Skoda Epiq im ersten Test: Kleinstes Tschechen-SUV ganz groß
Vorteile
Sehr günstiger Basispreis
Sportlicher Fahrkomfort
Sparsamer Verbrauch im ersten Fahrtest
Erstaunlich viel Platz
Nachteile
Mit 55-kWh-Akku und besserer Ausstattung gut 37.000 Euro teuer
(Noch) kein Frunk
Škoda Epiq im ersten Fahrtest
Preislich attraktives E-SUV mit erstaunlich viel Platz, hochwertiger Verarbeitung und top Fahrkomfort. Der niedrige Preis von knapp 26.000 Euro gilt allerdings nur mit kleinem Akku. Der hier angebotene Leasingpreis gilt für den Epiq 55 mit größerem Akku und 3.000 Euro E-Auto-Förderung.
ANZEIGE
Beliebter Shop:
181 €
Zum Shop
( Leasingmarkt.de )
Günstiger Shop:
–
Kein Angebot
–
Škoda erweitert seine E-SUV-Palette an den beiden äußeren Enden: Während der Peaq das größte E-SUV mit der dicksten Batterie der Tschechen wird, steht am anderen Ende der Bandbreite der Epiq: Das kleinste und günstigste E-SUV mit der kleinsten Batterie von 38,5 kWh. Damit bekam der Elroq, das im Juli und August 2026 beliebteste E-Auto Deutschlands bei den Neuzulassungen, einen kleinen Bruder.
Auf unserer ersten Testfahrt von Bayern nach Tirol bekamen wir jedoch den Epiq in der teureren Version mit dickerem Akku, der zuerst bei den Händlern landet: Der Epiq 55 mit einem Basispreis von 35.900 Euro. Im Herbst sollen dann der Epiq 35 und 40 ab 25.900 Euro verfügbar sein.
Unmittelbare Konkurrenz zum Epiq wird der Kia EV2 (26.600 Euro, 42,2 kWh), der Citroën e:C3 (23.300 Euro, 44 kWh), der Fiat Grande Panda Electric (24.990 Euro, 44 kWh) und der Renault 4 E-Tech electric (29.400 Euro, 40 kWh) sein.
Das lesen Sie in diesem Artikel: Wir zeigen die ersten Fahreindrücke mit dem Epiq 55 in der Ausstattungslinie „Selection“, finden einige spannende Details, wagen eine erste Reichweiten-Prognose und rechnen vor, wie günstig Sie das E-Auto kommt.
Škoda Epiq: Technische Daten
Škoda Epiq354055
Preis incl. MwSt
ab 25.900 Euro
ab 27.900 Euro
ab 32.100 Euro
Antrieb
Front
Front
Front
Leistung in kW
85
99
155
Max. Drehmoment (Nm)
267
267
290
Höchstgeschwindigkeit (km/h)
150
150
160
Beschleunigung 0-100 km/h (sek.)
11
9,8
7,1
Akkukapazität
38,5 kWh
38,5 kWh
55 kWh
Akkutyp
LFP
LFP
NMC
max. Ladeleistung (AC) in kW
11
11
11
max. Ladeleistung (DC) in kW
50
90
105
Reichweite nach WLTP
310 km
310 km
441km
Verbrauch EU-Drittelmix WLTP
13 kWh/100 km
13 kWh/100 km
13,7 kWh/100 km
Kofferraumvolumen (VDA-Norm)
475 Liter/kein Frunk
475 Liter/kein Frunk
475 Liter/kein Frunk
Gewicht, Herstellerangabe (kg)
1.542 kg
1.542 kg
1.610 - 1.712 kg
Abmessungen (L/B/H)
4.3171 x 1.798 x 1.581 Millimeter
4.3171 x 1.798 x 1.581 Millimeter
4.3171 x 1.798 x 1.581 Millimeter
Radstand
2.601 mm
2.601 mm
2.601 mm
Anhängelast ungebremst/gebremst
500/500
500/500
750/1200
Škoda
Für wen ist der Škoda Epiq?
