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So geht Johann Lafer mit seiner Krebserkrankung um

Unterhaltung

Johann Lafer kämpft gegen Lymphdrüsenkrebs. In einem ausführlichen Interview gibt der TV-Koch Einblicke in seinen Alltag mit der Krankheit, korrigiert falsche Berichte – und erklärt, warum er trotz allem weiterarbeitet. Fernsehkoch Johann Lafer hat in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" offen wie nie über seine Krebserkrankung gesprochen. Der gebürtige Steirer leidet an einem Non-Hodgkin-Lymphom, einer Form von Lymphdrüsenkrebs, und hat bereits sechs Zyklen Chemotherapie durchlaufen. "Eine Chemotherapie ist kein Spaziergang, doch es gibt mittlerweile keine andere Möglichkeit mehr", sagte Lafer der "Süddeutschen Zeitung". Es existierten zahlreiche Varianten dieser Krebsart, weshalb sich die passende Behandlung nicht von Anfang an eindeutig bestimmen lasse. Dennoch sei er zuversichtlich. Die Diagnose erhielt der 68-Jährige nach eigenen Angaben bereits vor knapp drei Jahren – bei einer routinemäßigen Fastenkur, die er jährlich durchführe, um seinen Geschmackssinn zu neutralisieren. Am letzten Tag habe ein Professor beim Ultraschall einen "schwarzen Schatten" an seiner Leiste entdeckt. Zunächst verschwieg der Koch die Erkrankung sogar seinen Kindern. "Ich habe immer noch gedacht, ich kriege das hin, ohne dass man darüber spricht", erklärte er. Warum Lafer seine Krankheit im ZDF-Fernsehgarten öffentlich machte Im Mai dieses Jahres entschied sich der 68-Jährige dann, seine Erkrankung im ZDF-Fernsehgarten bekannt zu geben. Der Anlass: Sein verändertes Äußeres – er hatte stark abgenommen, die Haare und sein markantes Markenzeichen, den Schnurrbart, verloren – führte zu massiven Spekulationen. "Meine Mitarbeiter und meine Familie wurden ständig konfrontiert: Was ist denn mit dem Lafer los? Midlife-Crisis, Abnehmspritze, neue Freundin?", schilderte er im Interview. Die Bekanntgabe habe ihn schließlich erleichtert, "das war wie ein Befreiungsschlag, weil ich keine Ausrede mehr brauchte". Gleichzeitig stellte Lafer einen kursierenden Bericht richtig: "Ich habe keine Metastasen, das kann ich so also nie gesagt haben", betonte er gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Seine Erkrankung sei zwar nicht heilbar, doch es gebe gute Therapiechancen. Auf die Chemotherapie folge eine Immunaufbautherapie, danach regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Geschmacksverlust und unerwartete Anonymität Zu den Nebenwirkungen der Chemotherapie zählte unter anderem der Verlust seines Geschmackssinns – für einen Koch eine besonders einschneidende Erfahrung. Mittlerweile habe sich dieser jedoch weitgehend erholt. "Bei Parmaschinken-Verkostungen kann ich schon wieder 'zu salzig' ankreuzen", berichtete Lafer. Empfehlungen der Redaktion Florian Silbereisen wird 45: Kussrekord, Glückshose und Glow-up Acht Jahre nach Krebsdiagnose: Bruce Springsteens Ehefrau in Remission Bruce Darnell über Verlust seines Partners: "Es war ein schöner Tod" Einen unerwarteten Nebeneffekt seiner veränderten Erscheinung beschrieb der Koch mit sichtlichem Vergnügen: Ohne den charakteristischen Bart und mit Mütze erkenne ihn kaum noch jemand. Auf einem Flohmarkt in Hamburg habe er stundenlang unbehelligt stöbern und sogar feilschen können. "Nur ein Mann sagte zu mir: 'Lustig, Sie hören sich ja an wie der Lafer!'", erzählte er. Dauerhaft auf den Schnurrbart verzichten wolle er allerdings nicht. (red)

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