So viele wohnen mit 25 Jahren noch zu Hause
Mit 25 Jahren lebt gut ein Drittel der Männer noch im Elternhaus – bei den Frauen ist es nicht einmal ein Viertel. Durchschnittlich verlassen junge Erwachsene hierzulande das Zuhause ihrer Eltern deutlich früher als im EU-Schnitt. In einem Land dauert es besonders lange. Etwa 30 Prozent der 25-Jährigen in Deutschland haben im vergangenen Jahr noch bei ihren Eltern gewohnt. Damit sei der Anteil etwas höher gewesen als in den Jahren davor, als der Wert konstant bei 28 Prozent gelegen habe, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Söhne leben demnach deutlich länger zu Hause als Töchter. Bei den Männern waren 36 Prozent mit 25 Jahren noch nicht ausgezogen, bei den Frauen waren es nur 23 Prozent. Dieser Geschlechtsunterschied bleibt auch bei Älteren bestehen. Mit 30 Jahren wohnten laut Statistikamt noch 13 Prozent der Söhne im Elternhaushalt, aber nur 7 Prozent der Töchter. Mit 40 Jahren sank dieser Anteil demnach auf 5 Prozent bei den Männern und 2 Prozent bei den Frauen. Etwa drei Viertel der im Elternhaus lebenden 25- bis 34-Jährigen waren laut Statistikerinnen und Statistikern erwerbstätig. 80 Prozent davon arbeiteten 2025 in Vollzeit. Wie sieht es im Vergleich mit anderen EU-Ländern aus? Im Schnitt sind die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mit 24,1 Jahren aus dem Elternhaus ausgezogen, wie das Amt mit Verweis auf Berechnungen der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit lag das Durchschnittsalter beim Auszug deutlich unter dem EU-Schnitt - der lag demnach bei 26,3 Jahren. Das durchschnittliche Auszugsalter bezeichnet laut Statistischem Bundesamt das Alter, in dem 50 Prozent der Bevölkerung nicht mehr in einem Haushalt mit ihren Eltern leben. Empfehlungen der Redaktion Flügge werden: Eine Sache gilt es vor dem Auszug des Kindes zu besprechen Geburtenrate sinkt auf 1,32 Kinder pro Frau Mieter müssen in Großstädten immer tiefer in die Tasche greifen "Am frühesten ziehen junge Erwachsene in den nordeuropäischen Ländern von zu Hause aus", schrieben die Statistikerinnen und Statistiker. In Finnland war das durchschnittliche Alter mit 21,3 Jahren demnach am niedrigsten. "Im Gegensatz dazu ist das durchschnittliche Auszugsalter in den süd- und osteuropäischen Ländern höher", hieß es. Am höchsten sei es 2025 mit 31,5 Jahren in Kroatien gewesen. Zu den genauen Gründen für das Altersgefälle zwischen den Ländern machten die Statistikbehörden keine Angaben. Nach Daten von Eurostat zogen Frauen in Deutschland im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 23,3 Jahre aus dem Elternhaus aus. Männern waren beim Auszug im Schnitt 24,8 Jahre. "Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt lag das durchschnittliche Auszugsalter der Frauen bei 25,5 Jahren und der Männer bei 27,2 Jahren." (dpa/bearbeitet von mak)