Es muss nicht immer größer, schneller, weiter sein. Gerade Käufer*innen von E-Autos kaufen mittlerweile ein Auto, das wirklich zu ihren Bedürfnissen passt - und nicht eines, das möglichst viel Eindruck schindet. Singles, Paare und Kleinfamilien mit einem Kind werden im Epiq den nahezu perfekten Kompromiss zwischen Komfort, Fahrspaß und Vernunft finden. Das Klein-SUV ist für den städtischen und stadtrandnahen Gebrauch noch kompakt genug, bietet aber innen ausreichend Platz für Einkäufe und Kinderwagen. Wer dann noch Wert auf Fahrspaß legt und mit mittleren Reichweiten um die 350 Kilometer auskommt, sollte sich den wertigen Tschechen in der 55-kWh-Version unbedingt ansehen. Suchen Sie einen Zweitwagen rein für die Kurzstrecke, machen Sie mit der Epiq 35 oder Epiq 40 ein noch besseres Schnäppchen. Vor allen Dingen, wenn Sie dann noch die E-Auto-Förderung mitnehmen können.
ANZEIGE
ANZEIGE
Škoda Epiq: Prognose zu Reichweite, Verbrauch, Ladeleistung
Zunächst mal vorneweg: Die Prognosen von unserer dreistündigen Testfahrt hier sind reine Schätzwerte. Verlässliche Werte kann erst unser Volltest im Laufe des Herbstes oder Winters zeigen – je nachdem, wann uns Škoda mit einem Testwagen versorgt.
Unser Probefahrzeug war die teuerste Epiq-Version, also mit 55 kWh großem Akku (52 kWh netto). Nach knapp 100 Kilometern Strecke über kurvige Landstraßen, leichter Steigung und mildem Sommerwetter ohne Heizung und wenig Klima zeigte die Anzeige einen Verbrauch von 16,2 kWh/100 km an. Würden wir diesen Verbrauch und die Herstellerangabe der nutzbaren Akkukapazität zugrunde legen, läge die Reichweite bei moderatem Tempo bei 320 Kilometern. Allerdings ist das nur eine sehr, sehr vorsichtige Prognose, denn die Verbrauchsanzeigen in den Fahrzeugen berücksichtigen weder Ladeverluste noch sind wir eine Runde gefahren, sodass wir Höhenunterschiede wieder ausgleichen konnten. Wovon wir grob ausgehen: etwa 350 Kilometer Reichweite in der Stadt, 300 km über Land und 240 Kilometer Autobahn.
Da wir in der kurzen Zeit den Akku nicht ausreichend leerfahren konnten, machte ein Stopp an der Ladesäule keinen Sinn, um die Ladeleistung zu überprüfen. Škoda nennt eine maximale Ladeleistung von 105 kW – das ist in dieser Preis- und Klein-SUV-Klasse recht normal, hat aber natürlich Luft nach oben. Erste veröffentlichte Ladekurven zeigen, dass der Epiq eine sehr hohe Durchschnittsladeleistung von knapp 100 kW von 10 auf 80 % hinlegt und dafür lediglich 22 Miuten braucht – das ist beachtlich!
Beim AC-Laden sind es die üblichen 11 kW. Einen 22-kW-Onboard-Charger, wie ihn Kia mit dem EV2 anbietet, gibt's nicht im Konfigurator des Škoda Epiq.
Die Platzierung des Ladeanschlusses vorne rechts ist sehr sinnvoll für alle NutzerInnen, die oft an städtischen Ladesäulen oder in der hauseigenen Garage parken, wo sich die Steckdose oft ebenfalls rechts befindet.
Škoda Epiq Platzangebot: Kleines SUV ganz groß
Der Epiq misst in der Länge 4,17 Meter und ist damit elf Zentimeter länger als der Kia EV2. Damit passt der Frontantriebler in Parkplätze, in die auch ein Golf passt. Sein Design mit den schmalen LED-Lichtern und den klaren Konturen gefällt uns, ist aber Geschmackssache. Genauso wie die ovalen Lufteinlässe in der vorderen Stoßstange, die wir eher scheußlich finden. Sie haben aber einen echten Zweck: Dahinter sitzen aktive Luftklappen, die den Luftwiderstand reduzieren.
Kommen wir zu einer echten Stärke des Epiq: seinem Platzangebot. Bereits im Innenraum haben wir ein für diese Klasse üppiges Raumgefühl, was auch auf den Rücksitzen vorherrscht. Das kompakte SUV bietet im Fond viel Bein- und mit 973 mm enorm viel Kopffreiheit – machen Sie sich im Video davon selbst ein Bild.
Der Kofferraum bietet höchst erfreuliche 475 Liter. Zum Vergleich: Ein Kia EV2 kommt da nur auf 365 Liter, der Leapmotor B03X sogar nur auf 302 Liter. Die Taktik im VW-Konzern, mehr Platz im Kofferraum zu schaffen, scheint auch bei den Tschechen angekommen zu sein. Richtig klasse finden wir den riesigen Platz unter dem Kofferraumboden, der fast kniehoch ist. Er ist prädestiniert, um den Ladekabel-Wirrwarr unkompliziert dort zu bunkern.
