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So riskant ist Online-Banking auf dem Smartphone

Technologie

5. Oktober 2026, 15:22 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Angriffe auf Android nehmen rasant zu

Wie das Sicherheitsunternehmen „Kaspersky“ im Mobile Threat Report 2025 erklärt, stiegen die Angriffe durch Banking-Trojaner auf Android-Geräten im Jahr 2024 um 56 Prozent. Gleichzeitig wurden 255.090 neue Banking-Trojaner entdeckt – fast dreimal so viele wie im Jahr davor. Die Sicherheitsexperten beobachten zudem eine zunehmende Verbreitung von Backdoors, die bereits in neue Geräte integriert sind. Anton Kivva, Malware Analyst Team Lead bei Kaspersky, erklärt: „Nutzer können ein scheinbar neues Android-Gerät kaufen, das bereits infiziert ist, ohne es zu bemerken. Ist eine solche Backdoor in die Firmware integriert, können Angreifer nahezu die vollständige Kontrolle über Smartphones oder Tablets erlangen.“

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Banking-Trojaner sind schwer zu erkennen

Banking-Trojaner arbeiten verborgen im Hintergrund und nutzen verschiedene Methoden, um Konten zu leeren. In Deutschland war zuletzt der Trojaner „Trojan-Proxy.AndroidOS.Agent.q“ aktiv. Er gab sich als App zum Anzeigen von Rabattaktionen einer Supermarktkette aus. Einmal auf dem Gerät, kann ein Trojaner Zugangsdaten, PINs und TANs stehlen, unsichtbare Felder über Online-Banking-Programme und Websites legen und sogar SMS selbstständig verschicken, beantworten oder löschen. Nutzer merken davon meist nichts. Oft fällt ein Schaden erst auf, wenn bereits Geld auf den Konten von Kriminellen gelandet ist.

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Ein weiteres Problem: Sicherheitsupdates kommen je nach Hersteller und Modell bei Android-Geräten oft später oder gar nicht an. Das nutzen Kriminelle aus, um Schwachstellen auszunutzen. Außerdem erlaubt Android weitreichende Zugriffe auf andere Apps, wenn man die Berechtigungen bei der Installation bestätigt – und viele tun das, ohne nachzudenken. Virenscanner fehlen oft oder erkennen die Banking-Trojaner nicht.

Wer sein Geld schützen möchte, sollte besonders vorsichtig sein, Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren und Sicherheitsupdates sofort durchführen. Auch das Bewusstsein für Berechtigungen und verdächtige Aktivitäten kann helfen, Betrug zu verhindern.

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