So läuft die Aufholjagd von VW und AUDI in China
Startseite Wirtschaft VW in China im freien Fall: Konzern verkauft 95 Prozent Verbrenner – Elektro-Strategie stockt Von: Markus Hofstetter Uns auf Google folgen Volkswagen hat in China zum Angriff geblasen. Mit neuen Modellen für den New-Energy-Markt will der Konzern der Konkurrenz das Fürchten lehren. Doch bislang ist das Ergebnis ernüchternd. München – Der Volkswagen-Konzern steht unter großem Druck. Vor allem das Geschäft in China, das in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beigetragen hat, läuft nicht mehr rund. Die ehemals unangefochtene Nummer eins im Reich der Mitte verliert seit Jahren Marktanteile – vor allem an einheimische Marken wie BYD oder Geely. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte der Volkswagen-Konzern in China insgesamt 971.150 Fahrzeuge aus. Das war ein Rückgang um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit einer Produktoffensive plant das Unternehmen, vor allem im sogenannten New-Energy-Vehicle-Markt (NEV), zu dem Elektroautos, Plug-in-Hybride und Range Extender zählen, der Konkurrenz Paroli zu bieten. Volkswagen verfolgt dabei eine mehrgleisige Strategie. Volkswagen will in China aufholen: Ergebnis der neuen Submarke AUDI ist zwiespältig Mit der neuen Submarke AUDI, die eigens für den chinesischen Markt gegründet wurde und kein Logo mit den vier ikonischen Ringen hat, sollen Kunden gewonnen werden. Den Anfang macht im September 2025 der AUDI E5 Sportback, gefolgt vom E7X, der Ende Mai dieses Jahres auf den Markt kam. Doch offenbar scheint der Plan von Volkswagen nicht ganz aufzugehen. Wie die Automobilwoche berichtet, wurden vom E7X im Juni zwar 4000 Einheiten verkauft, das ist ein großer Erfolg. Der Absatz des E5 Sportback verläuft jedoch nach einem guten Start schleppend. Bei der Markteinführung lagen binnen der ersten 30 Minuten über 10.000 Bestellungen vor, doch dann ist der Absatz eingebrochen. Im ersten Halbjahr 2026 fanden nur 4923 Fahrzeuge einen Käufer. Joint Ventures von Volkswagen in China: NEV-Anteil liegt nur bei fünf Prozent Neben AUDI soll auch Volkswagen Anhui, ein Joint Venture mit der JAC Group, mit den neuen vollelektrischen Modellen ID. UNYX 06, UNYX 07 und UNYX 08 auf Kundenfang gehen. Wie die Automobilwoche unter Berufung auf Volkswagen berichtet, wurden von den drei Modellen im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 7409 Einheiten verkauft. Besser lief es für den ID. Era 9X, der in Kooperation mit SAIC gebaut wird. Das Elektromodell mit Reichweitenverlängerung fand von Januar bis Juni 10.000 Käufer. Insgesamt liegt der NEV-Anteil von Volkswagen in China über alle Joint Ventures hinweg im ersten Halbjahr 2026 bei rund fünf Prozent. Dies geht aus Daten der China Passenger Car Association (CPCA) hervor, auf die sich die Automobilwoche beruft. Das bedeutet, dass 95 Prozent aller verkauften Fahrzeuge einen Verbrennungsmotor haben. Die am besten verkauften Modelle waren demnach die im Joint Venture mit SAIC gebauten Benziner Lavida mit rund 80.000 Einheiten und Tiguan L mit etwa 76.000 Fahrzeugen. Volkswagen will in China aufholen: Verbrenner-Modelle machen noch einen Großteil des Absatzes aus Laut CPCA verkaufte die Marke Volkswagen über ihr Joint Venture mit SAIC im ersten Halbjahr insgesamt 317.014 Neuwagen. Nur knapp 15.000 davon waren NEV-Modelle, wobei der ID. Era 9X zwei Drittel ausmachte. Auf dem zweiten Platz folgt der ID.3 mit 2150 Einheiten. Noch schlechter sieht es bei dem Volkswagen-Joint-Venture mit FAW aus. Hier gehörten nur rund 5000 der 274.000 verkauften Einheiten dem NEV-Segment an. (Quellen: Volkswagen, Automobilwoche)