So ist der Stand in Werders Weserstadion!
DeichStube News Update nach Tribünen-Einsturz: Werder hofft auf Block 53 zum dritten Heimspiel – so ist der Stand Von: Bjarne Voigt Nach dem Einsturz einer Tribüne im Weserstadion wird diese nun wiederaufgebaut - so ist der aktuelle Stand in der Heimstätte des SV Werder Bremen! Bremen – Kurz vor Beginn der Medienrunde verstummt plötzlich das laute Arbeitsgerät eines Greenkeepers. Erst dann kann Hans-Jörg Otto, der Geschäftsführer der Bremer Weserstadion GmbH (BWS), ohne störenden Lärm anfangen zu sprechen. Ein kleines Detail, das sinnbildlich für die aktuelle Situation im Weserstadion steht. Denn überall wird derzeit gebaut: Der neue Rasen entsteht, die LED-Werbebanden im Mittelrang werden installiert, an vielen Ecken laufen Modernisierungsarbeiten. Auf eine Baustelle allerdings hätten beim SV Werder Bremen und der Betreibergesellschaft alle Beteiligten liebend gern verzichtet: den Wiederaufbau der vor rund drei Wochen teilweise eingestürzten Tribüne im Bereich von Block 53. Nach Tribünen-Einsturz in Werder Bremens Weserstadion - BWS-Geschäftsführer Hans-Jörg Otto: „Wir sind im Zeitplan“ Immerhin: Nach dem Schock vom 8. Juli gibt es inzwischen positive Nachrichten. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Hans-Jörg Otto am Donnerstagvormittag und berichtet, dass die eigentlichen Abbrucharbeiten nach Erhalt sämtlicher Genehmigungen und abgeschlossener statischer Prüfungen in dieser Woche begonnen haben. Am ursprünglichen Zeitplan hält die Bremer Weserstadion GmbH deshalb weiterhin fest. Ziel ist es nach wie vor, den betroffenen Block zum dritten Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn (Wochenende rund um den 17. Oktober) – spätestens gegen die TSG Hoffenheim (31. Oktober) – wieder vollständig freigeben zu können. „Wir hatten gesagt, es könnten zwei bis drei Heimspieltage sein, und daran halten wir auch immer noch fest“, erklärt Hans-Jörg Otto. Bedeutet gleichzeitig aber auch: Sowohl die ersten beiden Bundesliga-Heimspiele als auch das für Ende September geplante Legendenspiel des SV Werder Bremen gegen Real Madrid werden noch von den Folgen des Einsturzes betroffen sein. Auch das Heimspiel der Werder-Frauen gegen den Hamburger SV (11. September) fällt in diesen Zeitraum. „Ich kann verstehen, dass man vielleicht mit einem mulmigen Gefühl ins Stadion geht. Aber es wird nach den Bauarbeiten genauso sicher sein wie vorher auch“, sagt Otto. Nach Einsturz einer Tribüne in Werder Bremens Weserstadion: Rund 500 Sitzplätze können bis zum Wiederaufbau nicht genutzt werden Rund 500 Sitzplätze können bis dahin nicht genutzt werden. Die betroffenen Dauerkarteninhaber des SV Werder Bremen sollen stattdessen auf Plätze umgesetzt werden, die ursprünglich für den Tageskartenverkauf vorgesehen waren. Für die Fans soll dadurch kein Nachteil entstehen. „Sie sitzen vermutlich sogar auf besseren Plätzen als vorher“, sagt Hans-Jörg Otto. Eine Entschädigung sei deshalb nicht vorgesehen. Leidtragende sind allerdings all jene Anhänger, die auf Einzeltickets hoffen. Durch die Umverteilung stehen entsprechend weniger Karten im freien Verkauf zur Verfügung. Die größte Erleichterung: Weitere Schäden am Weserstadion wurden bislang nicht festgestellt. „Zum Glück nicht“, sagt Hans-Jörg Otto auf Nachfrage. Es bleibe bei der einen tragenden Säule, die bei Bauarbeiten in der Heimstätte des SV Werder Bremen versehentlich beschädigt worden war und letztlich den Teileinsturz ausgelöst hatte. Neue statische Probleme seien bei den Untersuchungen nicht entdeckt worden. BWS-Geschäftsführer Hans-Jörg Otto über Werder Bremens Weserstadion: „Wir haben beim Rasen und LED-Mittelrangbanden keinen Zeitverlust“ Bis die Reparatur abgeschlossen ist, wartet allerdings noch einiges an Arbeit. Weil mitten in einem „bestehenden Bauwerk“ gearbeitet wird, seien die Maßnahmen deutlich komplizierter als bei einem gewöhnlichen Abriss. „Man nimmt ein Stück heraus, während der Rest unbeschädigt bleiben soll“, erklärt Hans-Jörg Otto. Zunächst werden weitere beschädigte Bauteile entfernt. Anschließend muss entschieden werden, ob die Konstruktion eins zu eins wieder aufgebaut wird oder ob sich eine Lösung ohne die beschädigte Stütze realisieren lässt. Danach werden die benötigten Betonteile neu gegossen, müssen aushärten und schließlich eingesetzt werden. Trotz der zusätzlichen Großbaustelle laufen die übrigen Arbeiten im Weserstadion planmäßig weiter. Gerade das sei in den vergangenen Wochen eine organisatorische Herausforderung gewesen. „Wir sind sehr froh, dass wir alles andere so organisieren konnten, dass wir beim Thema Rasen oder den LED-Mittelrangbanden keinen Zeitverlust haben“, betont der BWS-Geschäftsführer. Zeitweise blockierte ein Kran sogar das wichtigste Zufahrtstor für sämtliche Infrastrukturmaßnahmen im Innenraum der Heimstätte des SV Werder Bremen. Nach Tribünen-Einsturz in Werder Bremens Weserstadion: Betreibergesellschaft rechnet weiter mit Kosten in Höhe von einer halben Million Euro