Social Media: Meta schließt Milliarden-Vergleich mit US-Staaten
Düsseldorf, New York. In einem wegweisenden Prozess um die Gefahren sozialer Medien für Kinder hat sich Meta mit klagenden US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt. Wie aus Gerichtsdokumenten am Mittwoch hervorging, zahlt der Mutterkonzern hinter Facebook und Instagram bis zu 16,7 Milliarden Dollar an die Kläger.
Brian Schwalb, Generalstaatsanwalt des District of Columbia der Bundeshauptstadt Washington, bezeichnete den Vergleich als „monumentalen Sieg für die öffentliche Gesundheit für junge Menschen“. „Meta hat Kinder bewusst aus Profitgier ausgenutzt und anschließend darüber gelogen“, sagte Schwalb.
Als Teil des Vergleichs hat sich Meta zu weitreichenden Änderungen in den Apps von Instagram und Facebook verpflichtet. Laut Schwalb soll Meta für Kinder ein kombiniertes tägliches Zeitlimit von zwei Stunden einführen, mit obligatorischen Hinweisen nach 15 Minuten ununterbrochener Nutzung sowie erneut nach 60 und 90 Minuten.
Nächtliche Sperren sollen den Zugriff von Kindern auf Feeds von 0 Uhr bis 6 Uhr einschränken und Benachrichtigungen von 22 Uhr bis 7 Uhr stummschalten. Ebenso sollen die Apps tagsüber während der Schulzeit keine Pushnachrichten auf die Sperrbildschirme senden. Auch verpflichtet sich Meta zu strengeren Altersüberprüfungen junger Nutzer und strengeren Inhaltskontrollen. Die Veränderungen sind laut Gerichtsakte aber nur in den 29 beteiligten US-Bundesstaaten verpflichtend.