„Sind enttäuscht“: Veranstalter fordern erfolglos Handy-Verzicht bei Radrennen
Der Ötztaler Radmarathon ist ein anspruchsvolles Radrennen über rund 227 Kilometer und vier Alpenpässe mit etwa 5500 Höhenmetern in den Tiroler Alpen. In diesem Jahr gab es Ärger wegen Handynutzung. Die Organisatoren des Radmarathons machten ihrem Ärger auf Instagram diesbezüglich Luft.
„Wir sind sehr enttäuscht: Trotz unseres klaren Appells im Vorfeld wurde die Aufforderung, während der Fahrt auf das Handy zu verzichten, von sehr vielen Teilnehmenden ignoriert“, heißt es dort. Die Verantwortlichen reagierten damit auf Teilnehmer, die trotz vorheriger Bitten während der Fahrt filmten oder Selfies machten.
Veranstalter fordern erfolglos Handy-Verzicht bei Radrennen: „Sicherheit vor Content“
Zwar blieben Unfälle aus, doch die Handynutzung gefährde die Sicherheit aller Akteure auf den anspruchsvollen Passstraßen, heißt es weiter auf Instagram. Das Organisationsteam betonte in diesem Zusammenhang: „Sicherheit vor Content.“
Das Event stelle ohnehin umfangreiches Bildmaterial wie persönliche Highlight-Videos und tausende Profifotos zur Verfügung. In diesem Jahr blieb es bei Ermahnungen, nachträgliche Disqualifikationen werden mehr für 2026 nicht mehr ausgesprochen werden.
Die Rennleitung warnt allerdings davor, dass ab dem nächsten Jahr Verstöße auch im Nachhinein über hochgeladenes Videomaterial geahndet werden können. Eine nachträgliche Disqualifikation sei damit dann ausdrücklich möglich. Um Erinnerungen festzuhalten, müssten Sportler künftig auf fest installierte Actioncams zurückgreifen, die die Kontrolle über das Rad nicht einschränken.
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„Influencer einladen und Handyverbot ist verrückt“
Der Post rief unterschiedliche Reaktionen hervor. „Ich fahre ja erst 2027 mit, aber ich begrüße eure Entscheidung. Ich habe bei verschiedenen Rennen schon einige Stürze gesehen, bis hin zum kompletten Abbruch des Rennens“, schrieb einer unter den Instagram-Post.
Andere sehen die Verantwortung aber auch bei den Organisatoren. „Ihr ladet doch die Rad-Influencer ein, um noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist dann halt die andere Seite“, kommentierte einer. „Influencer einladen und Handyverbot ist verrückt“, lautete ein weiterer Kommentar.
Ötztaler Radmarathon: So gefährlich ist die Strecke
Beim Ötztaler Radmarathon ist besondere Vorsicht erforderlich, da die Strecke während des Rennens nicht vollständig für den Verkehr gesperrt wird und weiterhin die Straßenverkehrsordnung gilt, informiert das Portal „Sölden“ . Gefahren können durch Gegenverkehr, andere Teilnehmende, Zuschauer, Einsatzfahrzeuge, beschädigte oder rutschige Fahrbahnen, wechselhaftes alpines Wetter sowie Weidevieh und Wildtiere entstehen.