Smoothie statt Frühstück: Diese Auswirkungen hat es
Ein Smoothie zum Frühstück – gerade im Sommer ist das eine leckere und fruchtige Erfrischung, um in den Tag zu starten. Das Getränk ist schnell zubereitet, lässt sich überall mit hinnehmen und bietet eine tolle Möglichkeit, die täglich empfohlene Menge Obst und Gemüse zu erreichen. Aber wie satt macht ein Smoothie wirklich und kann man mit ihm eine vollwertige Mahlzeit ersetzen? Das haben Expert*innen herausgefunden. Lesetipp: Jeden Tag Haferflocken essen: Kann ungeahnte Folgen haben – Experten warnen vor diesem Fehler Smoothie zum Frühstück: Diese Unterschiede gibt es Smoothie ist nicht gleich Smoothie – die Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten sind gravierend. Manche bestehen lediglich aus püriertem Obst und Fruchtsaft, während andere zusätzlich Gemüse, Haferflocken, Joghurt, Nüsse oder Samen enthalten. Die Zubereitung und die Zutaten des jeweiligen Smoothies bestimmen deshalb auch über die Nährwerte. Die Bezeichnung „Smoothie“ ist demnach ein dehnbarer Begriff und sagt wenig darüber aus, ob ein Getränk tatsächlich als vollwertiges Frühstück geeignet ist oder nur als kleiner Snack zwischendurch eingeplant werden sollte. Weiterlesen: Thomas Müller: Das isst der Fußballprofi jeden Tag zum Frühstück – hat ungeahnte Vorteile Viele Frühstücks-Smoothies machen nicht lange satt Ein Smoothie aus frischem Obst liefert Vitamine, Mineralstoffe und natürliche Pflanzenstoffe – meistens aber auch eine größere Menge Fruchtzucker. Und genau hier liegt das Problem. Wer mehrere Portionen Obst in einem Getränk verarbeitet, nimmt laut Fitbook deutlich mehr Zucker auf als beim Essen ganzer Früchte. Das führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt und anschließend schnell wieder abfällt. Gleichzeitig fehlen den meisten Smoothies Komponenten, die für eine langanhaltende Sättigung sorgen. Viele Menschen haben deshalb nach einem Smoothie zum Frühstück schnell wieder Hunger oder sogar Heißhunger auf etwas Süßes, wenn sie nichts anderes gegessen haben. Auch spannend: Smoothies trinkt man meistens schneller, als man feste Nahrung konsumiert. Die Ballaststoffe bleiben zwar beim Mixen weitestgehend erhalten, Smoothies machen dennoch weniger satt als ganze Früchte. Laut Studien sorgt auch das ausbleibende Kauen dafür, dass man schneller wieder Hunger bekommt. Das macht einen gesunden Smoothie aus Wenn der Smoothie satt machen oder sogar ein Frühstück ersetzen soll, benötigst du neben Obst weitere Komponenten. Ernährungsexperten empfehlen hier laut Fitbook eine Kombination aus Eiweiß, Ballaststoffen, gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten. Kohlenhydrate, damit das Hungergefühl länger ausbleibt, z. B. Skyr, Naturjoghurt, Quark, Sojajoghurt oder Seidentofu Ballaststoffe vergrößern das Volumen der Mahlzeit, z. B. Haferflocken, Leinsamen, Chiasamen oder Gemüse gesunde Fette verlangsamen die Verdauung und sorgen für Geschmack und cremige Konsistenz, z. B. Nüsse, Nussmus, Avocado oder Samen Verzichte bei deinem Smoothie auf süße Fruchtsäfte, diese treiben den Blutzucker nur noch weiter nach oben. Verwende als Basis für deinen Smoothie am besten: Obst in moderaten Mengen, z. B. Beeren oder Banane Gemüse, z. B. Spinat, Gurke oder Karotten Wasser, Milch oder ungesüßte Pflanzenmilch als Basis Kann ein Smoothie das Frühstück ersetzen? Unter dem Strich raten Ernährungsexpert*innen dazu, Smoothies eher als Ergänzung und nicht als vollwertiges Frühstück zu betrachten. Meistens bestehen Smoothies nämlich nur aus Obst, Fruchtsaft oder anderen schnell verfügbaren Kohlenhydraten. Sie liefern in diesem Fall viel Zucker, dafür wenig Eiweiß, Fett und sättigende Ballaststoffe. Ergänze deinen Smoothie deshalb um weitere Komponenten, wenn er länger satt machen soll. Bereite Smoothies am besten frisch zu und behalte dabei die Kalorien im Blick: Bananen, Nussmus, Haferflocken, Trockenfrüchte oder Säfte – das summiert sich schnell zu einer echten Kalorienbombe, ohne dass das Getränk mehr sättigt. Im besten Fall bereitest du dir einen kleinen Smoothie zu und kombinierst diesen mit festen Lebensmitteln, z. B. einem gekochten Ei, Nüssen oder einem Vollkornbrot. In einem Punkt sind sich alle Expert*innen einig: Verzichte auf Smoothies aus dem Supermarkt. Diese wirken auf den ersten Blick vielversprechend, entpuppen sich dann aber als Fruchtzucker-Falle, da sie nur aus püriertem Obst und Fruchtsaft bestehen.