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So zwingen Kiews Drohnen Moskau zur Schließung des Asowschen Meeres

Welt

Startseite Politik Asowsches Meer wird zur Falle wegen Ukraine-Drohnen: Kreml stoppt die Schifffahrt Uns auf Google folgen Innerhalb einer Woche wurden im Ukraine-Krieg mehr als 100 russische Schiffe getroffen: Die Routen für russisches Getreide und Öl sind blockiert. Moskau – Moskau betrachtete das Asowsche Meer nach der Besetzung 2022 als russischen Binnensee, da von dort aus sämtliche Küsten von der Krim bis Mariupol kontrollierbar sind. Doch dieses Becken, das primär für den Export von Öl und Getreide auf die internationalen Märkte genutzt wurde, hat sich in eine Falle verwandelt. Noch bis zur vergangenen Woche fuhren die Schiffe von Kreml-Chef Putins „Schattenflotte“ schwer beladen über diese Gewässer – aktuell sind dieselben Routen nahezu menschenleer. Der Kreml sah sich gezwungen, den Befehl zum Stopp zu geben: Die Schifffahrt ist ausgesetzt, Handelsschiffe liegen in den Häfen fest, militärische Routen sind eingefroren. Content-Partnerschaft Dieser Artikel von Alessandra Muglia entstand in Kooperation mit Corriere della Sera. Die Sicherheit der Region ist durch Kiews Drohnen erschüttert worden. Gestern trafen sie weitere 15 russische Schiffe, darunter sieben Öltanker, fünf Frachter, eine Fähre und zwei Schlepper, womit sich die Zahl der im Asowschen Meer innerhalb einer Woche beschädigten russischen Schiffe auf 105 erhöht, schätzt Oberstleutnant Robert Brovdi. Ein von seiner Brigade veröffentlichtes Video zeigt Rauch über einem getroffenen Tanker. Die Besatzungen haben einige der beschädigten Schiffe aufgegeben, und sie treiben nun manövrierunfähig auf dem Wasser. Strategische Bedeutung im Ukraine-Krieg von Don-Azow-Kanal und Kaspischem Meer Die Schattenflotte Moskaus, die weltweit sanktioniertes Rohöl transportiert, werde „deutlich kleiner“, erklärt Brovdi. Die Schiffe können die Straße von Kertsch, die das Asowsche Meer mit dem Schwarzen Meer und damit über den Bosporus mit dem Mittelmeer verbindet, nicht mehr passieren. Das andere Herzstück der Blockade ist der Don-Azow-Kanal, die Fluss- und Seeverbindung, die den großen Strom im russischen Hinterland mit dem Asowschen Meer vereint. Er ist eine lebenswichtige Route für den Export von Getreide aus den fruchtbaren Agrarregionen Rostow und Krasnodar und verschafft zudem dem Kaspischen Meer, das keine Verbindung zu den Weltmeeren hat, eine Verbindung. „So hat es sich in einen See verwandelt. Alle seine Produkte – landwirtschaftliche Erzeugnisse, Düngemittel, alles Mögliche – laufen durch den Don-Azow-Kanal“, erinnerte der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Andrij Sagorodnjuk und betonte, dass der Kreml die Kontrolle über einen „entscheidenden“ maritimen Korridor verloren habe. Die russischen Kommandostellen haben die Einschränkungen bislang nur mündlich an die Akteure der Branche weitergegeben, ein Kniff, um das Ausmaß der Lage nicht offiziell eingestehen zu müssen. Doch am Ergebnis ändert das nichts: Der Handel ist lahmgelegt und die Kriegswirtschaft Moskaus erleidet einen schweren Schlag. Blockierte Schifffahrt und festgesetzte Schiffe ohne Ausweg Der Stopp für ein- und auslaufende Schiffe trat am Freitag in Kraft, berichtet Reuters. Seither sitzen alle bereits im Asowschen Meer befindlichen Schiffe faktisch fest. Sie finden keine Fluchtwege mehr und sind in seinen Gewässern eingeschlossen, während die wirtschaftlichen und militärischen Folgen dieser Blockade für Russland von Tag zu Tag spürbarer werden.

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