DAX +0,37 % 26.429,01 Pkt 16:37:12 MDAX +0,51 % 32.499,85 Pkt 16:37:12 Euro Stoxx 50 -0,06 % 6.541,58 Pkt 16:37:00 Dow Jones -0,02 % 53.756,85 Pkt 16:52:11 S&P 500 +0,59 % 7.793,99 Pkt 16:52:08 Nasdaq +0,62 % 26.753,62 Pkt 16:52:10 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,76 % 4.440,20 USD 16:42:12 Silber +1,09 % 65,58 USD 16:42:12 Brent +0,78 % 87,75 USD 16:42:10 WTI +0,49 % 81,65 USD 16:42:05 Bitcoin -1,27 % 62.597,88 USD 16:52:10 EUR/USD +0,48 % 1,15850 USD 16:51:24 EUR/GBP +0,09 % 0,85470 GBP 16:52:12 EUR/CHF +0,25 % 0,93970 CHF 16:52:12 EUR/JPY +0,25 % 184,130 JPY 16:52:12

Social-Media-Verbot: Meta sperrt in Austra­lien 750.000 Konten von unter 16-Jährigen

Welt

Meta will in Australien im Zuge des im Dezember 2025 in Kraft getretenen Social-Media-Verbots bereits mehr als 750.000 Konten von vermutet unter 16-Jährigen gesperrt haben. Dabei setzt der Konzern zunehmend auf KI-gestützte Alterserkennung, fordert aber zugleich eine einheitliche Altersprüfung auf Systemebene. Rund 250.000 gesperrte Konten in sechs Monaten Zum Stichtag 30. Juni 2026 hatte Meta nach eigenen Angaben den Zugang zu mehr als 750.000 Facebook- und Instagram-Konten in Australien entfernt, bei denen das Unternehmen davon ausgeht, dass sie Personen unter 16 Jahren gehören. Mehr als 500.000 dieser Konten sollen allerdings bereits vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes gesperrt worden sein, worüber der Konzern bereits im Januar berichtete. Seitdem seien weitere Konten hinzugekommen. KI überprüft gepostete Inhalte und erschwerte Registrierung Bei der Erkennung von Konten, die von unter 16-Jährigen geführt werden, verlässt sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge allerdings nicht auf eine einzelne Prüfung, sondern kombiniert mehrere Verfahren. Eine wichtige Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz, mit der Meta Profile einschließlich Beiträge, Kommentare, Biografien und Bildunterschriften auf Hinweise daraufhin analysiert, ob ein Konto einer Person unter 16 Jahren gehören könnte. Als Beispiele nennt das Unternehmen Geburtstagsfeiern oder Angaben zu Schuljahrgangsstufen. Dies bedeutet allerdings auch, dass Nutzer, die nur anderen Accounts folgen und selber keine Inhalte posten, schwerer zu erkennen sind. Nicht nur aus diesem Grund dürfte Meta eigenen Angaben nach die Meldewege für Eltern und andere Personen vereinfacht haben. Diese können verdächtige Konten Minderjähriger sowohl innerhalb der App als auch über die Hilfebereiche von Facebook und Instagram melden, wobei die Meldungen ebenfalls per KI ausgewertet werden. Meta zufolge soll die Kombination eine höhere Genauigkeit und schnellere Entscheidungen ermöglichen als eine ausschließlich menschliche Prüfung. Ebenso soll der Konzern seine Systeme gegen erneute Registrierungen verschärft haben. Damit soll verhindert werden, dass eine Person nach der Entfernung ihres bisherigen Kontos einfach ein neues Konto eröffnet. Im australischen Apple App Store hat Meta zudem die Altersfreigabe seiner Apps auf 16+ angehoben. Informationskampagnen und Einbindung von Eltern Daneben will Meta die Nutzer auch auf anderen Wegen erreichen. So hat der Konzern zwischen Juni und Juli eine Informationskampagne auf Facebook und Instagram in Australien durchgeführt, mit der die Plattform eigenen Angaben zufolge rund 1,3 Millionen Personen erreicht haben soll. Dabei wurde nicht nur darüber informiert, wie Meta Konten minderjähriger Nutzer erkennt und sperrt, sondern auch darüber, was mit den dort gespeicherten Daten passiert. Die Einbindung der Eltern stellt Meta bei der Veröffentlichung der Zahlen als wichtigen Bestandteil der Umsetzung der Vorgaben dar. Das Unternehmen erklärt, das Ziel der australischen Regierung weiterhin zu unterstützen, jungen Menschen sichere und altersgerechte Online-Angebote bereitzustellen und die gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Darüber hinaus will Meta in weitere Verfahren investieren, mit denen sich das Alter zuverlässiger feststellen lässt, ohne den Datenschutz unnötig zu beeinträchtigen. Gleichzeitig kritisiert der Konzern die uneinheitliche Umsetzung der Altersbeschränkungen durch verschiedene Plattformen. Als Alternative schlägt Meta eine verlässliche Kontrolle auf Betriebssystemebene oder durch den App-Store vor. Dabei könnte das Alter eines Jugendlichen einmal bei der Einrichtung eines Geräts oder beim Herunterladen einer App überprüft und anschließend an Apps weitergegeben werden. Dadurch müssten Altersprüfungen nicht bei allen Plattformen immer wieder durchgeführt werden. Einige Zahlen wurden nicht genannt Die genannten Zahlen lassen allerdings ebenso Fragen offen. Nicht genannt wird beispielsweise, wie hoch die Fehlerquote bei gesperrten Konten ausfiel und ob diese bereits aus den Zahlen herausgerechnet wurde. Ebenso gibt Meta keine Auskunft darüber, ob es sich bei den gesperrten und gelöschten Konten um verschiedene Personen handelte, wie viele bei beiden Plattformen Konten besaßen und wie viele der gesperrten Konten auf wiederholte Anmeldungen entfielen. Auch das könnte letztendlich Einfluss auf die Zahlen haben. Zudem stehen die Zahlen zumindest auf den ersten Blick in einer gewissen Diskrepanz zu den im Januar dieses Jahres von der australischen Regulierungsbehörde eSafety veröffentlichten insgesamt 4,7 Millionen gesperrten Social-Media-Konten, von denen allerdings ebenfalls ein großer Anteil auf die Zeit vor dem Inkrafttreten der Regelung datiert ist. Im gleichen Zeitraum hatte Meta rund 500.000 Konten gesperrt. Da andere Plattformen außer Meta bislang noch keine Zahlen zu Sperrungen veröffentlicht haben, gestaltet sich eine Überprüfung schwierig. Bekannt ist lediglich, dass die Behörde die Zahlen durch rechtlich bindende Auskunftsaufforderungen an die Betreiber der Plattformen erhalten hat. Doch selbst unter der Annahme, dass die größeren Plattformen in dieser Zeit ähnlich viele Sperrungen vorgenommen haben, dürfte die von eSafety genannte Zahl nur schwer zu erreichen sein. Darüber hinaus gibt die Anzahl ebenso keine Auskunft darüber, wie viele einzelne Nutzer am Ende gesperrt wurden. ComputerBase hat aus diesem Grund eine Anfrage an eSafety mit der Bitte um Auskunft gestellt, wie sich die von der Behörde erhobenen Zahlen aufschlüsseln und wie sie die nun von Meta veröffentlichten Zahlen einordnet. Sobald eine Antwort vorliegt, wird der Artikel aktualisiert. Umfrage dämpft Erwartungen

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