So reagieren Mitarbeiter auf den Kahlschlag
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Bosch-Schock in Bayern: Halbe Belegschaft muss gehen – So reagieren Mitarbeiter auf den Kahlschlag
Von: Felix Herz
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Wie seit Montagnachmittag bekannt ist, streicht Bosch in Nürnberg 900 Stellen. Für die Belegschaft schlimme Nachrichten.
Nürnberg – Sorgen um den Bosch-Standort in Nürnberg hatte es schon länger gegeben. Im Juli wandte sich die IG Metall mit der Befürchtung an die Öffentlichkeit, dass ein größerer Stellenabbau anstehen könnte. Der ist jetzt bereits beschlossene Sache. Am Montagnachmittag veröffentlichte Bosch eine Bekanntmachung, wonach der Automobilzulieferer 900 Stellen abbauen wird.
Existenzängste unter der Belegschaft: Bosch-Stellenabbau schockt Mitarbeiter
Damit wurden die Mitarbeitenden bei Bosch darüber in Kenntnis gesetzt, dass rund die Hälfte der Jobs in Nürnberg wegfallen werden. Bosch begründet den Schritt mit einer wirtschaftlichen Notwendigkeit – man müsse die Wettbewerbsfähigkeit wieder sicherstellen. Sinkende Absätze und ein hoher Wettbewerbsdruck hätten dem Unternehmen demnach zuletzt sehr zugesetzt.
Für die Mitarbeiter ist die Nachricht natürlich alles andere als einfach. Einem Bericht des BR zufolge stand den meisten beim Verlassen des Geländes am Montagabend der Schock ins Gesicht geschrieben. Es fielen Worte wie „Existenzangst“ und „Katastrophe“. Sorge bereitet den Mitarbeitern auch die allgemeine Lage auf dem Jobmarkt in der Branche, geht es doch derzeit vielen anderen Autozulieferern genauso schlecht.
Wohl mehr als 900 Stellen betroffen – Sorge um Standort generell
Auf die BR-Nachfrage, ob Bosch betriebsbedingte Kündigungen zumindest ausschließen könne, erhielt man dem Artikel zufolge keine Antwort. Stattdessen gab der Autozulieferer an, dass der bis 2029 laufende Stellenabbau „möglichst sozialverträglich“ laufen soll. Der Betriebsrat fürchtet aber vielmehr, dass es nicht bei den 900 Stellen bleibt: Denn bei der genannten Zahl handle es sich um eine „Vollzeitäquivalente“, heißt, die Rede ist von 900 Vollzeitstellen. Man müsse daher eher von 1000 Menschen ausgehen, die bis 2029 ihre Stelle verlieren werden. Mehr als ein Mitarbeiter pro Tag würde somit rein rechnerisch ab sofort gehen müssen.
Während Bosch selbst das Ziel formuliert, den Standort dadurch gesunden und auf sicherere Beine zu stellen zu wollen, befürchtet der Betriebsrat zudem, dass die Entscheidung ein „Sterben auf Raten“ sei, berichtet der BR weiter. Dabei hat man die Sorge, ob der Standort nach 2029 überhaupt noch weiterbestehen würde. Nicht nur verliere der Standort durch den Stellenabbau „massiv an Kompetenz“, bei der Entscheidung habe auch ein Konzept für die Zukunft gefehlt. Bosch argumentiert wiederum, dass eine Kernsanierung durch die eingeleiteten Schritte möglich sei. (Quelle: BR, Bosch, eigene Recherche), (fhz)