Sohn konfrontierte Charlotte Engelhardt mit Deepfakes von ihr
Charlotte Engelhardt hat berichtet, wie ihr Sohn auf dem Pausenhof KI-generierte Fälschungen mit ihrem Gesicht gezeigt bekam. Auch Moderatorin Mareile Höppner teilte im WDR-Talk "Kölner Treff" ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt. Moderatorin Charlotte Engelhardt ist von ihrem Sohn mit Deepfakes konfrontiert worden. "Mein Sohn kam auf mich zu, das ist jetzt so ein halbes, dreiviertel Jahr her und sagte: 'Mama, gibt es einen Job, den du total bereust oder für den du dich schämst?'", schilderte Engelhardt die Situation in der "Kölner Treff"-Sendung vom 14. August. Sohn von Charlotte Engelhardt erkannte Fake Sie habe geantwortet, dass es zwar Tätigkeiten gebe, für die sie sich schämen könnte, sie aber "grundsätzlich happy" sei mit dem, was sie mache. Einige Stunden später sei er erneut auf sie zugekommen: diesmal mit KI-generierten pornografischen Bildern, auf denen ihr Gesicht auf fremde Körper montiert worden war, so Engelhardt weiter. Die Bilder waren dem damals Zehnjährigen offenbar auf dem Schulhof zugespielt worden. Ihr Sohn habe sofort durchschaut, dass die Aufnahmen nicht echt waren. "Weil es so dermaßen schlecht war", erklärte die 48-Jährige. Dennoch: "Er hat sich natürlich erschrocken, weil er sich dachte: 'Das ist doch nicht meine Mama.'" Über die Fälschungen selbst fand Engelhardt deutliche Worte: "Die waren wirklich pervers." Zugleich betonte sie, wie wichtig das Vertrauensverhältnis zu ihrem Kind in dieser Situation gewesen sei: "Ich bin so froh, dass er Vertrauen zu mir hat und es mir gesagt hat." Mareile Höppner beschäftigt sich seit Jahren mit digitaler Gewalt Auch Mareile Höppner sprach in der Sendung über ihre Erfahrungen mit Deepfake-Pornografie. Die RTL-Moderatorin engagiert sich seit Jahren für das Thema. "Angefangen hat es mit einer großen Reportage im ZDF mit Collien Ulmen-Fernandes und Lola Weippert", sagte Höppner. "Wir waren angesprochen worden mit dem Hinweis, dass man ziemlich heftiges Bildmaterial von uns gefunden hätte im Netz. Ob wir bereits wären, darüber zu sprechen. Es geht da um KI-Pornos. So heftig, wie es klingt, läuft es da auch ab. Und unsere Gesichter waren oder sind auf diese Bilder montiert. Deepfakes heißt das." Alle drei hätten daraufhin Anzeige erstattet. Der Fall Collien Ulmen-Fernandes entwickelte sich später zu einem öffentlichen Fall. Höppner: "Es gibt kein Bild von mir, das nicht ausgezogen wurde" Höppner beschrieb das Ausmaß des Problems mit drastischen Worten: "Es gibt kein Bild von mir in diesen ganzen 30 Jahren, das entstanden ist, das nicht ausgezogen wurde." Die Inhalte seien zudem erschreckend leicht auffindbar: "Wenn du meinen Namen mit 'nackt' googelst und ein paarmal abbiegst, bist du da." Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie als Person des öffentlichen Lebens gelernt habe, "im Umgang viel auszuhalten". Weitaus gravierender sei die Lage für Privatpersonen und junge Menschen: "Und dann hört es für mich komplett auf." Deepfakes seien "ein totaler Übertritt in einen sehr privaten Bereich", so Höppner. Empfehlungen der Redaktion Oliver Pocher spricht über die Auseinandersetzung mit Anne Wünsche Ricarda Lang zeigt Vorher-Nachher-Foto – 40 Kilo weniger Ist das Baby da? Elizabeth Olsen ist jetzt offenbar Mama Engelhardt hostet Podcast mit Sido-Ex Charlotte Engelhardt steht seit mehr als zwei Jahrzehnten vor der Kamera. Die deutsch-norwegische Journalistin moderierte zuletzt die RTL-Sendung "Bad Boyfriends" und hostet gemeinsam mit Georgina Stumpf – einer weiteren Ex-Partnerin von Rapper Sido – den Podcast "The Real Ex-Wives". Engelhardt hat zwei Söhne mit Sido. Höppner wiederum moderiert das RTL-Magazin "Extra" und setzt sich seit Jahren öffentlich für den Schutz weiblicher Opfer digitaler Gewalt ein. (red) Hilfsangebote Wenn du selbst von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen bist, wende dich bitte an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (116 016 oder online), das Hilfetelefon "Gewalt an Männern" (0800/1239900 oder online), das Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch" (0800/225 5530), in Österreich an die Beratungsstelle für misshandelte und sexuell missbrauchte Frauen, Mädchen und Kinder (Tamar, 01/3340 437) und in der Schweiz an die Opferhilfe bei sexueller Gewalt (Lantana, 031/3131 400) Wenn du einen Verdacht oder gar Kenntnis von sexualisierter Gewalt gegen Dritte hast, wende dich bitte direkt an jede Polizeidienststelle. Falls du bei dir oder anderen pädophile Neigungen festgestellt hast, wende dich bitte an das Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden". Anlaufstellen für verschiedene Krisensituationen im Überblick findest du hier. Verwendete Quellen wdr.de: "Talk mit Mareile Höppner und Martina und Moritz" Transparenzhinweis Dieser Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Unsere Redaktion hat ihn geprüft und trägt die inhaltliche Verantwortung. Hier finden Sie Informationen dazu, wie unsere Redaktion mit KI umgeht.