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SMA Solar eröffnet Gigawatt-Fabrik bei Kassel

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80-Millionen-Investition: SMA eröffnet Gigawatt-Fabrik bei Kassel

Von: Franz Viohl, Daniel Seeger

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In Niestetal (Kreis Kassel) hat der Solartechnikhersteller SMA eine Fertigungsanlage für Großanlagen gebaut. Zur Eröffnung kam auch ein ehemaliger VW-Chef.

Der Solartechnikhersteller SMA hat in Niestetal eine Fabrik für Technik rund um große Energieanlagen eröffnet. Dabei flossen Investitionen von 80 Millionen Euro. Bei voller Auslastung soll das Werk eine Produktionskapazität von mehr als 60 Gigawatt pro Jahr erreichen. Zum Vergleich: Die gesamte europäische Fertigungskapazität lag 2025 nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur bei rund 95 Gigawatt. Das neue Werk allein käme damit rechnerisch auf fast zwei Drittel der europäischen Kapazität.

Die „Gigawatt Factory“ am Sandershäuser Berg ist mit 46.000 Quadratmetern größer als sechs Fußballfelder. SMA zählt das Werk zu den größten Investitionen der 45-jährigen Firmengeschichte. Neue Arbeitsplätze sollen in der Fabrik allerdings nicht entstehen, hieß es von SMA auf Nachfrage. Allerdings hätten bestehende Jobs im defizitären Geschäft mit Heimanlagen „gerettet“ werden können. Die Produktion dieser Sparte hatte der Konzern nach Polen verlagert.

Wachsender Markt: 80 Prozent des Umsatzes entfällt auf Großanlagen

Hinter dem Ausbau steht ein seit 2022 wachsender Markt für große Energieanlagen. Mit dem zunehmenden Einsatz von Photovoltaik, Batteriespeichern und anderen elektrischen Anwendungen steigt der Bedarf an Technik, die Stromerzeugung, Speicherung und Netzbetrieb miteinander verbindet.

Im Gegensatz zum Geschäft mit Klein- und Gewerbekunden, wo die Konkurrenz aus China dominiert und SMA in den vergangenen Jahren rote Zahlen geschrieben hatte, gilt die Großanlagensparte als attraktiv. SMA erwirtschaftete in diesem Segment zuletzt 80 Prozent des Gesamtumsatzes.

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Beim Rundgang durch das Werk erläuterte Produktionsleiter Christoph Zopf das modulare System. Dabei geht es um Wechselrichter, die den Gleichstrom von Solaranlagen in Wechselstrom für das Stromnetz umwandeln.

Technik für die Energiewende: Geräte sind so groß wie ein Schiffscontainer

Das Besondere: Die Anlagen baut SMA für die Produktion von Solarstrom und auch für große Batterieparks – ebenso für die Kombination aus beidem. In Rechenzentren und bei der Wasserstoffproduktion kommen die Geräte, die so groß sind wie ein Schiffscontainer, ebenfalls zum Einsatz. Künftig soll die ganze Produktion der Großanlagen in die Halle verlagert werden.

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Zur Fabrikeröffnung waren ranghohe Wirtschaftsvertreter gekommen. „Es ist extrem relevant, was SMA hier macht“, sagte der frühere VW-Chef Herbert Diess. Solarstrom sei die „günstigste Energiequelle“, die es auszubauen gelte. Nikolaus Valerius, CEO des Kraftwerkbetreibers RWE Generation, hob die Bedeutung der Fabrik für die Versorgungssicherheit in Deutschland hervor. Sein Unternehmen habe bereits 20 Gigawatt an erneuerbaren Erzeugungskapazitäten installiert – „auch dank der Technik von SMA“.

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