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Skispringer kassiert Gelbe Karte nach Disqualifikation

Sport

Mit einem Sprung auf 142,5 Meter wäre Unglaube am Freitagabend in der Klingenthaler Vogtland-Arena eigentlich bester Deutscher gewesen, seine 139,1 Punkte hätten in der Vorausscheidung im Vorfeld des letzten Grand-Prix-Wochenendes der Saison für den vierten Platzt gereicht.

Ski zu lang: Disqualifikation mit Folgen für den Winter

Doch weil seine Ski um einen Zentimeter zu lang waren, wurde der Skispringer aus Bad Freienwalde disqualifiziert. Dementsprechend erhält er die Gelbe Karte.

Der starke Sprung kam zu einem wichtigen Zeitpunkt: Nach Klingenthal will Bundestrainer Andreas Mitter über die Weltcup-Startplätze entscheiden. „Das werden wir erst nach Klingenthal entscheiden“, hatte Mitter im Vorfeld des Wochenendes angekündigt.

Raimund und Bayer gelten als gesetzt

Philipp Raimund, Ben Bayer und Felix Hoffmann hätten in Hinblick auf die Ende November in Lillehammer startende Weltcup-Saison noch „einen Bonus“, sagte Mitter auf skispringen.com-Nachfrage.

Unglaube nannte Mitter in diesem Zusammenhang nicht. Ein vierter Platz in der Qualifikation hätte ihm aber ein starkes sportliches Argument verschafft, zumal die übrigen deutschen Skispringer zumindest in der Qualifikation nicht gerade glänzen konnten: Als bester Deutscher belegte Andreas Wellinger gerade einmal den 19. Platz, Philipp Raimund wurde auf der ungeliebten Schanze im Vogtland nur 26.

Sechs Startplätze stehen der deutschen Mannschaft bis zur Vierschanzentournee im Weltcup zur Verfügung – neben Raimund, Wellinger, Bayer und Hoffmann gelten die übrigen Klingenthal-Starter Karl Geiger, Pius Paschke, Luca Roth und Constantin Schmid als heißeste Anwärter.

Bis zur Vierschanzentournee im Normalfall gesetzt bleibt nur Bayer. „Er hat auf jeden Fall die Startberechtigung für die ersten Weltcups. Danach müssen wir mit dem gesamten Team evaluieren, wie es aussieht und in welche Richtung es geht – aber grundsätzlich hat er den Platz geholt und ich gehe davon aus, dass er bis zur Tournee dabei sein wird“, so der neue Bundestrainer zu skispringen.com.

Unglaube nimmt Gelbe Karte mit in den Winter

Statt sich mit dem Ergebnis empfehlen zu können, steht bei Unglaube nun die Verwarnung im Vordergrund. Nach dem überarbeiteten FIS-Sanktionssystem bleibt eine Gelbe Karte zwölf Monate aktiv und wird über den Saisonwechsel hinweg mitgenommen. Eine zweite Disqualifikation und damit Rot würde eine Sperre für die folgenden Wettkämpfe bedeuten.

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