So denkt Watzke über Klopps Nationalstolz-Aussagen - „Nicht parteipolitisch äußern“
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Unterstützung für den Bundestrainer! DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (67) hat Jürgen Klopp (59) in der Debatte über Patriotismus und Nationalstolz den Rücken gestärkt. In einem Interview mit der Welt am Sonntag sagte er: „Das ist eine gute und richtige Botschaft. Ich unterschreibe sie zu hundert Prozent.“
Hintergrund: Klopp hatte bei seiner ersten Kader-Nominierung für die Nations League erklärt, er wolle den „Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen“. Der Bundestrainer warb für einen „positiven Patriotismus“ und betonte, man könne stolz auf Deutschland sein und gleichzeitig offen, vielfältig und tolerant bleiben.
Der langjährige Dortmund-Boss Watzke stellt sich klar hinter Klopp. „Ein Bundestrainer ist eine Person des öffentlichen Lebens. Er sollte eine politische Meinung haben und darf sie natürlich äußern“, sagt Watzke. Gleichzeitig zieht er eine Grenze: „Er sollte sich nicht parteipolitisch äußern.“
„Glaube nicht, dass Jürgen irgendwelche Sympathien für die AfD hat“
Denn Klopps Aussagen wurden von vielen durchaus als Seitenhieb gegen die AfD verstanden. Während es für seine Worte viel Zuspruch gab, erntete der Nationaltrainer auch heftige Kritik. Watzke macht jedoch deutlich, wie er die Aussagen versteht: „Ich glaube nicht, dass Jürgen irgendwelche Sympathien für die AfD hat. Ich denke, was er sagen wollte, war: Du kannst Patriot sein, musst deswegen aber trotzdem nicht rechtsextrem sein.“
Auch inhaltlich liegt Watzke voll auf Klopp-Linie. „Ich bin wie er der Meinung, dass uns ein gesunder Patriotismus guttut. Es gibt nach wie vor gute Gründe, froh zu sein, in Deutschland geboren worden zu sein oder hier zu leben“, sagt der DFB-Vize. Über Klopp ergänzt er: „Jürgen ist da völlig unverdächtig, auf der falschen Klaviatur zu spielen.“
Watzkes politische Charakterisierung des Bundestrainers: „Er ist ein in der Wolle gefärbter Demokrat, ohne sich parteipolitisch komplett festzulegen. Deshalb hat er ja so eine hohe Glaubwürdigkeit.“ Und weiter: „Wenn er die für unser demokratisches Gemeinwesen einsetzt, finde ich das sehr gut.“
Klare Worte vom mächtigen DFB-Vize. Und ein weiteres Zeichen dafür, dass unter Klopp und mit Unterstützern wie Watzke nicht nur sportlich ein Neuanfang gelingen soll. Der deutsche Fußball will wieder Selbstvertrauen ausstrahlen und den Begriff Nationalstolz zurückerobern.