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So schlägt sich das iPhone Duo im Test

Technologie

Das Wichtigste in Kürze

Das Duo hat zwei Displays: Außen 5,4 Zoll, innen 7,6 Zoll zum Aufklappen

Es lässt sich wahlweise als Handy oder Mini-Tablet nutzen

Viele Apps nutzen die großen Displays voll aus, manche müssen angepasst werden

Trotz großem Display: Gar nicht klobig!

Das iPhone Duo ist breiter als normale Handy, kommt mit einem Seitenverhältnis von fast 4:3 (4,2:3 beziehungsweise 1,4:1 – wie das DIN-A-Format). Hat man es einmal in der Hand, wirkt es zugeklappt mit seinem 5,34-Zoll-Bildschirm gar nicht mal so groß – wie ein kleines Notizheft, das man mit sich herumträgt. Bald will Apple sogar die Nutzung mit einem digitalen Stift (Apple Pencil) nachliefern.

Auffällig: Trotz der Klappkonstruktion ist das iPhone Duo im geöffneten Zustand sehr dünn. Zugeklappt ist es rund 11 mm dünn, nur gut 2 mm mehr als beim iPhone 18 Pro Max. Es liegt gut in der Hand. Ungewohnt aber: Die Schnellzugriffs-Icons auf dem Home-Bildschirm sind auf der rechten Seite aufgereiht, nicht unten wie gewohnt. Dadurch ist die Höhe für Apps voll nutzbar. Viele Apps sind aber bereits so angepasst, dass sie das ganze Frontdisplay ausfüllen.

Ein besonderer Moment: Das Aufklappen

Magisch wird es, wenn man das Duo aufklappt – denn dann kommt das große Faltdisplay (7,6 Zoll) zum Vorschein. Und schon da stellte sich im Test die erste Überraschung ein: Das Scharnier öffnet nicht nur geschmeidig, die ersten Millimeter des Aufklappens unterstützt der Federmechanismus dezent, als würde eine unsichtbare Hand einem dabei helfen. Angenehm: Beim Ausprobieren blieb das Duo tatsächlich in fast jedem Winkel stabil geöffnet. Praktisch, wenn man beim Zähneputzen Netflix schauen oder beim Kochen das Rezept im Blick haben will.

Der Bildschirm selbst ist nicht nur wegen seiner Größe eine Überraschung: Die Oberfläche ist von einer Nano-Textur-Folie überzogen (nicht selbst abziehen!). Dadurch wirkt er matt, wie man das ähnlich auch von manchen teuren Apple-Notebooks oder iPads kennt.

Der Effekt des matten Displays ist beeindruckend. Wie schon bei Samsung S24 Ultra wirken Fotos sehr präsent und natürlich. Draußen spiegelt der Bildschirm kaum noch. Manche empfinden die Darstellung allerdings als weniger scharf.

Im Labor konnten Farbdarstellung und Kontrast überzeugen, nur die Helligkeit war bei normalen Apps mit 1310 Candela pro Quadratmeter nur etwa halb so hoch wie etwa beim Samsung Fold 8 oder auch dem iPhone 18 Pro. Für HDR-Filme gibt es aber zusätzliche Helligkeitsreserven für einen punktuellen Helligkeitsboost. Für Filme ist das große 4,2:3-Display sehr gut geeignet, auch wenn oben und unten weiter ein gewisser schwarzer Rand bleibt.

Was ist mit der Falte?

Bislang trug fast jedes Falthandy an der Knickstelle eine deutlich sicht- und spürbare Falte. Schon bei Samsungs Fold 8 war die kaum noch zu sehen. Doch Apple setzt hier noch einen drauf: Im Test war die Falte auch bei seitlichem Blick selten sichtbar, nur bei ganz bestimmtem Lichteinfallswinkel zu erahnen. In dieser Hinsicht muss man feststellen: Als erster Hersteller eines Falthandys hat Apple hier die Schwachstelle beseitigt, die vor allem Neulingen meist als Erstes auffiel.

