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„Solaranlage ist eine Wette auf die Zukunft”: Leserdebatte zur Energiewende

Technologie

„(Fast) niemand baut sich eine Solaranlage aufs Dach, um das Klima zu schützen; das ist vielleicht ein Nebenaspekt. Man tut es, weil man vor steigenden Stromkosten Angst hat. Im Prinzip ist eine Solaranlage eine Wette auf die Zukunft: Man zahlt die nächsten Jahre Stromkosten im Voraus und hofft, dass sich das Ganze in 10-15 Jahren amortisiert hat. Es ist auch ein ganz schönes Gefühl, vom Netz zum großen Teil unabhängig zu sein. Ich komme übers Jahr mit meiner Anlage immerhin auf einen Selbstversorgungsgrad von 82%.“ Zum Originalkommentar

„Ich glaube nicht, dass die Menschen die Energiewende interessiert. Ich glaube eher, die meisten investieren in Photovoltaik oder E-Mobilität, um Geld zu sparen. Ohne Photovoltaik mit Speichermöglichkeit ist Energie mittlerweile ziemlich teuer. Benzin oder Diesel ist sehr teuer, da sind zurzeit Hybrid- oder E-Fahrzeuge im Unterhalt günstiger, vor allem, wenn man dazu eine Photovoltaikanlage nutzen kann. Ich merke das bei meinem Auto: Als ich meinen Opel Insignia noch gefahren bin, musste ich jede Woche für 120 € tanken, das waren im Monat knapp 480 €. Fahre nun einen BYD Hybrid, tanke so alle 6 Wochen für ca. 100-120 € voll, lade jeden zweiten Tag den Akku für knapp 7 €, und zahle im ganzen Monat ca. 140 € fürs Fahren. Das wäre noch günstiger, wenn ich Photovoltaik oder eine Wallbox hätte. Ich denke, die Belastungen durch den Staat nehmen mittlerweile Ausmaße an, dass die Bürger versuchen, anderswo einzusparen. Dass die Energiewende davon profitiert, ist ein Nebeneffekt.“ Zum Originalkommentar

„Es hat verschiedene Gründe. Zunächst ist PV-Strom inzwischen günstiger und auch die Speichermodule. Beim E-Auto hat am Ende eher das Fahrgefühl den Ausschlag gegeben. Klar spielt dann auch noch eine Rolle, etwas Gutes für die Umwelt getan zu haben, das ist halt so ein Mitnahmeeffekt. Dann sieht man gerade, wie unsicher die Versorgung mit Öl und Gas ist, und wenn man Leuten wie Putin oder den „Ölscheichs“ nichts mehr oder so viel zahlen muss.“ Zum Originalkommentar

„Wenn man die Mieter stärker beteiligen möchte, könnte man sich an Österreich orientieren. Dort hat man die Bildung von kleinen, lokalen Energiegemeinschaften radikal vereinfacht. In solchen Energiegemeinschaften kann z.B. ein Solardachbesitzer seinen Überschussstrom direkt zu stark reduzierten Netzentgelten an seine Nachbarn verkaufen. Natürlich brauchen dazu alle Teilnehmer einen Smart Meter, aber da liegt die Verbreitungsquote in Österreich inzwischen bei 97%. Und das Modell kommt an, in relativ kurzer Zeit wurden mehr als 10.000 solcher Gemeinschaften gegründet. Könnte man hier auch vorantreiben. Allerdings … vorantreiben? … hier? … mit Reiche? ….. Nicht in 100 Jahren. Dazu reicht schon ein Blick auf den Stand des Smart-Meter-Rollouts. Da hat Deutschland gerade die 5%-Hürde geschafft. Wahrscheinlich feiert Reiche das auch noch als Erfolg.“ Zum Originalkommentar

„Die Energiewende wird den meisten egal sein, der Strompreis aus dem Netz nicht. Da die PV inzwischen so billig ist, dass eine kleine Anlage weniger kostet als die Stromrechnung im Jahr und es keine Genehmigungspflicht des Netzbetreibers für Eigenbedarf mehr gibt, ist das eine rein wirtschaftliche Entscheidung.“ Zum Originalkommentar

„Ich verstehe die Kommentare hier nicht. Ich betreibe mehrere Photovoltaikanlagen. Installiert von 2002 bis aktuell die letzte im Jahr 2024. Alles unterschiedliche Modelle. Von 2002 bis 2009 reine EEG-Volleinspeiser. Ab 2012 Eigenbedarfsanlagen mit Überschusseinspeisung. Und seit 2019 schon einige Anlagen im Mieterstrommodell. Egal, wie die Anlagen laufen, bis jetzt hatte ich noch an keiner Anlage einen Point of Reinvest von mehr als 9 Jahren. Ich besitze keine einzige Wärmepumpe und kein Elektroauto. Jedoch drei Batteriespeicher. Ernst gemeinte Frage: Diejenigen, die meinen, eine Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus, Mietshaus oder Mehrfamilienhaus lohnt sich nicht, sollen das mal bitte mit Zahlen belegen. Eine Beispielsrechnung würde mich interessieren. Es könnte ja sein, dass ich bei meinen mittlerweile über 300 kWpeak einen schlimmen Rechenfehler habe. Deshalb: schreibt gerne hier….“ Zum Originalkommentar

„Das bleibt immer noch eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Wann amortisiert sich die Investition? Nicht jeder hat ein Auto mit Elektroantrieb. Manche haben gar keines. Hier wird immer schön geredet, und es sollen Investitionen getätigt werden. Nur private Haushalte zu locken, aber die großen Verschmutzer von den Miethäusern auszulassen, ist mit Verlaub kein Fortschritt, da mehr zur Miete wohnen.“ Zum Originalkommentar

„Das ist kein Hype, sondern eine normale Reaktion auf die künstlich verteuerten Energiepreise. Es bestätigt auch: Umgesetzt wird es nur, wenn es Geld bringt. Im Mietsektor bringt es nichts, deshalb gehört die CO2-Abgabe auch abgeschafft, sie ist für Millionen Menschen kein Steuerungswerkzeug. Man zahlt für etwas, was man nicht ändern kann. Das ist weder sozial noch gerecht.“ Zum Originalkommentar

„Die Deutschen haben keine erhöhte Lust auf Energiewende, die versuchen nur, die dank der Politik unserer Regierung und der EEG explodierenden Energiepreise bezahlbar zu halten. Da haben Regierung und Energiekonzerne aber schon ein Gegenmittel zur Sicherung ihrer Steuern, Abgaben und Nutzungsentgelte: Denn wer seine Stromrechnung durch PV reduziert, soll in Zukunft höhere Netzentgelte zahlen. Der Normalverbraucher hat auch kein Eigenheim, der kann sich bestenfalls eine Balkon-PV anschaffen. Das geht bei rund 200€ los.“ Zum Originalkommentar

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