dollar würde eine Neubewertung notwendig machen. Signale der Hoffnung auf ein Comeback des Silberpreises senden weiterhin die Aktien der Silberproduzenten. Fresnillo, Pan American Silver oder aber auch Hecla Mining haben nach wie vor die Chance, ihre laufende Bodenbildung erfolgreich abzuschließen und eine untere Trendwende einzuleiten. Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte Sie wollen keine Chancen verpassen und bei den aktuellen Edelmetall- und Rohstofftrends auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.