Überraschung im Akku-Test

Ein großer Bildschirm braucht mehr Strom – logisch, dass Falthandys bei Nutzung des großen Displays oft deutlich früher die Puste ausging als normalen Smartphones. Doch auch hier kann Apple punkten: Mit 18 Stunden und 10 Minuten hielt das iPhone Duo bei durchgehender Nutzung des Faltdisplays fast genauso lange durch wie das iPhone 18 Pro Max. Mit dem Außendisplay waren es sogar gut 20 Stunden. Damit fällt ein weiterer Nachteil weg. Und dass, obwohl im iPhone Duo derselbe starke Prozessor werkelt wie im iPhone 18 Pro Max (Apple A20 Pro).

Taugt das iPhone Duo als Kamera?

Kameras sind bei großen Falthandys eine besondere Herausforderung. Schließlich braucht es Frontkameras sowohl im Außen- als auch im Innendisplay. Gleichzeitig dürfen die Hauptkameras nicht zu weit aus dem Gehäuse ragen. Sonst wird eine Hälfte deutlich schwerer und das aufgeklappte Smartphone kippelt auf dem Tisch.

Das könnte ein Grund dafür sein, dass Apple beim iPhone Duo auf eine echte optische Tele-Kamera verzichtet. Dafür lösen sowohl die Haupt- als auch die Ultraweitwinkel-Kamera mit jeweils 48 Megapixeln auf. Im Labor-Test lieferte die Hauptkamera Fotos mit ähnlich sehr guter Qualität wie die Hauptkamera im iPhone 18 Pro. Nur fürs Zoomen ist sie nicht ideal, dafür fehlt dann doch das Tele. Selfies nimmt man für die beste Qualität mit der großen Hauptkamera auf. Ausgeklappt dient dabei das Außendisplay als großer Sucher. Die Selfiekamera des Faltdisplays hat Apple unsichtbar unter dem Display versteckt, dafür ist die Qualität etwas schlechter. Folglich spricht Apple hier auch nur von einer Facetime-Kamera.

Face ID fehlt!

Eine Folge der vielen Klappmöglichkeiten: Apple verzichtet beim iPhone Duo auf Face ID. Entsperrt wird stattdessen, ähnlich wie bei vielen Android-Falthandys, über einen Fingerabdrucksensor an der Seite. Das funktionierte im Test ordentlich, wenn auch nicht mit nassen Fingern. Bequemer wird es, wenn man auch eine Apple Watch bestitzt – denn diese kann das iPhone Duo in der Hand automatisch entsperren.

Das iPhone Duo vereint zwei Geräte in einem handlichen Gehäuse: Handy und Mini-Tablet.

Christian Just Ressortleiter

Unser Fazit:Das iPhone Duo überzeugt – ist aber nichts für alle!

Respekt Apple: Im Test lieferte das iPhone Duo auf ganzer Linie ab, ist das beste Falthandy, das der Kaufberater bislang getestet hat: Es ist wasser- und staubdicht, der Knick bleibt meist unsichtbar und im Akku-Test überraschte Apples erstes Falt-iPhone auf ganzer Linie. Abgesehen vom Zoom liegt das iPhone Duo technisch in vielen Belangen auf dem Niveau bisheriger Pro-iPhones. Hinzu kommt aber die Option, jederzeit ein Mini-Tablet aus der Tasche ziehen zu können. Die großen Displays sind toll für Videos, Fotos und zum Lesen längerer Texte, etwa von eBooks. Zwei Haken aber bleiben: Viele Handy-Nutzer sind mit dem gewohnten Hochkantformat ihres Handys zufrieden. Und der Preis von 2299 Euro (UVP) ist einfach happig.

FAQ:Häufige Fragen zum iPhone Duo

Wie nutze ich die Hauptkamera für Selfies?

Klappen Sie das iPhone Duo auf und starten Sie die Kamera. Dann wählen Sie die Option für Fotos mit der Hauptkamera und drehen das Ganze so um, dass Sie sich im Außendisplay sehen.

Hat das iPhone Duo MagSafe?

Ja, das iPhone Duo lässt sich wie jedes aktuelle iPhone (außer 16e) induktiv laden und hält per Magnetkraft auf MagSafe-Zubehör-

Ist das Faltdisplay empfindlich?

Ja, auch bei Apple bleibt das Faltdisplay empfindlich. Und die Folie kann nur vom Apple-Service getauscht werden.

Starke Akkulaufzeit Zwei Displays: Handlich außen, groß innen Extrem schneller Chip Macht auch im Dunkeln gute Fotos, Zoom schwächer Display innen nicht hell genug

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