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So wird Kimi Antonelli (Mercedes) in Mexiko Formel

Sport

Im ersten Anlauf konnte Kimi Antonelli seinen WM-Titel noch nicht klarmachen. Er gewann zwar am Sonntag den Großen Preis der USA in Austin – weil allerdings sein Mercedes-Teamkollege George Russell und Ferrari-Pilot Lewis Hamilton aus Antonellis Perspektive zu weit vorne landeten, ist die Titelentscheidung um eine Woche vertagt. Russell hätte für eine WM-Entscheidung schon in Austin maximal Neunter werden dürfen (wurde Achter), Hamilton maximal Fünfter (wurde Vierter).

Antonelli braucht nur noch zwei Punkte zur F1-Weltmeisterschaft

Nun also die Vertagung auf Mexiko in einer Woche. Kimi Antonelli braucht nur noch zwei Punkte, damit ihn bei fünf noch ausstehenden GPs niemand mehr überholen kann. Bedeutet also: Platz 9 in Mexiko reicht ihm – egal, was die Konkurrenz macht. (Das bedeutet übrigens auch: Sobald ein Rennen abgesagt werden sollte, wäre Antonelli automatisch Weltmeister.)

Antonelli übers Austin-Rennen

Nach dem GP der USA war der noch nicht gekrönte Antonelli über seinen Sieg trotzdem überglücklich, sprach von einem seiner besten Wochenenden in der Formel 1.

Antonelli: «Ich denke, es war eines der besten Rennwochenenden, weil wir uns im Laufe des Wochenendes so gut entwickelt haben. Es war auch eine großartige Teamleistung, vor allem bei der Strategie, als wir auf die Ein-Stopp-Taktik gesetzt haben. Sie alle haben dieses Ergebnis heute verdient.»

Der Italiener verriet über die Strategie-Entscheidungen, die ihm schließlich den Sieg bescherten: «Am Anfang war ich etwas besorgt, aber dann konnten wir den Vorsprung ausbauen, und tatsächlich kam das Tempo mit den Medium-Reifen zurück, sodass wir den Vorsprung vergrößern konnten, ohne allzu viel Zeit zu verlieren. Und nachdem wir den ersten Stint auf den Medium-Reifen absolviert hatten, dachten wir: ‚Oh, okay, wir versuchen es mit einer Ein-Stopp-Strategie.‘ Und der Hard-Reifen fühlte sich sehr robust an, sodass ich ziemlich zuversichtlich war, bis zum Ende durchzuhalten. Ich wusste nur nicht, wie viel Reifemanagement erforderlich sein würde, aber es lief gut, und das Auto fühlte sich heute sehr gut an.»

Antonelli ist in Austin also noch nicht Weltmeister geworden – aber der Titel ist ihm kaum noch zu nehmen. Nur zwei Punkte braucht er, um der jüngste Weltmeister der F1-Geschichte zu werden – selbst wenn Hamilton oder Russell alle übrigen Rennen gewännen. Wenn’s in Mexiko klappt, wäre Antonelli am Tag seines WM-Titels exakt 20 Jahre und 68 Tage alt. Sebastian Vettel, bislang Rekordhalter, war 2010 bei seinem ersten Titel mit 23 Jahren und 134 Tagen dagegen schon fast ein alter Hase.

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