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SLI ist zurück: DLSS 5 auf zweite Karte ausgelagert

Technologie

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Die hohen Anforderungen im Einsatz von DLSS 5 sind sicherlich ein Aspekt, der vorerst gegen den Einsatz dieser Technik oder für den Einsatz von Multi Frame Generation spricht. Doch wie schaut es aus, wenn man die Arbeit des DLSS 5 Neural Renderings auf eine zweite Karte auslagert? Nichts anderes machte NVIDIA mit der ersten Präsentation der Technik, denn im Frühjahr 2026 kamen gleich zwei GeForce RTX 5090 zum Einsatz.

Ein Projekt namens "Neural Coprocessor" (GitHub-Link) soll nun per MGPU Bridge die Arbeitslast für das DLSS 5 Neural Rendering auf eine zweite Karte auslagern. Das dazugehörige ReShade-Add-on greift die fertig gerenderten Frames ab, liefert diese an die zweite GPU und führt dort das neuronale Rendering aus. Dies führt allerdings auch dazu, dass die zweite Karte über ein eigenes Ausgabefenster verfügt. Nach dem Ausführen von DLSS 5 kann der Frame nicht mehr an die primäre Karte übertragen werden.

Damit unterscheidet sich das Verfahren vom klassischen SLI oder CrossFire und auch alte PhysX-Beschleuniger griffen in der Rendering Pipeline an anderer Stelle ein.

Doch das Ergebnis zählt. Im Test mit zwei GeForce RTX 5060 Ti zeigten sich in The Blood of Dawnwalker und Cyberpunk 2077 deutlicher Verbesserungen in den FPS. Getestet wurde in 1080p mit einem Ryzen 7 7800X3D. Bei zwei GeForce RTX 5060 Ti im System sind diese mit jeweils PCIe 5.0 x8 angebunden, was in der Praxis aber keinerlei Rolle spielen sollte.

Das Spiel wird in allen drei dargestellten Szenarien auf derselben Grafikkarte gerendert. Das DLSS 5 Neural Rendering wird in den beiden Konfigurationen, in denen es aktiv ist, jeweils genau einmal pro Frame ausgeführt. Dabei wird die Arbeit weder aufgeteilt noch dupliziert, und es werden keine zusätzlichen Rendering-Aufgaben hinzugefügt oder zwischen den Grafikkarten verschoben. Der einzige Unterschied besteht darin, welche Grafikkarte diesen einzelnen neuronalen Verarbeitungsschritt übernimmt.

Die erste Konfiguration dient dabei als Referenz und zeigt die maximale Leistung des Systems und Spiels ohne aktiviertem DLSS 5. In den weiteren Szenarien bleibt die Menge der zu erledigenden Arbeit grundsätzlich unverändert, lediglich die Ausführung des Neural Rendering erfolgt auf einer anderen Grafikkarte. Dadurch kann sich die Belastung der für das Rendering zuständigen GPU deutlich verändern.

Entscheidend sind daher weniger die absoluten Bildraten als vielmehr der Leistungsgewinn beim Wechsel von DLAA zu niedrigeren DLSS-Auflösungsmodi bis hin zu Ultra Performance. Neuronale Post-Processing-Verfahren werden unabhängig vom gewählten DLSS-Modus weiterhin in der nativen Ausgabeauflösung ausgeführt und können die jeweils verwendete Hardware stark auslasten. Ihre Rechenkosten sinken somit deutlich weniger als die eigentliche Rendering-Last, wenn die interne Renderauflösung reduziert wird.

Wird das DLSS 5 Neural Rendering auf derselben Grafikkarte wie das eigentliche Rendering ausgeführt, kann es mit sinkender Renderauflösung einen zunehmend größeren Anteil der verfügbaren Frame-Zeit beanspruchen. Dadurch fällt der zusätzliche Leistungsgewinn durch aggressivere Upscaling-Modi geringer aus. Wird dieser Verarbeitungsschritt hingegen auf eine zweite Grafikkarte ausgelagert, bleibt ein deutlich größerer Teil des durch die reduzierte Renderauflösung erzielten Leistungspotenzials erhalten. Im beschriebenen Beispiel werden bei der Auslagerung auf eine zweite Grafikkarte 86 % des verfügbaren Leistungsgewinns genutzt, während bei der Ausführung auf der Rendering-GPU nur etwa ein Drittel davon erhalten bleibt.

Aktuell befindet sich das Projekt noch in einem recht frühen Stadium. Daher ist es auch nicht möglich, größere Änderungen am Setup und den Grafikeinstellungen vorzunehmen, ohne dass es zu Problemen kommt. Zwei unterschiedliche Ausgabe-Fenster/Monitore sind beispielsweise in der Praxis wenig sinnvoll.

Das Add-on funktioniert ab der ReShade-Version 6.8.0 und sowohl mit Karten der GeForce-RTX-50- als auch der GeForce-RTX-40-Serie. Spannend wäre nun zu wissen, ob eine kleinere GeForce-Karte zusammen mit einer stärkeren Variante als eine Art Beschleuniger funktioniert und in der Ausführung von DLSS 5 Neural Rendering unterstützen kann.

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