DAX -1,18 % 26.128,36 Pkt 18:00:00 MDAX -1,92 % 31.839,83 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,95 % 6.468,17 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,66 % 53.376,51 Pkt 21:02:39 S&P 500 -1,12 % 7.698,32 Pkt 21:02:41 Nasdaq -1,61 % 26.298,76 Pkt 21:02:37 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold -0,19 % 4.409,40 USD 20:52:34 Silber -3,38 % 63,89 USD 20:52:10 Brent +0,18 % 91,03 USD 20:51:34 WTI -0,45 % 84,12 USD 20:52:36 Bitcoin +0,34 % 64.722,44 USD 21:02:38 EUR/USD +0,03 % 1,15780 USD 21:01:53 EUR/GBP +0,11 % 0,85530 GBP 21:02:40 EUR/CHF 0,00 % 0,94050 CHF 21:02:41 EUR/JPY +0,25 % 184,743 JPY 21:02:41

So wirkt sich Treppensteigen aus

Allgemein

come-on.de Leben Fitness Studie zeigt, wie deutlich sich Treppensteigen auf das Herzrisiko auswirken kann Von: Alexandra Grauvogl Treppen statt Aufzug: Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, wie die kleine Alltagsentscheidung mit Herzgesundheit und Langlebigkeit zusammenhängt. Wer vor dem Aufzug steht, hat meist nicht das Gefühl, gerade eine Gesundheitsentscheidung zu treffen. Doch genau das ist es, wenn wir am Lift vorbei ins Treppenhaus abbiegen. Eine neue Studie legt nahe: Regelmäßiges Treppensteigen ist mit einem deutlich geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem längeren Leben verbunden. So lief die Studie zum Treppensteigen und Sterberisiko ab Für die im Fachjournal American Journal of Cardiovascular Drugs veröffentlichte Untersuchung wertete ein Forschungsteam der University of East Anglia und des Norfolk and Norwich University Hospital die bisherige Studienlage aus. Die Forschenden sichteten zunächst 1873 Arbeiten. Neun Studien mit insgesamt 480.479 Teilnehmerinnen und Teilnehmern flossen schließlich in die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse ein. In den ausgewerteten Studien waren Menschen zwischen 35 und 84 Jahren vertreten, davon 53 Prozent Frauen. Darunter waren sowohl gesunde Personen als auch Menschen, die bereits Herzprobleme hatten. Die Nachbeobachtungszeit lag im Mittel bei 14 Jahren. Ergebnis: 39 Prozent niedrigeres Risiko für Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen Für die Untersuchung des Sterberisikos konnten die Daten von fünf Studien mit 455.619 Menschen zusammengeführt werden. Das Ergebnis: Personen, die regelmäßig Treppen stiegen, hatten im Vergleich zu Menschen, die seltener Treppen nutzten, ein um 39 Prozent niedrigeres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Das Risiko, insgesamt zu sterben, war um 24 Prozent niedriger. Im Rahmen der ausgewerteten Untersuchungen erlitten Treppensteiger außerdem seltener Vorfälle wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzversagen. Übrigens: Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche – doch eine aktuelle Studie legt nahe, dass Ihr Herz deutlich mehr braucht. Die Forschenden empfehlen demnach, sich 560 bis 610 Minuten wöchentlich zu bewegen, um das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzversagen um mehr als 30 Prozent zu senken. Kritische Einordnung der Studie So eindrucksvoll die Zahlen klingen: Die Untersuchung zeigt einen Zusammenhang. Sie beweist nicht, dass allein das Treppensteigen die niedrigeren Risiken verursacht. Bei den zugrunde liegenden Studien handelt es sich überwiegend um Beobachtungsdaten. Menschen, die häufig die Treppe nehmen, könnten sich beispielsweise auch insgesamt mehr bewegen, sich gesünder ernähren oder seltener rauchen. Hinzu kommt, dass die Studien das Treppensteigen nicht einheitlich erfassten. Teilweise wurde danach gefragt, wie viele Treppenetagen die Teilnehmer im Alltag bewältigten. In anderen Untersuchungen ging es eher darum, ob jemand Treppen ohne Pause steigen konnte. Deshalb