Noch besser wäre ein Frunk unter der Motorhaube, um nicht erstmal den Kofferraum leerräumen zu müssen. Den gibt es nicht, ABER: Škoda hat bestätigt, dass der Epiq zu einem späteren Zeitpunkt in der Produktion mit einem Frunk angeboten wird. Das vordere Gepäckfach soll 25 Liter fassen. Das Zuckerl wäre dann noch ein Öffnungsmechanismus an der Motorhaube oder gar mit Gestensteuerung. Davon wagen wir aber noch nicht zu träumen...
Genauso wenig von einer verschiebbaren Rückbank, wie es Kia und Hyundai in ihre Kompakten mittlerweile einbauen. Wir finden das eine geniale Idee, schließlich kann man selbst je nach Bedarf entscheiden, ob man gerade den XL-Rücksitzraum oder vielleicht doch einen XL-Kofferraum braucht. Škoda, spickt doch mal bei den Koreanern!
Pony-Besitzer, aufgepasst: Mit dem Epiq 55 und einer Anhängerkupplung können Sie bis zu 1.200 kg gebremste Anhängelast ziehen. Bei den Versionen 35 und 40 sind es lediglich 500 kg.
Škoda Epiq: Überraschend spritzig!
Das hätten wir jetzt gar nicht mal so von dem Frontantriebler erwartet: Der Epiq macht uns auf den teils engen und kurvigen Straßen an der bayerisch-österreichischen Grenze mächtig Spaß. Er ruft seine 210 PS unmittelbar ab, liegt für die Klasse satt auf der Straße und lässt sich von engen Kurven nicht beirren. Die Sitze in unserer „Selection“-Variante des Epiq 55 geben genug Halt. Die Lenkung ist für uns direkt genug. Auf der Autobahn sind völlig ausreichende 160 km/h drin, die Beschleunigung gibt Škoda von 0 auf 100 mit beachtlich kurzen 7,1 Sekunden an. Wer gerne rekuperiert, kann am rechten Hebel von „D“ auf „B“ mit einer Drehung schalten. Feinere Rekuperationsstufen gibt es nicht.
Škoda Epiq: Assistenzsysteme ab der günstigsten Version
Egal, ob Sie die günstigste Ausstattungsvariante „Essence“ oder die teureren Varianten „Selection“ oder „First Edition“ wählen: Alle drei Versionen haben Assistenzsysteme wie Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Aufmerksamkeitswarner ab Werk. Eine Rückfahrkamera gibt es erst ab Version „Essence“. Gleiches gilt für den Fernlichtassistenten. Für einen adaptiven Tempomaten müssen Sie das Travel-Assist-Paket für 1.250 Euro kaufen, ganz egal, welche Epiq-Ausstattungsvariante Sie haben. Mal wieder gilt: Als KäuferIn muss man sich mit dem Konfigurator auseinandersetzen und durch ellenlange Datenblätter wühlen.
Unser Testwagen ist – wie so oft bei Pressefahrzeugen – sehr gut ausgestattet. Auf unserer Fahrt funktioniert die Temposchildererkennung meist zuverlässig. Auch in den seltenen Situationen, in denen wir den ACC auf der Landstraße anschalten, macht dieser einen guten, flüssigen Job. Sehr gut gefällt uns der Lenkassistent, der dezent eingreift.
KäuferInnen bevorzugen Tasten, statt alles ins Display zu verlagern. Das hat Škoda gehört und wichtige Funktionen wie Heizung, Klima oder Fahrmodus auf eine eigene Leiste unterhalb der Lüftung gepackt.
Škoda Epiq: Garantie
Kia und MG bieten mittlerweile 7 Jahre Herstellergarantie, BYD 6 Jahre, Hyundai immerhin noch 5 Jahre. Und Škoda? Die halten immer noch an ihren 2 Jahren ohne Kilometerbegrenzung fest (in Österreich 3 Jahre). Hinzu kommen eine dreijährige Lackgarantie, eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung und die üblichen 8 Jahre (bzw. 160.000 km) Batteriegarantie für den Hochvoltakku.
