Software-Probleme bei der F1: Wie konnte DAS passieren?
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Es ist DAS große Thema nach dem Großen Preis von Bahrain in Malaysia: die Software-Probleme der Autos in der Einführungsrunde.
Wegen des Regens in Sepang wurde der Start um 40 Minuten verschoben. Als es dann endlich losgehen sollte, ging bei einigen Autos in der Einführungsrunde gar nichts mehr. Software-Probleme.
Renn-Sieger Max Verstappen (28/Red Bull) gehört zu denen, die kaum noch Power im Auto hatten. Der Holländer nach dem Rennen: „Irgendwann waren wir zu fünft nebeneinander auf der Geraden. Keiner von uns hat verstanden, was da vor sich ging. Es war einfach, als ob man mit 35 km/h bergauf fährt und dabei an Geschwindigkeit verliert. Dann sind wir eine Runde gefahren und plötzlich sehe ich noch acht andere Autos, die auch schleichen.“
Und an Lewis Hamilton (44/Platz 3) gerichtet: „Ich habe Dich noch nie schleichen sehen.“
Antwort des Ferrari-Fahrers: „Ich musste auf der Strecke anhalten, das Auto und den Motor abstellen und neu starten. Das habe ich noch nie zuvor gemacht.“
Grund für die Probleme: Das Computer-Programm wurde bislang noch nicht unter Realbedingungen im Regen getestet.
Formel 1: Weltverband schickte in Malaysia Software-Updates an die Teams
Nikolas Tombazis, der technische Direktor der Fia, klärt auf: „Wegen des Regens haben wir andere Software-Settings gewählt. Aus Sicherheitsgründen soll dadurch die Leistung in gewissen Sektoren reduziert werden. Dann sind einige Autos in der Formationsrunde sehr langsam gefahren, das hat die Software durcheinandergebracht. Das wiederum führte dazu, dass einige Autos nicht mehr richtig beschleunigen konnten.“
Um das Problem zu beheben, wurde ein Update an alle Teams geschickt, das den Bug lösen sollte. Bis das Update auf den Rechnern der Teams installiert war, vergingen dann fast 30 Minuten.
Verstappen: „Das ist das Problem, das wir haben. Diese Motoren sind so kompliziert, und es steckt eine Menge Software drin. Das ist nicht das, was man von diesem Sport will.“