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Solar bricht alle Rekorde: PV und Wind erzeugen den meisten deutschen Strom

Wirtschaft

PV boomt Solar stellt Rekord in Deutschland auf Von t-online, wal 03.08.2026 - 15:00 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 60 Prozent des deutschen Stroms erzeugt. In den Monaten Mai, Juni und Juli bildete Solar das Rückgrat. Zum ersten Mal überhaupt stammten in Deutschland drei Monate in Folge über 30 Prozent des deutschen Stroms aus Sonnenenergie. Das geht aus Daten über die öffentliche Stromerzeugung von "Energy Charts" hervor. Im Mai stammten 32 Prozent des deutschen Stroms aus der Photovoltaik, im Juni waren es sogar 33 Prozent und im Juli wieder 32 Prozent. Damit bildete Solarstrom das Rückgrat der deutschen Stromerzeugung. Hinzu kam die Stromproduktion aus Windkraft, die zwischen 20 und 25 Prozent des deutschen Stroms erbrachte. Damit stammte in den drei Monaten dauerhaft über die Hälfte des Stroms aus diesen beiden Erzeugungsquellen. Zählt man noch Quellen wie Biomasse, Wasserkraft und erneuerbaren Müll (das sind Abfälle, die in Müllverbrennungsanlagen verwertet werden) hinzu, dann waren im Mai 67,8 Prozent, im Juni 70 Prozent und im Juli sogar 71,5 Prozent des deutschen Stroms erneuerbar. Solar in ganz Europa im Mai die wichtigste Energiequelle Im Juli 2026 knackte die Photovoltaik noch einen weiteren Rekord: Über 12 Terawattstunden Strom stammten aus dieser einen Quelle. Der Solarkraft ist das noch nie vorher in Deutschland gelungen. Im Vormonat waren es schon elf TWh, was ebenfalls ein Rekord war. Vor einem Jahr, im Juli 2025, waren es hingegen nur 8,3 TWh Solarenergie. Auch wenn man den Blick auf ganz Europa richtet, zeigt sich, wie wichtig Solar für die Stromerzeugung geworden ist. Im Mai 2026 stammten nach Daten des Portals Ember Energy 23 Prozent des EU-weiten Stroms aus der Photovoltaik, auf Platz zwei folgte die Atomkraft mit 21 Prozent. Wind und Wasserkraft ergänzten das System mit 14,5 Prozent bzw. 12,1 Prozent der Stromerzeugung. Mit Gas wurden 13 Prozent des europäischen Stroms erzeugt, Kohle fiel auf knapp acht Prozent der Stromerzeugung. Neuere Daten für die Monate Juni und Juli liegen noch nicht vor. Zeitenwende für die Energiewende in Deutschland Deutschland verfolgt das Ziel, bis 2030 mehr als 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Diesem Ziel hat sich auch die Regierung von Friedrich Merz verpflichtet. Doch der Ausbau der Erneuerbaren soll nach neuen Regeln vorangehen und mit dem Ausbau der Stromnetze besser in Einklang gebracht werden. Das ist das erklärte Ziel zweier neuer Gesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die vergangene Woche vom Bundeskabinett beschlossen wurden. So soll etwa die Förderung von privaten Solaranlagen ab 2027 auslaufen. Zudem soll der Bau neuer Wind- und Solarparks besser regional gesteuert werden.

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