Wer auf Nummer sicher gehen will, muss also die magere Fahrzeuggarantie beim Neuwagenkauf mit einer kostenpflichtigen Škoda-Anschlussgarantie verlängern. Damit ist ein Schutz von bis zu 5 Jahren oder 150.000 Kilometern möglich – je nachdem, was zuerst eintritt. Schade, dass deutsche Konzerne weiterhin an der 2-Jahre-Garantie festhalten und wohl nicht mehr Vertrauen in ihre Wertarbeit haben.
Top E-Autos unter 35.000 Euro mit ordentlicher Reichweite
Der Škoda Epiq zählt zu einer Sparte, die bei Käufern besonders beliebt ist: der günstigen Kompaktklasse. Sie ist der perfekte Kompromiss für alle, denen ein Kleinwagen zu wenig und eine große Familienkutsche aber zu viel ist. In unserem Vergleich der preiswerten, aber ausdauernden Kompakten listen wir handliche E-Autos mit viel Reichweite aus unseren Tests auf, stellen jedes Fahrzeug vor und haben einen Preistipp parat. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Ausblick auf das Testfeld.
Top E-Autos unter 35.000 Euro mit ordentlicher Reichweite
Top-Empfehlung
Preistipp
Viel Platz für wenig Geld
Mächtiger E-Kleinwagen
Sparsamer E-Pendler
Kia EV2 (42,2 kWh)Hyundai Inster SelectKia EV3Leapmotor B10 (67,1 kWh)Opel Corsa Electric GS
Aktuelle CHIP-Gesamtnote
Aktuelle CHIP-Gesamtnote
Befriedigend (3,18)
Befriedigend (3,26)
Befriedigend (3,15)
Befriedigend (3,19)
Befriedigend (3,23)
Test
Test
Zum Test
Zum Test
Zum Test
Zum Test
Zum Test
Vor- und Nachteile
Vor- und Nachteile
Vorteile
Starke Reichweiten dank niedrigem Verbrauch
Kompakte Maße für Stadtbewohner
Erstaunlich geräumig
Ruhiger, smoother Fahrkomfort
Nachteile
Clevere Details, z.B. Frunk, gibt es erst in teureren Versionen
Fahrassistenten nicht gewohnt Kia-gut
Nervige Türgriffe
Vorteile
Sehr üppiges Raumkonzept
Ideale Maße für die Stadt
Sehr sparsamer Verbrauch
Nachteile
In der Basis wenig Ausstattung
Langsames Laden
Vorteile
Viel Reichweite dank starker Ladekurve und großem Akku
Reichlich Platz für Insassen und Gepäck
Klasse Assistenzsysteme und hoher Fahrkomfort
Nachteile
Teuerstes Auto des Vergleichs
Völlig missglückte Positionierung des Ladeanschlusses
Vorteile
Äußerst günstig
Ausgereifte Assistenzsysteme
Agiles und komfortables Fahrerlebnis
Nachteile
Viele Software-Schwächen, z.B. bei Navigation
App-Schlüssel unbrauchbar
eher hoher Verbrauch
Vorteile
Kompakt und handlich für die Stadt
Sparsamer Motor mit real 340 km Reichweite
Gute Sicherheits- und Assistenzsysteme
Solide Verarbeitung
Sehr gute Sitze
Nachteile
Hoher Kaufpreis
Nervige Aufpreispolitik
Wenig Platz im Fond und Kofferraum
Altbacken wirkendes Infotainment
Reichweite (Mischverkehr)
Reichweite (Mischverkehr)
ca. 311 km
ca. 278 km
ca. 300 km
ca. 434 km
ca. 340 km
Leistung
Leistung
108 kW / 146 PS
71 kW / 97 PS
240 kW/326 PS
160 kW / 218 PS
115 kW / 156 PS
Ladeleistung
Ladeleistung
bis 115 kW DC, bis 22 kW AC
bis 72 kW DC, bis 11 kW AC
bis 128 kW DC, bis 11 kW AC
bis 168 kW DC, bis 11 kW AC
bis 106 kW DC, bis 11 kW AC
Listenpreis
Listenpreis
ab 28.990 Euro
ab 23.900 Euro
ab 35.990 Euro
ab 32.400 Euro
ab 33.385 Euro
Leasingpreis
Leasingpreis
ab ca. 170 Euro
ab ca. 210 Euro mit Effizienzpaket
ab ca. 270 Euro
ab ca. 260 Euro
ab ca. 185 Euro
Zum Leasing-Deal
Zum Leasing-Deal
Zum Leasing-Deal
Zum Leasing-Deal
Zum Leasing-Deal
Testdaten: CHIP