lässt sich aus der Analyse keine exakte Vorgabe ableiten, wie viele Stufen jeder Mensch täglich bewältigen sollte. Die Forschenden sehen die Ergebnisse dennoch als Hinweis darauf, dass kleine Bewegungsimpulse im Alltag relevant sein können. „Treppensteigen ist eine praktische und oft unterschätzte Möglichkeit, Bewegung in den Alltag einzubauen“, sagt Professor Vassilios Vassiliou von der Norwich Medical School in einer Mitteilung der Universität. Warum Treppensteigen das Herz fordern kann Treppensteigen ist im Vergleich zum normalen Gehen eine kurze, aber häufig intensive Belastung. Der Körper muss das eigene Gewicht gegen die Schwerkraft nach oben bewegen. Dadurch steigen Herzschlag und Atmung, außerdem werden unter anderem die Muskeln in Beinen und Gesäß beansprucht. Gerade darin liegt der Vorteil für Menschen, die wenig Zeit für Sport haben: Für ein paar Treppenetagen braucht es keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio und keine besondere Ausrüstung. Die Bewegung lässt sich auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder zu Hause in den Tagesablauf integrieren. Eine der in die Auswertung einbezogenen Untersuchungen deutete darauf hin, dass etwa sechs Treppenetagen beziehungsweise rund 60 Stufen am Tag mit dem niedrigsten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden waren. Das ist jedoch keine feststehende Empfehlung. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass weitere Forschung nötig ist, um die optimale Menge und Intensität genauer zu bestimmen. „Auch kleine Veränderungen hatten einen messbaren Effekt“, erklärt Studienautorin Sophie Paddock in der Mitteilung. Gleichzeitig weisen die Forschenden darauf hin, dass mehr Treppensteigen in einigen Untersuchungen mit größeren gesundheitlichen Vorteilen verbunden war. Mehr Bewegung im Alltag – die 30-Tage-Challenge Entdecken Sie mit dieser 30-Tage-Challenge, wie Sie Bewegung mühelos in Ihren Alltag integrieren – ohne Fitnessstudio und teure Geräte. Hier können Sie das kostenlose PDF herunterladen. So bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag Wer bisher selten Treppen steigt, muss nicht sofort mehrere Stockwerke am Stück bewältigen. Sinnvoller ist ein langsamer Einstieg: Alltagssituation auswählen: Nehmen Sie zunächst einmal am Tag die Treppe statt des Aufzugs oder der Rolltreppe, etwa auf dem Weg ins Büro oder beim Einkaufen. Kleine Abschnitte nutzen: Auch einzelne Stockwerke oder kurze Treppenwege zählen. Mehrere kurze Bewegungseinheiten lassen sich leichter unterbringen als ein großes Trainingsprogramm. Steigerung ohne Druck: Wenn sich die Belastung gut anfühlt, können Sie ein weiteres Stockwerk dazunehmen und sich immer weiter steigern. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht eine bestimmte Stufenzahl. Alternativen einplanen: Wer keine Treppen steigen kann oder möchte, kann zügig spazieren gehen, Radfahren, eine Haltestelle früher aussteigen oder Wege zu Fuß erledigen. Wichtig: Hören Sie auf den eigenen Körper! Menschen mit Gelenk- oder Mobilitätsproblemen sollten eine passende Bewegungsform wählen. Bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Unsicherheit ist es dringend zu empfehlen, die Belastung ärztlich abzuklären. Treten beim Treppensteigen Brustschmerzen, starke Atemnot, Schwindel oder Herzstolpern auf, sollte die Belastung sofort beendet und medizinischer Rat eingeholt werden. Weitere alltagstaugliche Ideen, um Schritt für Schritt mehr Bewegung einzubauen, finden Sie in unserem kostenlosen Ratgeber-PDF. Hier können sie das PDF „Mehr Bewegung im Alltag“ kostenlos herunterladen. Die Autorin ist ehemalige Leistungssportlerin, geprüfte Fitnesstrainerin (B-Lizenz) und Skilehrerin.

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